Adlerweg

Adlerweg-Etappe 10: Falkenhütte - Karwendelhaus

Am Fuß der imposanten Laliderer Wände hat man in der Falkenhütte vielleicht schon von weiteren Gipfeltouren geträumt, aber zuerst führt der Weg durch sanfte Almwiesen abwärts. Nach der beschaulichen Ladizalm geht es durch lichten Wald über einen Karrenweg hinunter zum Kleinen Ahornboden, der landschaftlich ebenso beeindruckt wie sein großer Bruder. Dann – man ist schließlich zum Bergsteigen hier unterwegs – schicken sich die Beine schnell wieder in den Bergauf-Schritt. In Richtung Nordwesten erreicht man das Untere Filztal, von wo aus noch 400 aussichtsreiche Höhenmeter bis zum Karwendelhaus zurückzulegen sind.


Wissenswertes zu dieser Etappe

Adler Alpingeschichte · Gipfelsammler Hermann von Barth. Bei dieser Etappe kommt man am Kleinen Ahornboden am Hermann von Barth-Denkmal vorbei. Allein der Standort weist schon darauf hin, dass es sich dabei um eine Gedenktafel für einen Bergsteiger handeln muss. Stimmt! Hermann von Barth (1845 - 1876) war ein Rechtsgelehrter und Naturwissenschaftler aus den bayrischen Voralpen, der als Erschließer des Karwendels bekannt wurde. Dabei kam es ihm nicht auf besuchertaugliche Forstwege an, sondern auf herausfordernde Gipfelerlebnisse. Im Sommer 1870 bestieg er als Alleingänger 88 Gipfel, darunter zwölf Erstbesteigungen: u.a. die Birkkarspitze, Kaltwasserkarspitze, Lalidererspitze, Große Seekarspitze, Grubenkarspitze, Dreizinkenspitze, Östliche Karwendelspitze, Vogelkarspitze, Wörner und Kuhkopf. Einige Hütten, Wege und Gipfel wie zum Beispiel die Barthspitze im Karwendel wurden nach ihm benannt. Der Bartgeier allerdings nicht.

Hermann von Barth (c) Harald Wolf

Adlerblick · Ein historisch interessanter Hingucker ist die pittoreske Almhütte der Ladizalm, die vermutlich aus dem 16. Jahrhundert stammt. Auch beim Jochkreuz am Hochalmsattel inmitten von Almwiesen lohnt es sich, den Blick schweifen zu lassen auf die herrliche Umgebung, u.a. zur Birkkarspitze, die man gemäß dem Verlauf des Adlerwegs am nächsten Tag bezwingt.

Adlerkick · Der Kleine Ahornboden ist ein herrliches Fleckchen Erde mit uralten Bergahornen. Im Gegensatz zum Großen Ahornboden finden sich hier aufgrund seiner Abgeschiedenheit nur Bergwanderer und keine Bustouristen. Also einfach einmal in aller Ruhe an einen 500 Jahre alten Baum lehnen, seiner Präsenz nachspüren und sich von seiner Ausstrahlung berühren lassen.

Details

Region: Olympiaregion Seefeld
Ausgangspunkt: Falkenhütte
Endpunkt: Karwendelhaus
Höhenmeter bergauf: 440 m
Höhenmeter bergab: 520 m
Höchster Punkt: 1.843 m
Schwierigkeitsgrad: mittelschwierig (rot)
Streckenlänge: 9,0 km
Gehzeit: 3 h 30 min

Streckenbeschreibung

Startpunkt:Falkenhütte

In nördlicher Richtung unterhalb der Falkenhütte orientiert man sich an der Beschilderung „Karwendelhaus“ und wandert auf einem guten Steig durch Almwiesen sanft abwärts. Anschließend geht es über einen Fahr- bzw. Karrenweg noch weiter hinunter. Man passiert die hübsche Ladizalm mit dem historischen Almhaus und wandert anschließend durch lichten Wald bergab, dabei stets auf dem Karrenweg bleiben. Nach der Überquerung des meist ausgetrockneten, breiten Schotterbachbetts führt die Route zum Kleinen Ahornboden und mündet dann in eine breite Forststraße, die mit ein paar Schritten zum Hermann von Barth-Denkmal und den alten Forsthäusern gleich oberhalb des Denkmals führt. Von hier aus wandert man auf der Forststraße links an den Forsthäusern vorbei aufwärts Richtung „Karwendelhaus“.

Bald wird der Forstweg im lichten Wald zu einem Karrenweg, später zu einem Steig. Dieser leitet in der Folge sanft durch das liebliche Untere Filztal empor, eher er ins Almgelände zieht (insgesamt wandert man dabei praktisch stets in gleichbleibender Richtung). Sobald man die grünen Almböden hinter sich lässt, mündet der Steig in einen Fahrweg. Auf diesem geht es in gleichbleibender Richtung weiter durch die Wiesen zum Hochalmsattel (1.803 Meter) mit dem Jochkreuz, von wo aus einem noch einmal ein herrlicher Blick in Richtung Falkenhütte und Laliderer Wände gegönnt ist. Anschließend auf dem Fahrweg ein paar Meter abwärts und das letzte Stück links hinüber zum Karwendelhaus (1.765 Meter) marschieren. Hier kann man übrigens besonders schöne Sonnenuntergänge beobachten.

Endpuntkt: Karwendelhaus

Schutzhütten

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