Adlerweg

Adlerweg-Etappe 13: Innsbruck - Zirbenweg - Innsbruck

Echte Bergler zieht es wieder in die Berge, aber nach dem Highlife in der Stadt kommt diese leichte Etappe gerade recht. Die Beine können noch etwas ausruhen, denn man fährt mit Bus oder Straßenbahn nach Igls, von dort mit der Gondelbahn zur Bergstation Patscherkofel. Der Zirbenweg ist ein breiter Pfad ohne steile Passagen, der Richtung Osten führt. Nur leicht ansteigend geht es hinüber zur Boschebenhütte. Von dort entweder ins Viggartal zum Meißnerhaus oder zur Tulfeinalm/Halsmarterlift. Talfahrt nach Tulfes und wieder zurück nach Igls und Innsbruck. Allerdings empfiehlt es sich, von Tulfes aus auch dem schönen historischen Städtchen Hall in Tirol einen Besuch abzustatten.


Wissenswertes zu dieser Etappe

Adler Alpingeschichte · Der Ski- und Seilbahnberg Patscherkofel. Der sympathische „Glatzkopf“ ist der Hausberg Innsbrucks. Auf kaum einem anderen Berg wurde so viel Skisportgeschichte geschrieben. Zum Beispiel bei den Winterolympiaden 1964 und 1976 und bei etlichen Weltcuprennen. Bereits im Jahr 1910 trug man sich mit Plänen, eine Seilschwebebahn von Igls auf den Patscherkofel zu errichten, aber dann kamen die Balkanwirren und der Erste Weltkrieg dazwischen. Ein im Jahr 1926 neu gegründetes Aktionskomitee, die „Patscherkofel Drahtseilbahn-AG“, schaffte die Umsetzung. Am 15. Mai 1927 erfolgte der erste Spatenstich zum Bau der notwendigen Materialseilbahn, am 14. April 1928 wurde die Patscherkofel - Seilschwebebahn feierlich eröffnet. Das finanzielle Risiko und der Arbeitsaufwand waren enorm. Möglicherweise bezeichneten die Arbeiter deshalb während des Baus ein Gebäude bei der Mittelstation als „Pension Fürchterlich“. Wie auch immer – die Geschichte der Patscherkofelbahn wurde ein Erfolg.

Patscherkofelbahn (c) Innsbruck Tourismus

Adlerblick · Nach so vielen herrlichen Bergblicken kann man sich wieder einmal bücken, um etwas Schönes zu sehen. Der Alpengarten bei der Patscherkofel-Bergstation auf fast 2.000 Meter ist der höchst gelegene Botanische Garten Österreichs und birgt eine immense Zahl an Alpenpflanzen vom Hochwald bis zur Zwergstrauchheide und von der Achillea Millefolium bis zur Vitaliana Primuliflora. Mit anderen Worten von der Schafgarbe bis zur Goldprimel.

Adlerkick · Im Ampasser Kessel wächst der vermutlich älteste Baum Tirols, eine über 700 Jahre alte Zirbe. Sie wurde bereits 1926 als Naturdenkmal ausgewiesen. Der restliche Zirbenwald ist genauso imposant. Zirben wachsen bis auf 2.500 Meter Seehöhe, ertragen tiefe Temperaturen und wachsen dementsprechend langsam. Der Duft ihres ätherischen Öls gilt als beruhigend. Wer das Kind in sich entdecken will, findet am Glungezer auf 1.560 Meter in einem Waldstück die größte Holzkugelbahn der Welt mit spektakulären Bahnen und lauffreudigen Zirbenkugeln.

Details

Region: Innsbruck und seine Feriendörfer
Ausgangspunkt: Innsbruck / Igls
Endpunkt: Innsbruck / Igls
Höhenmeter bergauf: 300 m
Höhenmeter bergab: 200 m
Höchster Punkt: 2.060 m
Schwierigkeitsgrad: mittelschwierig (rot)
Streckenlänge: 8,0 km
Gehzeit: 5 h 30 min

Streckenbeschreibung

Startpunkt:Igls / Innsbruck

Vom Innsbrucker Hauptbahnhof mit dem Bus bzw. der Straßenbahn nach Igls zur Talstation Patscherkofelbahn und mit der Seilbahn zur Bergstation Patscherkofel (1.964 Meter).

Einkehrmöglichkeiten:Patscherkofelhaus

Nun gleich der Beschilderung  „Zirbenweg“ (Nr. 350) folgen, der direkt oberhalb des „Schutzhauses Patscherkofel“ auf breitem Pfad Richtung Osten führt. Hier beginnt gleichzeitig der „Naturlehrpfad Patscherkofel“ des Alpenvereins. Der breite Pfad bzw. Steig verläuft knapp oberhalb der 2.000-Meter-Marke und zumeist etwas oberhalb der Waldgrenze, jedoch nicht im baumfreien Gebiet. Es gibt hier uralte Zirbenbestände, wie der Name des Weges schon sagt. Leicht ansteigend geht es hinüber zur etwas versteckten Boscheben Hütte (2.035 Meter).

Einkehrmöglichkeiten: Boschebenalm, Glungezerhütte

Hier gäbe es eine Abzweigmöglichkeit ins Viggartal zum Meißner Haus. Auf dem Adlerweg bleibend wandert man von Boscheben in gleichbleibender Richtung weiter, dabei nördlich unterhalb der kleinen Gipfel bleiben und nirgends ins Tal absteigen. Auf dem Steig hinüber zur Tulfeinalm und von dort in wenigen Minuten ein paar Meter empor zum Halsmarterlift. Mit dem Lift nach Tulfes, von dort mit dem Bus nach Igls und von Igls mit dem Bus bzw. der (Straßen)bahn zurück nach Innsbruck.

Wer wieder zu Fuß zur Talstation der Patscherkofelbahn gehen möchte, marschiert von der Talstation Glungezerbahn am Speckbacherweg über Rinn und Sistrans nach Igls (Gehzeit ca. 3 Stunden). Von der Talstation Patscherkofel/Igls zum Hauptbahnhof Innsbruck kann man ebenfalls wandern: Von Igls nach Vill durch den Wald zur Poltenhütte; Haltestelle Tantegert, Abzweigung Richtung Bretterkeller, über eine Brücke die Autobahn queren, dann circa 200 Meter Richtung Westen zum Gasthof Bierstindl – Stift Wilten – Leopoldstraße – rechts zur Fußgängerunterführung Olympiabrücke – Südbahnstraße bis zum Bahnhof (Gehzeit ca. 1 ½ Stunden).

Endpunkt:Igls / Innsbruck

Schutzhütten

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