Architektur in Tirol

Wie jede Architektur ist auch das Bauen in den Alpen von den Bedingungen seiner Umgebung geprägt: Vom Leben zwischen Bergen, von der Witterung und von den in unmittelbarer Nähe vorhandenen Materialien. 

Traditionell bedeutete dies die Verwendung von Stein und Holz, die Errichtung von Bauwerken an geschützten Stellen sowie das Bestreben, Wind und Wetter draußen zu halten und das Innere mit viel Holz und Kachelöfen gemütlich zu gestalten. Im 21. Jahrhundert hat Funktionalität einen hohen Anspruch an die Optik und Modernität steht nicht in Konkurrenz zur alpinen Tradition. Was in letzter Zeit architektonisch auf Tirols Bergen entstanden ist, ist daher eine Hommage an den Zeitgeist in einer jahrtausendealten Umgebung.

Radikale Trendumkehr

Zahlreiche Sportstätten, Verwaltungsgebäude, Universitäten, Hotels, Aussichtsplattformen und Bergrestaurants zeugen von einem Wandel hin zu zeitaktueller Baukunst. Was moderne Architektur angeht, ist Tirol ganz auf der Höhe der Zeit. Manchmal, wie ganz besondere Projekte zeigen, sogar einen Schritt voraus. Zu danken ist dies einer lebendigen Tiroler Architektenszene ebenso wie dem Mut öffentlicher und privater Bauherren. So konnten internationale Architekten wie Zaha Hadid und Dominique Perrault neue, spektakuläre Wahrzeichen für Tirol schaffen.

Spektakurläre Bauten

Eine ganze Reihe von modernen Bauten in den Städten und auf den Bergen Tirols haben in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit der internationalen Architektengilde auf das Land im Gebirg' gelenkt. Innovative und mutige Konzepte, wie etwa die Filialen der MPREIS-Supermarktkette, die seit mehr als zwanzig Jahren von verschiedenen Architekten gestaltet werden, oder die Hungerburgbahn und Bergiselschanze von Zaha Hadid zeigen, dass Tirol längst im 21. Jahrhundert Fuß gefasst hat.

Innovative Unterkünfte

Im Hotel- und Gastronomiebereich hat Tirol die Aufmerksamkeit der internationalen Architekten schon auf sich gelenkt, mit innovativen Häusern wie dem Parkhotel in Hall, das auf einen Entwurf der klassischen Moderne zurückgeht und 2003 adäquat erweitert wurde, das Hotel Ibis am Innsbrucker Bahnhof mit seiner schwarz glänzenden Außenhaut oder das Hotel Schwarzer Adler in Kitzbühel mit seinem visionären Dachaufbau. Spektakuläre Bauten schmücken Tirols Dachgeschoss: Bergrestaurants auf höchster Ebene, mit traditionellen Materialien wie Holz und Stein und nach den Maßstäben moderner Baukunst errichtet, machen Furore.