Das Alpenverein-Museum ist seit November 2007 in der Kaiserlichen Hofburg zu Innsbruck beheimatet und zeigt in einer Dauerausstellung »Berge - eine unverständliche Leidenschaft«.

Majestätische Eiswelt: Samuel Birmann, Source de l'Arveron
Was treibt den Menschen in höchste Höhen, auf sturmumtoste Bergspitzen, in unzugängliche Regionen? Die Frage ist für jene, die dem Gipfelstürmen nicht verfallen sind, nicht leicht zu beantworten. Ja, sie bleibt sogar oft ungeklärt. In diesem Sinne setzten die Kuratoren Beat Gugger und Philipp Felsch die Sammlung des Alpenverein-Museums, das aus dem Stammhaus der Vereins in die Hofburg übersiedelte, neu in Szene und betitelten die Schau: »Berge - eine unverständliche Leidenschaft«.
Jedoch, so unverständlich, wie es in der Ausstellung ein wenig kokett behauptet wird, bleibt die Liebe zu den Bergen und dazu, sie zu bezwingen, nicht. Ganz im Gegenteil: Auf rund 700 qm finden sich Exponate des Bergsteigeralltags wie Nähzeug oder Bergschuhe berühmter Montanisten, Gemälde und Karten, wissenschaftliche Beiträge, Filme - kurz alles, was rund ums Bergsteigen von Bedeutung ist.

Gebirge im Gemälde: Ernst Platz. Schöllhornplatte - Watzmann - Ostplatte
Die Ausstellungsarchitektur stammt vom Schweizer Architektenduo »arge gillmann schnegg«, gegliedert wurde der Ausstellungsbereich in zwölf Räume, die unter zwölf Mottos gestellt sind: imaginieren - packen - schauen - gehen - Schwindel - rasten - festhalten - durchhalten - oben - erschöpft - hinunter - erinnern. Anhand dieser Titel werden die Themen Berg und Bergsteigen aus allen erdenklichen Blickwinkeln beleuchtet. Eine Orientierungshilfe beim Rundgang durch diese staunenswerte Vielfalt bietet eine Art Wanderkarte, über die die einzelnen Bereiche erschlossen werden können. Wie die Ausstellung selbst sind auch die Wanderkarte und das im Studienverlag erschienene Buch zur Ausstellung gelungene Beiträge zu einem faszinierenden Thema.
Berge, eine unverständliche Leidenschaft
Ausstellung des Alpenverein-Museums
in der Hofburg Innsbruck
geöffnet: tägl. 9:00 bis 17:00 Uhr
letzter Einlass: 16:30 Uhr