Partys feiern ist gut, Livemusik ist besser. In Tirol bietet eine ganze Reihe von Lokalen ein dichtes Konzertprogramm an.
In den Innsbrucker Viaduktbögen hat sich seit Mitte der 1980er-Jahre ein blühendes Nachtleben entwickelt: Kneipe um Kneipe sperrte auf, sodass sich mit der Zeit eine nahezu nahtlose Lokalreihe entwickelte. Hier wird gequatscht, getrunken, getanzt und bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Unter den Schienen von Innsbruck aber jene Bars ausfindig zu machen, die dem nächtlichen Besucher, der begeisterten Besucherin am besten gefallen, ist bei der Fülle des Angebotes nicht immer ganz leicht, ein gutes Kriterium ist aber, sich zuerst die Lokale mit Live-Angebot anzusehen, weil sie sich nicht nur ums leibliche, sondern auch ums geistige Wohl der Gäste kümmern.
Der außergewöhnlichste dieser Orte ist die
p.m.k – Plattform mobile Kulturinitiativen in den Bögen 19 und 20, die von einem Zusammenschluss von knapp 30 Kulturvereinen betrieben wird. Die musikalische Ausrichtung reicht – je nach veranstaltendem Verein – von Elektropop, über New Folk und HipHop bis zu Hardcore und von lokalen Bands bis zu internationalen Größen. Die Eintrittspreise sind bewusst niedrig gehalten, damit Kultur auch fürs kleine Budget möglich ist.
Ganz in der Nähe, im
Project ist der Konzertplan auf Alternative Rock und das weitere Umfeld ausgerichtet, das im Herbst 2008 eröffnete
plan b ist aus dem Couchclub hervorgegangen, der in der Anichstraße beheimatet war. Die Programmgestaltung – DJ-Abende von HipHop bis Dub und sporadische Konzerte – ist gleich geblieben, nur das Ambiente hat gewechselt.
Abseits der Viaduktbögen haben sich vor allem zwei geräumige Veranstaltungszentren etabliert, die (fast) jeden Abend Konzerte und Kabarett anbieten, in denen Partys gefeiert werden oder man sich einfach nur unterhalten kann. Der
Weekender Club in der Tschamlerstraße setzt auf Britpop und Studentenpartys, das
Treibhaus, die immer wieder verjüngte Mutter aller Veranstaltungszentren hat Jazz, Alternative Rock, Weltmusik und vieles mehr im Programm.
Aber es muss nicht immer Innsbruck sein: In Hall ist das
Kulturlabor Stromboli die erste Adresse in Sachen Jugend- und Alternativkultur, in Schwaz pflegt die
Eremitage seit Jahren ein gepflegtes Jazzprogramm, in Wörgl deckt das
Komma die Bereiche Rock und Pop ab und in Kufstein ist die
Jugend- und Kulturfabrik verantwortlich dafür, dass sich die Jugend nicht langweilt. Insgesamt also genug Gelegenheiten, seinen abendlichen Ausgang mit kulturellem Tiefgang zu erledigen.
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