Martin Scharfetter und Robert Rier haben mit dem neuen Veranstaltungszentrum „KiWi“ einen attraktiven Kultur- und Begegnungsort geschaffen.


Der Albestand des Kirchenwirts wurde renoviert …
Charmant war der denkmalgeschützte Kirchenwirt in Absam schon immer. Vor allem die große Holzveranda und der bekieste, kastanienbaumbestandene Gastgarten luden nach Spaziergängen, Kirchenbesuchen oder auch ohne besonderen Anlass zum Verweilen. Doch wie es mit alten Gemäuern so ist, wohnte auch diesem ein Hauch von Dornröschenschlaf und Verfall inne. 2010 wurde der Kirchenwirt nach Plänen von Martin Scharfetter und Robert Rier erweitert und renoviert und damit aus seinem Zauberschlaf geholt. Den alten Charme strahlt der Bau aber dennoch aus, schließlich wurden Veranda und Gastgarten nur behutsam renoviert und erstrahlen nun in neuem alten Glanz.


… und durch einen Neubau ergänzt.
Auch das Wirtshaus selbst wurde rückgebaut und bietet nun dem Gemeindemuseum Absam Platz, das ambitioniert wesentliche Bereiche der Absamaer Geschichte und Gegenwart präsentiert. Auf 520 qm Fläche werden Themen wie das Salz und der Sport behandelt – immerhin war Absam nicht nur ein Ort des Bergbaus, sondern hat auch etliche erfolgreiche Sportler, wie etwa die Skispringer Andreas Felder und Ernst Vettori hervorgebracht. Der Kunst sind die Bereiche zum Geigenbauer Jakob Steiner und zum Absamer Komponisten, Zeichner und Radiomacher Bert Breit gewidmet.
Neben dem revitalisierten Altbau entstand auch ein Erweiterungsbau zur Dörferstraße hin. Das großzügige Veranstaltungshaus ist außen verglast bzw. braunrot verkleidet und durch ein elegantes Foyer mit dem Altbestand verbunden. Im Erdgeschoss mit dem knapp 400 qm großen, teilbaren Veranstaltungssaal im dominieren helles Holz, Anthrazit, Weiß, Glas und Metall. Einige Farbflecke wie z. B. kleine Stehtische in Gelbgrün im Foyer setzen frische Akzente. Im Untergeschoss mit Kegelbahn und Partyraum wiederholen sich das Braunrot der Fassade und das Gelbgrün aus dem Foyer und machen aus den schlichten Kellerräumen gemütliche Begegnungsorte.