10 barrierefreie Ausflugstipps in Tirol


In Tirol laden zahlreiche barrierefreie Ausflugsziele Rollstuhlfahrer und Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen ein, die Natur zu genießen.

In Tirols Bergen finden Rollstuhlfahrer und Menschen mit anderen körperlichen Beeinträchtigungen zahlreiche barrierefreie Ausflugsziele. Die folgenden zehn Tipps helfen bei der Suche nach dem passenden Urlaubs- und Ausflugsziel im Tiroler Bergsommer.


1 · Aussichtsplattform „Adlerblick“ im Kaunertal


Aussichtsplattform „Adlerblick“ im Kaunertal, © Daniel Zangerl

Der Blick von der barrierefreien Aussichtsplattform Adlerblick schweift über das Kaunertal und unzählige Berge, welche die 3.000-Meter-Marke bei weitem überragen. Die Plattform thront auf einer gut 100 Meter hohen Felswand und sieht auf den ersten Blick unerreichbar für Rollstuhlfahrer aus. Über den Verpeilweg – einen breiten Schotterweg – gelangen allerdings auch sie mühelos zur Adlerblick-Plattform. Voraussetzung dafür ist ein elektrischer Rollstuhl oder ein Swisstrac ( kleine Zugmaschine), das auch ausgeliehen werden kann. Der Weg ist rund 250 Meter lang und steigt mit maximal sieben Grad an.

2 · Wellness im Aqua Dome bei Längenfeld


Wellness im Aqua Dome bei Längenfeld, © Aqua Dome

Tirols größte Therme liegt inmitten der Ötztaler Bergwelt: Der Aqua Dome beherbergt ein Thermalbad, Saunalandschaften, einen ausgedehnten Premium-Spa-Bereich und ein Vier-Stern-Superior-Hotel mit barrierefreien Suiten. Auch die anderen Hotelzimmer sind geräumig und für Rollstuhlfahrer leicht zugänglich. Das Hotel Aqua Dome ist eine von zahlreichen qualitätsgeprüften Unterkünften für Rollstuhlfahrer in Tirol.

3 · Rollstuhl-Wandertour am Mieminger Plateau


Mieminger Plateau, © Tirol Werbung/Bernhard Aichner

Das Mieminger Mittelgebirge ist eine der reizvollsten Landschaften im Inntal. Hier bietet sich für sportliche Paraplegiker eine Rundwanderung an. Vom Start bei der rollstuhlgerechten Unterkunft im Zauscherhof (Wildermieming) aus legen Rollstuhl-Wanderer die 6,2 Kilometer lange Strecke in rund 3 Stunden zurück. Die Wanderung führt am ehemaligen Bergdoktor-Haus vorbei entlang der Mieminger Kalkberge.

4 · Handbike-Tour und Besuch beim Ganghofermuseum in der Leutasch


Hohe Munde in Leutasch, © Olympiaregion Seefeld

Handbiker rollen mit Blick auf die Hohe Munde (2.662 m) bei Leutasch durch das Gaistal, eines der schönsten Täler Tirols. Direkt an der Strecke liegt das Kulturhaus Ganghofermuseum, das barrierefrei zugänglich ist. Außerdem können Handbiker auf der Strecke einige der zahlreichen Leutascher Kapellen besichtigen. Nach der Handbike-Tour erwartet Sportler das barrierefreie Alpenbad Leutasch – dort gibt es auch eine Saunalandschaft.

5 · Barrierefreie Stadtrunden durch Innsbruck


Nordkettenbahn, © Tommy Bause

Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Personen entdecken die Tiroler Landeshauptstadt auf einer barrierefreien Stadtrunde allein oder in Begleitung. Die Route führt von der Kaiserlichen Hofburg zum Goldenen Dachl und zahlreichen weiteren Sehenswürdigkeiten der Innsbrucker Altstadt. Ein Stadtwanderweg für blinde Menschen und Rollstuhlfahrer führt entlang des Flusses Sill. Sechs Infostationen mit ertastbaren Bildern geben Auskunft über die Natur rund um die Sill und den Inn. Für blinde Menschen gibt es zudem beim Tourismusbüro eine Begleitbroschüre in Brailleschrift. Den Höhepunkt bildet in Innsbruck wohl eine Fahrt mit den barrierefreien Nordkettenbahnen hinauf zur Seegrube. Dort wartet der Blick über die Stadt, das Inntal und die umliegende Bergwelt.

6 · Grawa Wasserfall im Stubaital


Gesundheitsplattform Grawa Wasserfall im Stubai, © Tourismusverband Stubai Tirol

Der breiteste Wasserfall der Ostalpen – der Grawa Wasserfall – ist eines der Highlights am „WildeWasserWeg“ im Stubaital. Ausgehend von der Grawa Alm gibt es nun einen barrierefreien Pfad, den auch Rollstuhlfahrer einwandfrei befahren können. Seit 2013 ermöglicht die „Gesundheitsplattform“ am Fuße des Wasserfalls einen optimalen Ausblick auf das Naturschauspiel.

7 · Swarovski Kristallwelten in Wattens


Swarovski Kristallwelten in Wattens, © Swarovski Kristallwelten

Schon der von André Heller geschaffene Riese, der den Eingang der Swarovski Kristallwelten in Wattens flankiert, versetzt ins Staunen. Swarovski feiert sein 120-jähriges Bestehen, und die Swarovski Kristallwelten begehen mit der Wiedereröffnung am 30. April 2015 gleichzeitig ihr 20-jähriges Jubiläum. Die Kristallwelten sind mit Aufstiegshilfen, barrierefreien Toilettenanlagen und Autoparkplätzen für Menschen mit körperlichen Einschränkungen vorbildlich ausgestattet.

8 · Schiffsrundfahrt am Achensee


Schiffsrundfahrt am Achensee, © TVB Achensee

Schon seit dem Jahr 1887 befahren Schiffe den Achensee, im Jahr 2015 ist es selbstverständlich, dass die beiden Schiffe „MS Tirol“ und „Stadt Innsbruck“ barrierefrei eingerichtet sind. Besonders empfehlenswert sind die abendlichen Rundfahrten mit Musik und Felsenleuchten. Bei Sportlern sehr beliebt ist auch die Handbike-Rundtour um den Achensee.

9 · Eine Reise ins „ewige Eis“ am Hintertuxer Gletscher


Fernerhaus am Hintertuxer Gletscher, © Hintertuxer Gletscher

In Österreichs einzigem Ganzjahresskigebiet ist allein die barrierefreie Bergfahrt mit der höchsten Zweiseilumlaufbahn der Welt ein besonderes Erlebnis. Der Ausblick von der Panoramaterrasse reicht bis zum Großglockner, zu den Dolomiten und zur Zugspitze. Aufgrund seiner vorbildlichen barrierefreien Infrastruktur ist der Hintertuxer Gletscher offizielles Trainingsgebiet zahlreicher Versehrtensportler. Im Restaurant Tuxer Fernerhaus (2.660 m) und im Vorzeigeobjekt Sommerbergalm (2.100 m) wurde bei Türen, Aufzügen und Toiletten auf eine behindertengerechte Ausstattung geachtet.

10 · Familienausflug zum „Hexenwasser“ bei Söll


Hexenwasser Hochsöll, © SkiWelt Wilder Kaiser- Brixental

Eine barrierefreie Sommerbahn bringt Besucher vom Ort Söll hinauf zum Hexenwasser, einem Wassererlebnispark für Kinder. Bei der „Zeitreise Hochsöll“ werden Besucherinnen und Besucher mit alten Handwerkskünsten und Traditionen vertraut gemacht, wie etwa Käse herstellen, Brot backen, Honig schleudern oder Wachs rollen. Menschen mit Beeinträchtigung erhalten 75 Prozent Ermäßigung bei den Eintrittspreisen.

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