Es weihnachtet sehr... Traditionelle Tiroler Weihnachtsbräuche


 

Die vorweihnachtliche Zeit wird mit vielen liebevoll gepflegten Bräuchen begangen. Und: Die Christkindlmärkte im Überblick.

Für viele ist Weihnachten die wohl schönste Zeit des Jahres. Eine besondere Atmosphäre liegt in der Luft, die Familie steht im Mittelpunkt. Charakteristisch für diese Zeit sind aber auch zahlreiche Bräuche und Traditionen, die jedes Jahr das Fest der Feste zu etwas ganz Besonderem werden lassen.


2 · Weihnachtsbäckerei


Kekse backen am Tassenbacherhof in Osttirol, © Tirol Werbung/Lisa Hörterer

Süße Köstlichkeiten: In vielen Tiroler Haushalten werden in der Vorweihnachtszeit gemeinsam Kekse gebacken. Aber die traditionellste weihnachtliche Süßspeise Tirols ist der Zelten. Die Grundzutaten setzen sich aus gedörrten Früchten, Nüssen und Brotteig zusammen.

3 · Glücksbringer


Am 4. Dezember, dem Namenstag der Heiligen Barbara, holt man traditionell Zweige von Apfel- oder Kirschbäumen, gibt diese in warmes Wasser und stellt sie neben den Ofen. Tragen die Barbarazweige bis zum Heiligen Abend Blüten, dann, so glaubt man, steht dem Glück im kommenden Jahr nichts mehr im Wege.

4 · Für „brave“ und…


Nikolausumzug in Tux, © Tux-Finkenberg/Johannes Sautner

Ganz am Anfang des Advents stehen in Tirol viele Bräuche rund um den Namenstag des Heiligen Nikolaus am 6. Dezember. In der Figur des Heiligen Nikolaus, der die braven Kinder mit kleinen Geschenken belohnt, lebt der mildtätige Bischof Nikolaus weiter. Einen besonderen Nikolausbrauch gibt es in Ischgl. Gemeint ist der so genannte „Soniklasstab“ („son-“ = Abkürzung für „sanctus“ und niklas für „Nikolaus“), der im ganzen Paznauntal einen typischen Kinderbrauch um den Nikolaustag darstellt.

5 · ...und „schlimme“ Kinder


Krampusumzug in Igls, © Tirol Werbung/Bernhard Aichner

Der Heilige Nikolaus tritt heutzutage meistens nur mehr ohne Krampus auf. Daher führt der finstere Geselle ein munteres Eigenleben und trifft sich mit seinen großen und kleinen Kollegen zum „Krampuslauf". In Tirol finden jedes Jahr Ende November/Anfang Dezember große Krampusumzüge in Reutte, Haiming, Lermoos, Kappl oder Lienz statt.

6 · Wer klopfet an?


Anklöpfler im Alpbachtal, © Alpbachtal Seenland Tourismus

In einigen Tiroler Orten kommen vor Weihnachten die „Anklöpfler“ vorbei. In kleinen Gruppen ziehen junge Männer als Hirten, Wirt, Josef und Maria verkleidet von Haus zu Haus und spielen in Liedern die Herbergssuche von Maria und Josef nach. Der Hintergrund dieses Brauchtums ist, dass man durch das Anklopfen böse Naturgeister vertreiben wollte.

8 · Unheil abwenden


Die drei Rauchnächte – am 25. Dezember, zu Silvester und am 5. Januar – genießen bei vielen Tiroler Familien noch einen hohen Stellenwert. Dabei geht die ganze Familie traditionell mit einer Pfanne voller Weihrauch durch Haus und Stall und räuchert (daher der Name) das Haus ein. Dieser uralte heidnische Brauch soll das Heim vor Unheil und Krankheit schützen.

9 · Die Heiligen Drei Könige


Sternsinger in St. Sigmund, © Tirol Werbung/Bernhard Aichner

Ein sehr schöner Brauch, der rund um das Fest der Heiligen Drei Könige am 6. Jänner in Tirol begangen wird, sind die „Sternsinger“. Kinder und Jugendliche ziehen verkleidet als die „drei Weisen aus dem Morgenland“ in den Dörfern und Städten von Haus zu Haus. Die Kinder singen Lieder und erbitten dabei eine Spende für Menschen in Not. Neben dem herrlichen Weihrauchgeruch hinterlassen sie als Zeichen für die Segnung die Jahreszahl und die Buchstaben C+M+B oben auf jeder Haustüre. Dies bedeutet „Christus Mansionem Benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“. Aus diesen drei Buchstaben C, M und B haben sich auch die Namen der drei Könige entwickelt – nämlich: Caspar, Melchior und Balthasar.

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