Paragleiten in Fulpmes im Stubaital, © Tirol Werbung/Maren Krings
© Paragleiten in Fulpmes im Stubaital, © Tirol Werbung/Maren Krings

Paragleiten in Tirol


Die Tiroler Bergwelt aus der Vogelperspektive bewundern – das geht am einfachsten mit einem Gleitschirm. Fast überall im Land gibt es gute Startplätze für Paragleiter. Anfänger versuchen es am besten mal mit einem Tandemflug.

Es reichen wenige Schritte um Schwung zu holen, der mächtige Schirm richtet sich auf, und schon gleitet alles Irdische unter den Füßen davon. Die Freiheit des Fliegens spürt man kaum irgendwo so unmittelbar wie in den Traggurten eines Gleitschirms. Wer es zum ersten Mal macht, ist erstaunt, wie entspannt dieses Art des Fliegens ist. Viele Fans des Paraglidings kommen dafür extra nach Tirol. Denn im ganzen Land gibt es zahlreiche perfekt geeignete Start- und Landesplätze.

Viele hohe Berggipfel sorgen für ein langes Flugvergnügen bis in die Täler, oft mit Höhenunterschieden von deutlich über 1.000 Metern. Wer Erfahrung hat und sich beim Thermikfliegen und Soaren in den Hangaufwinden taktisch klug verhält, der kann schon mal mehrere Stunden in der Luft bleiben und weite Strecken zum Beispiel bis nach Südtirol zurücklegen. Aber auch Anfänger ohne Paragleiterschein kommen schnell und unkompliziert zu ihrem Flugvergnügen: In allen Teilen Tirols bieten Flugschulen Tandemflüge an, bei denen man mit einem erfahrenen Pilot unter einem Gleitschirm hängt – im Sommer ebenso wie im Winter.

Richtige Hingucker sind die Paragleiter-Wettkämpfe und -treffen, bei denen unzählige Gleitschirme bunte Akzente am Himmel setzen. Zu den bekanntesten zählen der alljährliche Stubai-Cup im März, das Super Paragliding Testival mit großer Herstellerschau in Kössen, der Alpenrosencup in Westendorf und die Zillertal Open mit der Österreichischen Staatsmeisterschaft.

Paragleiten ist in Tirol fast überall erlaubt. In den vergangenen Jahren haben sich aber besondere Hotspots herausgebildet, von denen einige im folgenden kurz beschrieben werden.


Stubaital: Gleitschirm-Hotspot mit bester Thermik


Dank der vielen 3.000er-Gipfel und der außergewöhnlich guten Thermik ist das Stubaital der Tiroler Hotspot für Paragleiter schlechthin. Das Fliegen ist dort grundsätzlich ganzjährig möglich, Thermik gibt es etwa ab Februar. Die zahlreichen Bergbahnen verschiedener Skigebiete dienen als praktische Aufstiegshilfen. Gleich mehrere Flugschulen und Gleitflug-Spezialisten bieten im Stubaital ihre Dienste an. Anfänger können sich bei einem Tandemflug an diesen besonderen Sport herantasten, der das berauschende Gefühl der Schwerelosigkeit ganz ohne Motor und mit einfachsten Mitteln ermöglicht.

Wilder Kaiser: Sanfte Starthänge, zackige Berggipfel


Paragleiten von der Hohen Salve, © Tirol Werbung/Paul Kranzler

Auch die Region Wilder Kaiser ist eine echte Hochburg des Paragleitens. Vor allem auf der Hohen Salve und der Choralpe, aber auch auf dem Hartkaiser versammeln sich an thermikreichen Tagen viele Flieger mit ihren bunten Gleitschirmen. Im Sommer ebenso wie in den anderen Jahreszeiten. Es gibt zahlreiche sanfte Starthänge, und mehrere Flugschulen bieten von dort Tandemflüge an. So erhalten auch Anfänger die Möglichkeit, die wunderschöne Landschaft rund um das Kaisergebirge einmal aus der Vogelperspektive zu bestaunen.

Alpbachtal-Wildschönau: Besonders anfängertaugliches Flugrevier


In der topografisch vergleichsweise sanften Ferienregion Alpbachtal-Wildschönau bietet sich Paragleiten das ganze Jahr über an. Hausberg der Flieger ist hier das etwa 1.450 Meter hohe Markbachjoch, das sich hervorragend für Anfänger und Wiedereinsteiger eignet. Er gehört zu den landesweit beliebtesten Flugbergen. Mit 600 Metern ist der Höhenunterschied dort überschaubar, und das Gebiet ist von den starken Inntalwinden abgeschirmt. Mehrere Flugschulen bieten Kurse für künftige Piloten und Tandemflüge an.

Lienz: Flüge nach Südtirol und zum Großglockner


Seine besondere Wetterstabilität macht das Gebiet rund um Lienz in Osttirol zu einem Hotspot für Gleitflieger. Bedeutendster Startplatz ist das Steinermandl im Skigebiet Zettersfeld auf 2.200 Metern Höhe. Bei traumhaftem Blick auf die Dolomiten kann man hier unvergesseliche Tandemflüge erleben. Erfahrene Piloten nutzen Hangaufwinde und die gute Thermik für ausgedehnte Flüge bis in die Hohen Tauern oder nach Südtirol. Dabei können Höhen bis über 4.000 Meter erreicht werden – den Gipfel des nahen Großglockners, des höchsten Bergs Österreichs, hat man dann unter sich.

Zillertal: Viele Startplätze und ein Weltcup-Ort


Mit seinen vielen Start- und Landeplätzen und seinem breiten Talboden wird das Zillertal von Paragleit-Fans sehr geschätzt. Hier gibt es jede Menge Anbieter, die Anfänger zu Tandemflügen in die traumhafte Bergwelt mitnehmen und Piloten ausbilden. Vor allem rund um Zell am Ziller, mehrfach Paragleit-Weltcup-Austragungsort, sieht man bei gutem Wetter viele bunte Gleitschirme am Himmel, auch im Winter. In Fügen, Mayrhofen und Tux gibt es im Sommer, wenn die Lifte wieder in Betrieb sind, passende Bergkuppen für den Start ins Flugvergnügen.

Serfaus-Fiss-Ladis: Geheimtipp im Tiroler Oberland


Bekannt ist die Region Serfaus-Fiss-Ladis für ihr familienfreundliches Skigebiet, Paraglidern gilt sie als Geheimtipp. Tandem- und Höhenflüge sind vor allem vom Schönjoch aus Richtung Norden und Süden möglich, wo die Flieger schnell in gute Thermikwinde geraten. Der große Vorteil ist hier die Auffahrtmöglichkeit bis zum Berggrat. Kinder werden hier schon ab 6 Jahren zu Tandemflügen mitgenommen. Im Winter kann man ebenfalls Flüge buchen – dann auch mit Skiern oder Snowboards unter den Füßen.

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