Snowkiten am Achensee, © Achensee Tourismus
© Snowkiten am Achensee, © Achensee Tourismus

Snowkiten in Tirol


Was auf dem Wasser Spaß macht, muss auch im Schnee funktionieren, dachten sich die Pioniere des Snowkitens. Der neue Trend ist längst auch in Tirol angekommen, wo es einige wenige, aber umso beliebtere Hotspots für die Lenkdrachen-Wintersportler gibt.

Mit der Kraft des Windes über eine Schneefläche zu gleiten – das ist ein ganz besonderes Gefühl. Snowkiten hat sich in den vergangenen Jahren zu einer neuen, trendigen Wintersportart entwickelt. Wie beim Kiten auf dem Wasser lässt man sich von einem großen Lenkdrachen ziehen, der mit einem Gurt an der Hüfte befestigt ist. An den Füßen: wahlweise ein Snowboard oder gewöhnliche Skier. In Tirol haben sich mehrere Hotspots herauskristallisiert. Der Achensee und das Nößlachjoch am Brenner zählen zu den beliebtesten. Während die Eisfläche eines Sees für Anfänger den Vorteil hat, viel hindernisfreien Raum zu bieten, können sich in den Tiefschneehängen am Berg die Profis austoben. Bei starken Aufwinden ist dann auch das Aufwärtsfahren am Hang möglich.

Eine Handvoll Kiteschulen in Tirol bietet Anfängern Schnupperstunden und Kurse an. Denn eines ist wichtig, der eigenen Gesundheit zuliebe: Ohne professionelle Anleitung sollten sich Anfänger nicht an einen Lenkdrachen schnallen. Wer sich an die professionellen Kitelehrer hält, geht auf Nummer Sicher – und hat am Ende mehr Spaß.


Achensee: 13.000 Quadratmeter präparierte Eisfläche


Im gefrorenen Zustand ist das „Meer Tirols“, wie der Achensee auch genannt wird, der ideale Playground für Snowkiter. Die Kiteschule „Snowkite Achensee“ in Achenkirch – die erste in Tirol –  bietet in der Regel zwischen Ende Dezember und Mitte März Kurse, Schnupperkiten und die Vermietung von Material an. 13.000 Quadratmeter Eisfläche werden mit einem Pistenpully präpariert, so dass Skier und Boards hindernisfrei über den See flitzen können – ideal vor allem für Anfänger. Durch seine Lage zwischen steilen Bergmassiven darf auf dem Achensee meist mit guten Winden gerechnet werden.

Nößlachjoch/Brenner: Anfänger starten im Tal, Könner erobern den Berg


Das zu Gries am Brenner gehörende Örtchen Nößlach hat sich zu einem echten Hotspot für Snowkiter entwickelt. Die Kiteschule „Born 2 Kite“ betreibt hier zwei Snowkite-Areas und bietet auch Kurse an. Für Profis ebenso wie für Anfänger geeignet ist das Gelände im Tal auf 1.400 Metern Höhe, das auch einen Funpark mit Obstacles bereit hält. Viel weitläufiger ist allerdings das Gelände am Nößlachjoch auf bis zu 2.150 Metern Höhe. Hier herrschen oft sehr konstante Winde aus verschiedenen Richtungen. Diese wehen dort oben jedoch stärker, und die Kiter müssen unbedingt Erfahrung im freien Skiraum haben. Der Spot ist deshalb Fortgeschrittenen und Profis vorbehalten.

Reschensee: Snowkiten im Dreiländereck


Snowkiten am Reschenpass, © PROBOARDER

Südlich von Nauders treffen sich nahe des Reschenpasses auf Südtiroler Seite im Winter regelmäßig die Snowkiter, um auf auf verschiedenen Wiesen und ebenen Flächen ihrer Leidenschaft nachzugehen. Kein Wunder, bietet das Areal auf gut 1.500 Metern Höhe doch häufig hervorragende Windbedingungen. Besonders gut für Anfänger eignet sich der zugefrorene Reschensee mit seiner großen, hindernisfreien Eisfläche. Die Profis der Kiteschule „Kiteboarding Reschen“ in Graun bieten mehrtägige Kurse, Privatunterricht sowie Schnupperkurse für Anfänger an. Die Ausrüstung wird außerdem vermietet.

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