Adlerweg-Etappe 20, © Tirol Werbung/Dominik Gigler
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Adlerweg-Etappe 20: Hanauer Hütte - Württemberger Haus


Auf den beeindruckenden Berghöhen zwischen Inn und Lech, einem der letzten Wildflüsse Europas, wandert man oft sehr lange, ohne jemandem zu begegnen. Umso besser kann man sich auf die schöne Natur konzentrieren. Auf den Weg auch, denn er führt über steile Steige, Schotterreisen, Platten und seilversicherte Felsblöcke. Es geht über die Hintere/Östliche Dremelscharte (eine Variante wäre über die Vordere/Westliche Dremelscharte.) Dabei kommt man an einigen herrlich gelegenen Bergseen vorbei, u.a. kann man auch einen Schlenker zum Schlenkersee unterhalb der Östlichen Dremelscharte machen.


Wissenswertes zu dieser Etappe

Adler Alpingeschichte · Der Uhde-Bernays-Weg. Das ist wohl der interessanteste, aber trotzdem nicht allzu anstrengende Zugang zur Hanauer Hütte. Er führt von Gramais über den herrlich gelegenen Kogelsee und die Kogelseescharte und wurde nach Prof. Hermann Uhde Bernays benannt, der das Parzinngebiet erforschte. Die Sektion Hanau dankte ihm damit, dass er sich für die Veröffentlichungen des Tourengebiets um die Hanauer Hütte verdient gemacht hatte und damit maßgeblich zur frühen Bekanntheit des schönen Parzinngebietes beigetrug. Im Rahmen seiner Recherchen absolvierte er auch die Erstbesteigung der Hanauer Spitze. Die Eröffnung des Weges erfolgte 1909 gleichzeitig mit der Einweihungsfeier eines neuen Zubaus zur Hanauer Hütte, deren Bau im Jahr 1896 fertig gestellt wurde. Viele Jahre später, im Jahr 1941, wurde von der Zentrale des Deutschen Alpenvereins angeordnet, dass die nach Uhde-Bernays benannten Markierungen und Wegnamen sofort zu entfernen seien, da er der Stiefsohn eines Juden sei. Die Rehabilitierung erfolgte spät, aber doch. Mittlerweile trägt der Weg wieder den Namen dieses bemerkenswerten Mannes.

Hanauer Hütte (c) DAV Sektion Hanau

Adlerblick · Zwei im Sonnenlicht wie Smaragde glänzende Kleinode sind die Parzinnseen, die sich idyllisch in eine Karmulde schmiegen. Von ihnen wandert der Blick zur beeindruckenden Dremelspitze und Dremelscharte. Auch der Blick für botanische Besonderheiten lohnt sich: das Hochkar des Parzinn ist für seinen Reichtum an Alpenblumen bekannt.

Adlerkick · Auf der Roßkarscharte ist man trotz gespannter Seile mitunter auf allen Vieren unterwegs, besonders, wenn das Gelände nass und rutschig ist. Beim Abstieg führt der Weg in einer engen Felsrinne steil hinunter, die anschließenden Schotterfelder sind auch nicht viel bequemer. Aber bequem hat man es ja dann im Württemberger Haus.

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Ausgangspunkt  

Hanauer Hütte

Endpunkt

Württemberger Haus

Länge

11 km

Gehzeit

7 h

Der Adlerweg

Das ist eine Etappe des Adlerweges, Tirols bekanntestem Weitwanderweg.

Schwierigkeit

schwierig

Höhenlage

2.480 m

Höhenmeter

Bergauf: 1.240 m
Bergab: 930 m

Streckenbeschreibung


Startpunkt: Hanauer Hütte

Direkt hinter der Hanauer Hütte folgt man dem Schild „Württemberger Haus“. Wenig später teilt sich der Steig, an dieser Stelle Richtung „Steinseehütte“ wandern, nicht Richtung  „Württemberger Haus“. Knapp vor dem Bach teilt sich der Steig noch einmal, hier ist zweimal „Steinseehütte“ angeschrieben. Für die Hintere/ Östliche Dremelscharte wählt man die Route Nr. 625 (links). Ab nun folgt man stets der Beschilderung „Steinseehütte“. Es geht bald über einen steilen Hang hinauf und in den Kessel zwischen Dremelspitze und Kleiner Schlenkerspitze. Nach der Querung von Schuttreisen zieht ein tadelloser Steig durch ein Schuttkar steil empor in Richtung Östliche Dremelscharte. Im obersten Teil muss eine schmale, seilversicherte Rinne (Schutt) durchquert werden. Auf der anderen Seite leitet der Steig durch Wiesen zunächst steil hinunter und anschließend meist sanft absteigend am hübschen Steinsee vorbei zur Steinseehütte.

Einkehrmöglichkeiten: Steinseehütte

Ab hier abermals ein kurzes Stück abwärts wandern, dann gemütlich ansteigend zur Steinkarscharte hinauf. Dahinter werden Grashänge bzw. Schuttreisen gequert, ehe der Steig stärker ansteigend durch Felsen und anschließend durch Schotter zur Roßkarscharte führt. Nach der Scharte in einer engen Felsrinne, wo Seile gespannt sind, steil hinunter, später im etwas breiter werdenden Kar auf Schutt in ein Becken hinuntersteigen. Anschließend quert der Steig Wiesenhänge und Schuttreisen und steigt dabei mäßig an. Schließlich zieht die Route steil empor zum Gebäudjoch. Dahinter wird’s ein bisschen unbequem: es geht auf schwarzer Erde und einem schlechten, nicht versicherten Steig steil abwärts und hinüber zu Grashängen. Diese werden gequert, anschließend folgt man dem Weg in Serpentinen hinunter zum Württemberger Haus (2.220 Meter), das wunderschön eingebettet im runden Kessel des Obermedriol liegt.

Endpunkt:Württemberger Haus

Infos zum Ort
Anreise

Ihre Zieladresse: Pfafflar

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