Adlerweg-Etappe 23: Lechtaler Alpen, © Tirol Werbung/Dominik Gigler
© Adlerweg-Etappe 23: Lechtaler Alpen, © Tirol Werbung/Dominik Gigler
Adlerweg-Etappe 23: Vordersee, © Tirol Werbung/Christian Klingler
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Adlerweg-Etappe 23, © Tirol Werbung/Christian Klingler
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Adlerweg-Etappe 23: Kaiserjochhaus, © Tirol Werbung/Christian Klingler
© Adlerweg-Etappe 23: Kaiserjochhaus, © Tirol Werbung/Christian Klingler

Adlerweg-Etappe 23: Ansbacher Hütte - Kaiserjochhaus


Noch immer bestimmen die Lechtaler Alpen mit ihren schwindelnden, aber wunderbar aussichtsreichen Höhen den Tourenverlauf. Flarschjoch – Knappenböden – Alperschonjoch heißen die ersten Stationen dieser Etappe, danach kann man sich entscheiden, ob man den bergsteigerisch anspruchsvollen Haas-Weg oder die sanftere Variante wählt. Damit noch nicht genug der Herausforderung. Auch der Steig zum Kaiserjochhaus auf 2.310 Meter hält abschüssiges Gelände und zahlreiche versicherte Passagen parat, sodass man sich eine ebene Fläche fast nicht mehr vorstellen kann. Die Liegestatt im Kaiserjochhaus steht dann aber wieder schön gerade.


Wissenswertes zu dieser Etappe

Adler Alpingeschichte · Mühsame Viehtriebe über die Jöcher. Die Almen in den hintersten Lechtaler Seitentälern, nördlich der Lechtaler Kammlinie, haben urtümliche, rätoromanische Namen: Almajur, Fallesin, Kridlon … Sie wurden wesentlich früher als das Lechtal vom südlich gelegenen Stanzertal aus besiedelt. Man verwendete dazu die gut gangbaren Jöcher: Alperschonerjoch, Kaiserjoch, Almajurjoch. Bis noch vor wenigen Jahren wurden im Frühjahr die Tierherden von Treibern und Hirten über die zumeist verschneiten Jöcher auf die Almen getrieben, im Herbst erfolgte der lange und anstrengende Marsch wieder zurück. Der erzeugte Käse (bis zu 80 Kilo-Laibe) und die Butter wurden von starken Männern in Schwerarbeit über die Jöcher heimgetragen. Flurnamen wie „Martereck“ zeugen noch von diesen Strapazen. Heute sind die Almen mit Bergstraßen vom Lechtal aus erschlossen, die Tiere werden auf der Straße über den Arlberg transportiert.

Adlerweg-Etappe 23 (c) Tirol Werbung/Christian Klingler

Adlerblick · Der Malatschkopf ist 2.388 Meter hoch und liegt östlich vom Kaiserjochhaus, wo der direkte Aufstieg beginnt. 30 Minuten braucht man dazu, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt erforderlich, aber die Fleißaufgabe lohnt sich: Der Gipfel bietet eine herrliche Aussicht über das Stanzer Tal.

Adlerkick · Der Haas-Weg durch die Südabbrüche der Vorderseespitze ist nichts für Angsthasen, sondern ein anspruchsvoller Tourenabschnitt für geübte Bergsteiger. Die abschüssigen, schrofigen Felsflanken sind vielfach mit Seilen versichert. Wem dieser Abschnitt trotzdem zu scharf ist, kann vom Alpschonerjoch absteigen und am Vordersee vorbei wieder auf den ursprünglichen Höhenweg schwenken.

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Ausgangspunkt  

Ansbacher Hütte

Endpunkt

Kaiserjochhaus

Länge

8,5 km

Gehzeit

5 h

Der Adlerweg

Das ist eine Etappe des Adlerweges, Tirols bekanntestem Weitwanderweg.

Schwierigkeit

schwierig

Höhenlage

2.481 m

Höhenmeter

Bergauf: 520 m
Bergab: 580 m

Streckenbeschreibung


Startpunkt:Ansbacher Hütte

Von der Ansbacher Hütte geht es sanft ansteigend auf einem guten Steig hinauf zum Flarschjoch. Kurz unterhalb des Jochs gibt es eine Abzweigmöglichkeit zur Memminger Hütte, der Adlerweg führt jedoch vom Flarschjoch durch Schutt und Wiesen sanft hinunter Richtung Knappenböden, danach durch Schuttreisen fast eben hinüber zum Alperschonjoch mit dem kleinen Kreuz. Nun fällt der Steig zunächst ein wenig ab, ehe er in Serpentinen wieder nach oben führt und schließlich zum Vordersee hinunter leitet. Diese Passage durch die Südabbrüche der Vorderseespitze heißt Haas-Weg. Der Haas-Weg quert meist Wiesen sowie abschüssige, schrofige Felsflanken und Rinnen, die an etlichen Stellen mit Seilen versichert sind. Ab dem Vordersee geht es vorerst mäßig steil in Richtung Hinterseejoch. Zum Joch hin nimmt der Steig deutlich an Steilheit zu und zieht in Serpentinen auf erdigem Grund zur Einsattelung. Auf der anderen Seite des Hinterseejochs geht es abermals in Serpentinen mäßig steil hinab. Der Steig quert dann leicht abfallend die Schuttreisen hinüber Richtung Westen und steigt ein Stück unter der Kridlonscharte erneut an. In diesem Bereich ist mit erdigem, mitunter rutschigem Untergrund zu rechnen. Schließlich führt der Steig etwas ausgesetzt im Fels durch einen Kamin empor zur Kridlonscharte, wobei man auch wieder Drahtseile als Hilfe hat. Danach geht es durch Bergwiesen hinunter, an einer Felsnase vorbei. Der Steig hält sich weiter in Richtung Westen und quert die Hänge zum Kaiserjochhaus. Die stellenweise sehr schmale Route führt durch steiles, abschüssiges und felsiges Gelände mit zahlreichen versicherten Passagen und einem steten Auf und Ab. Die letzten Meter führen durch schöne Bergwiesen ans Ziel, das einladende Kaiserjochhaus auf 2.310 Meter ist erreicht.

Endpunkt:Kaiserjochhaus

Infos zum Ort
Anreise

Ihre Zieladresse: Kaisers

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