Adlerweg Etappe O4: Bonn-Matreier-Hütte, © Bonn-Matreier-Hütte
© Adlerweg Etappe O4: Bonn-Matreier-Hütte, © Bonn-Matreier-Hütte
Adlerweg Etappe O4: Badener Hütte, © Badener Hütte
© Adlerweg Etappe O4: Badener Hütte, © Badener Hütte

Adlerweg-Etappe O4: Bonn-Matreier Hütte - Badener Hütte


Die wunderbare Gegend ist aussichtsreich und steinreich. Deshalb geht es von der Bonn-Matreier-Hütte zuerst durch viel Geröll Richtung Säulkopf. Will man ihn nicht besteigen, biegt man ab zur Kälberscharte, später passiert man die schärfere Galtenscharte und arbeitet sich Schritt für Schritt immer weiter zum Hoheitsgebiet des Großglockners vor. Der Galtenboden beeindruckt mit bizarren Steinformationen, wer noch einen Gipfel will: Der Steig zur Hohen Achsel ist anspruchsvoll und versichert. Vor der Badener Hütte plätschert ein munterer Bach zur Begrüßung. Die markante Kristallwand oberhalb der Hütte erinnert an die Eiger-Nordwand, manche Bergfexe werden hier schon ihre nächste Herausforderung sehen.


Wissenswertes zu dieser Etappe

Adler Alpingeschichte · Die Probehütte der Badener Hütte. Als die Sektion Baden bei Wien des OeAV beschloss, eine Schutzhütte zu errichten, erkundeten die Brüder Malcher das Gebiet zwischen Innsbruck, München und Meran auf der Suche nach einem geeigneten Hüttenstandort. Sie wurden im Frosnitztal fündig. Der Platz war ideal, aber bei den schwierigen Bedingungen auf einer Höhe von 2.608 Meter musste man zuvor sichergehen, dass die Baupläne funktionierten. Deshalb wurde im Jahr 1910 die Hütte probeweise komplett in Mödling bei Wien aufgebaut. In viele Einzelteile zerlegt verfrachtete man sie nach Matrei i.O., das Gewicht des Materials betrug 45.000 Kilo. Wegen des unwegsamen Geländes konnten davon nur 8.000 Kilo mit Lasttieren transportiert werden, also mussten wieder die Alpen-Sherpas heran. Der unermüdlichste aller Träger namens J. Gandler schleppte über sechs Wochen täglich 142 Kilo den anstrengenden Weg hinauf. Die Badener Hütte wurde 1911 fertig gestellt, danach wurden Zustiegswege gebaut und eine Trinkwasserleitung gelegt. 1959 wurde die Hütte vergrößert und ein Matratzenlager errichtet. Ein Zeitzeuge ist noch heute dort anzutreffen - in der gemütlichen Gaststube steht ein 100 Jahre alter Tisch, an dem schon die Brüder Malcher saßen.Badener Hütte (c) ÖAV Sektion Baden/Ralph Macher

Adlerblick · Am Säulkopfgipfel reibt man sich bei guter Sicht die Augen: Kann es einen erhebenderen Ausblick geben? Der schneebedeckte Großvenediger, das Großglocknermassiv, die Höhenzüge der Zentralalpen und sogar die Bergspitzen der weit entfernten Dolomiten sind zu sehen.

Adlerkick · Die Galtenscharte ist ein hochalpiner Übergang, der einige Anforderungen in den Weg legt, zum Beispiel gewaltige Granitblöcke und wackelige Felsplatten. Auch die etwas unwegsame Routenführung erfordert ungeteilte Aufmerksamkeit. Auf der Scharte hebt man bei einer Rast wieder den Blick vom Boden und lässt ihn übers herrliche Tauernpanorama schweifen.

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Ausgangspunkt  

Bonn-Matreier-Hütte

Endpunkt

Badener Hütte

Länge

10 km

Gehzeit

5 h

Der Adlerweg

Das ist eine Etappe des Adlerweges, Tirols bekanntestem Weitwanderweg.

Schwierigkeit

schwierig

Höhenlage

2.870 m

Höhenmeter

Bergauf: 800 m
Bergab: 950 m

Streckenbeschreibung


Startpunkt: Bonn-Matreier-Hütte

Ein Stück oberhalb der Bonn-Matreier-Hütte (ca. 8-10 Minuten Gehzeit), zweigt bei Wegtafeln der Steig nach rechts ab. Man durchschreitet einen steinigen Bergtrog und erreicht schließlich die schrägen Felstürme der Kälberscharte (2.791 Meter). Auf beiden Seiten der Scharte erleichtern Treppen und Stahlseile den Übergang ins Kleine Niltal, so bezwingt man auch den Aufstieg zur höher gelegenen Galtenscharte relativ problemlos. Nun erfolgt der steile, fordernde Abstieg hinunter zum Mailfroßnitzbach, obwohl man die 600 Höhenmeter später wieder wett machen muss. Der obere Teil des Steilstückes ist stahlseilversichert, im Mittelstück erwartet einen oft auch im Sommer ein hartnäckiges, steiles Schneefeld. Wenn man Glück hat und der Wegabschnitt schneefrei ist, verläuft der Steig durchgehend. Weiter unten wird das Gelände flacher, der Abstieg endet bei der Brücke über den Mailfroßnitzbach. Etwa 40 Meter unterhalb der Brücke befindet sich die Fortsetzung des Steiges. Hoch über dem Froßnitztal quert man nun die grünen Hänge der Hohen Achsel von Süden nach Norden und passiert dabei landschaftlich sehr abwechslungsreiche Teilstücke. Kurze Stellen sind stahlseilversichert, man kommt an zahlreichen kleinen Bächen vorbei. Auf der sogenannten Achsel befindet sich ein grasumwachsener, von einer Moräne abgedichteter Tümpel. Hier verbindet sich der Venediger Höhenweg mit dem Talweg. Es geht weiter in Richtung „Badener Hütte“, wobei man eng hintereinander gereihte Moränen und schließlich die Brücke am Froßnitzbach überschreitet. Es folgen einige Rücken und Mulden, die den Schneehühnern Schutz bieten. Schließlich gelangt man zur Seitenmoräne des Frosnitzkees´, dort hält man sich rechts und wandert weiter, bis man das Etappenziel, die Badener Hütte (2.608 Meter) am Großvenediger, erreicht. Wegbeschreibungen siehe auch „Osttiroler Wanderbuch“ von Walter Mair.

Endpunkt: Badener Hütte

Infos zum Ort
Anreise

Ihre Zieladresse: 2, Matrei in Osttirol

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