Skitouren

Die tief verschneiten Berge Tirols locken jedes Jahr zahlreiche Skitourengeher in die Natur. Kaum ein Land bietet so viele Tourenmöglichkeiten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden wie das Land im Gebirg'. Ein umfangreiches Hüttenangebot sichert gemütliche Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten.

Beim Skitourengehen erleben Sie die Berge von einer außergewöhnlichen Seite. Eine unberührte, tief verschneite Winterlandschaft beeindruckt mit absoluter Ruhe und eindrucksvollen Ausblicken. Das vielseitige Angebot an Ein- und Mehrtagesskitouren wird dabei zusätzlich durch verschiedenste Nachtskitouren entlang der Pisten erweitert. In vielen Regionen genießen Einsteiger geführte Skitouren mit ortskundigen Bergführern. Wer sich hingegen alleine auf den Weg macht, stimmt seine Tour auf die aktuelle Schnee-, Wetter- und Lawinensituation ab. Sicherheit hat stets oberste Priorität. In den Bergen ist jeder Tourengeher für sich und die ganze Gruppe verantwortlich. Verantwortungsbewusste tragen eine komplette Lawinenausrüstung (Verschüttetensuchgerät, Sonde und Schaufel) und ein Handy bei sich. Im Idealfall wird ein Airbag-Rucksack, der den Tourengeher bei einem Lawinenabgang an der Oberfläche hält, mitgeführt. In kostenlosen SAAC-Kursen (Snow and Avalanche Awareness Camps) – das sind mehrtägige Lawinencamps mit Hintergrundinformationen und Praxistipps für alle, die sich abseits gesicherter Pisten bewegen – erlernen Sie die Handhabung Ihrer Ausrüstung unter professioneller Anleitung und erhalten Informationen zur Beurteilung von Schneedeckenaufbau, Routenwahl und Lawinenkunde.

Geheimtipps unter den Tiroler Skitouren

Die Zahl der Tiroler Skitourenberge ist nahezu unüberschaubar. Dennoch gibt es einige besondere Routen, die Ihnen noch lange in Erinnerung bleiben werden.

4 Tipps für Anfänger
  • Die Urgtaler Berge in der Region Serfaus-Fiss-Ladis bieten sich besonders für Anfänger an, die den Skitouren-Sport kennenlernen möchten.
  • Geführte Einsteigertouren, wie die Schmugglertour ausgehend vom Skigebiet Fiss-Ladis in Richtung Samnaun, erschließen Neulingen das Skitourengehen.
  • Die Skitour auf den Gerlosstein (2.166 Meter) zur Arbiskogelhütte im Zillertal eignet sich dank des abwechslungsreichen Geländes auch für Anfänger. Hier wechseln sich steilere Passagen und leichte Abschnitte angenehm ab.
  • Die Harschbichltour bei St. Johann in Tirol bietet ebenfalls einen leichten Einstieg in das Skitouren-Vergnügen. Der Aufstieg erfolgt dabei entlang der Piste. Bei späteren Abfahrten nach Liftschluss ist die Piste Jodelalm jeden Tag frisch präpariert.
4 Tipps für Fortgeschrittene
  • Nützt man die Liftanlangen des Pitztaler Gletschers, rückt Tirols zweithöchster Berg, die Wildspitze (3.768 Meter), in greifbare Nähe. Erfahrung im hochalpinen Gelände ist allerdings absolute Voraussetzung.
  • Auch das Sellraintal bei Innsbruck wartet mit einer Vielzahl an Skitouren auf. Besonders bemerkenswert ist der Tourenlehrpfad zur Lampsenspitze (2.875 Meter). Auf sechs großen Schautafeln entlang der Tour erwarten Sie konkrete Übungen, mit deren Hilfe Skitouren-Theorie vor Ort praktisch angewandt werden kann.
  • Das Wattental, ein Seitental des Inntals, eröffnet ausgehend von der Lizumer Hütte eine Vielzahl an erlebnisreichen Tourenmöglichkeiten.
  • Von der Rofanspitze (2.259 Meter) in der Achensee-Region erwartet Sie eine traumhafte Abfahrt, bei welcher Sie mehr als 1.600 Höhenmeter überwinden. Der Aufstieg lässt sich hingegen mit der Gondelbahn auf 400 Höhenmeter verkürzen.
2 Tipps für mehrtägige Skitouren
  • Ein besonderes Schmankerl für erfahrene Skitourengeher ist eine viertägige Rundtour zwischen Steinberghaus und Neuer Bambergerhütte in den Kitzbüheler Alpen.
  • In Osttirol können konditionsstarke Skitourengeher die fünf- bis sechstägige Skitour „Hoch Tirol“ unternehmen. Diese Tour führt Sie unter anderem auch auf Österreichs höchsten Berg, den Großglockner mit 3.798 Metern.