Manchmal kann es ganz schön innovativ sein, wenn man zu den Ursprüngen zurückkehrt - und zum Beispiel Käse aus naturbelassener Kuhmilch herstellt!

Heumilchkäsekühe aus dem Alpbachtal; © Käserei Reith. i A.
Zunächst: Heumilchkäse ist ein Käse, der aus Milch gemacht wird, für deren "Produktion" die Kühe Gras oder Heu gefressen haben. Das kommt uns bekannt vor, so haben wir´s in der Schule gelernt. Aber es geht auch anders: zum Beispiel, indem man das gemähte Gras
nicht zu Heu trocknet und anschließend in der Tenne (Heuboden) oder den wunderschönen Heustadeln in der Gegend lagert, sondern indem man zu einem fünf, zehn oder zwanzig Meter hohen Beton-Silo fährt und das Gras oben hinein schüttet. Oder, noch neumodischer, indem man das Heu in Plastik einschweißt und in Ballen verwandelt.
In den ästhetisch nicht besonders ansprechenden Silos bzw. Plastikballen gärt das Grünfutter (was man oft deutlich auf Spaziergängen riechen kann), verändert seine Konsistenz, trocknet schließlich ab und was übrigbleibt ist eine Art grau-grüner Staub: das Tierfutter. Dieses wiederum wird von Kühen, Kälbern und Rindern in Fleisch, bzw. in Milch verwandelt. Und aus dieser Milch wird Käse gemacht. Fertig ist das Qualitätsprodukt.

Heimilchkäsepalette vor dem überwältigenden Panorama des Alpbachtales © Käserei Reith. i. A.
Ganz anders in den Heumilchregionen, ganz anders im Alpbachtal. Hier fressen die Kühe sommers Gras auf den umliegenden Almen und im Winter bekommen sie
duftendes Heu zu fressen. Der Unterschied im Geschmack der Milch ist eklatant - "Trinkmilch" (am besten natürlich am Hof selbst genossen) wird hier wirklich zu einem Erlebnis. Dass dann der daraus gewonnene Käse natürlich auch etwas ganz Besonderes ist, versteht sich wohl von selbst!
65 Alpbachtaler Bauern liefern täglich ihre frische Heumilch zur Käserei in Reith. Hier wird
die Milch zu Käse veredelt - "veredelt" im wahrsten Sinne des Wortes. Über zehn verschiedene Sorten sind es mittlerweile schon: die Palette reicht vom Bergkäse über Tilsiter, Emmentaler bis hin zu Bier- und Bärlauchkäse. Besonders originell ist natürlich der Alpbach-Taler - der weit mehr ist als eine launische Wortspielerei....
Erhältlich sind die Produkte natürlich im angeschlossenen Käse-Laden, im Lebensmittelhandel, in der Gastronomie - und neuerdings auch für verwöhnte Feriengäste als Käsedelikatesse im
"Alpbachtaler Bauernfrühstück".