Steinzeitliche Funde von Skeletten und bearbeiteten Knochen in der Tischoferhöhle im Kaisertal bei Kufstein bezeugen eine frühe Besiedlung des Alpenraums.
16/15 v. Chr.
Die Römer erobern das Alpengebiet. Das Gebiet Nordtirols wird Teil der römischen Provinz Rätien, Osttirol gehört zu Noricum.
50 n. Chr.
Die Via Claudia Augusta wird als wichtige Nord-Süd-Verbindung über den Reschen- und den Fernpass in die römische Provinzhauptstadt Augusta Vindelicorum, dem späteren Augsburg, gebaut.
200 n. Chr.
Der Weg über den Brenner wird zur wichtigsten Verbindungslinie über die Alpen. Die Römer errichten das das Kastell Veldidena. Der Name des heutigen Stadtteils Wilten geht auf den römischen Namen Veldidena zurück.
400 n. Chr.
Das Christentum - seit 380 römische Staatsreligion - verbreitet sich in Tirol. Die Patrozinien St. Laurentius, St. Peter, St. Andreas und anderer frühchristlicher Heiliger weisen darauf hin.
550 - 600 n.Chr.
Im Zuge der Völkerwanderung werden römische Siedlungen in Osttirol zerstört. Slawen siedeln im Lienzer Becken.
Das mit Marktrechten der Grafen von Andechs ausgestattete "Insprucke" wird erstmals urkundlich erwähnt.
1258 - 1295
Meinhard II. von Görz-Tirol einigt Tirol.
1363
Mit dem Tode Graf Meinhards III., des einzigen Sohnes von Margarethe Maultasch, erlischt das Haus Tirol-Görz. Tirol geht durch Erbschenkung an Herzog Rudolf IV., den Stifter, von Habsburg. Seine Brüder übernehmen die Regierung.
1406 - 1439
Herzog Friedrich IV. mit der leeren Tasche verlegt die Residenz von Meran nach Innsbruck.
1446 - 1490
Landesfürst Sigmund der Münzreiche errichtet in Tirol viele Burgen, die seinen Namen tragen. Er verlegt die Münzstätte von Meran nach Hall i. T.
1490
Maximilian I. (ab 1508 Kaiser) wird Landesfürst von Tirol.
Nach dem Tode des Grafen Leonhard von Görz fallen die Görzer Besitzungen an die Habsburger.
1500
Maximilian I. errichtet das Goldene Dachl.
1511
Maximilian I. erlässt das berühmte "Landlibell", eine Wehrordnung, die den Tirolern einerseits die Pflicht auferlegt, das Land selbst zu verteidigen. und sie andererseits davor bewahrt, in anderen Teilen des Reichs kämpfen zu müssen.
1519
Tod Kaiser Maximilians I.
1522
Nach der Aufteilung der habsburgischen Erblande auf die Enkel Maximilians, Karl V. und Ferdinand I., untersteht Tirol Ferdinand I.
1525
In Tirol kommt es zu Bauernaufständen unter der Führung von Michael Gaismair. Sein Plan in Tirol eine demokratische, lutherische Bauernrepublik zu errichten, scheitert.
Kurfürst Moritz von Sachsen dringt mit seinem Heer in Tirol ein. Verwüstungen und Plünderungen sind die Folge.
1564 - 1595
Nach dem Tod Kaiser Ferdinands I. werden die österreichischen Länder unter seinen Söhnen aufgeteilt; seither hat Tirol wieder einen eigenen Landesfürsten: Erzherzog Ferdinand II. regiert in Innsbruck.
1602 - 1618
Erzherzog Maximilian III., "der Deutschmeister", regiert Tirol.
Mit dem Tod der Söhne Claudia de Medicis sterben die Tiroler Habsburger aus. Tirol wird eine Provinz und fällt wieder in die Zuständigkeit Wiens.
1669
Gründung der Innsbrucker Universität
1703
Die Bayern fallen im Zuge des Spanischen Erbfolgekrieges in Tirol ein ("Bayerischer Rummel"). Tiroler Schützenkompanien schlagen sie zurück. Errichtung der Annasäule.
1740 - 1790
Maria Theresia und Josef II. reformieren die Verwaltung, die Landwirtschaft, das Steuer- und Bildungswesen; Einführung der allgemeinen Schulpflicht und Abschaffung der Folter.
1805
Im Frieden von Preßburg muss Österreich Tirol und Vorarlberg an Bayern abtreten. Tirol hört auf zu existieren. Religiöse Bräuche werden eingeschränkt und Rekruten werden ausgehoben. König Maximilian Joseph I. lässt das Theater renovieren und verhindert die Auslagerung der Statuen des Maximiliangrabmals aus der Hofkirche.
Tiroler Freiheitskämpfe gegen die bayerische Besatzung. Anfängliche Erfolge der Tiroler unter der Führung von Andreas Hofer; am Ende wird der Aufstand niedergeschlagen; Andreas Hofer ist auf der Flucht.
1810
Andreas Hofer wird in Mantua erschossen.
1814/15
Das Ende der napoleonischen Herrschaft wird im Wiener Kongress besiegelt. Tirol fällt wieder an Österreich zurück. Brixen- und Zillertal und die Herrschaft Vils werden mit Tirol vereinigt.
1848
Revolution in Wien. Kaiser Ferdinand I. flieht nach Innsbruck. Ein Jahr später nimmt der Kaiser alle Liberalisierungversprechungen wieder zurück.
2. Hälfte des 19. Jh.
Tirol wird verkehrsmäßig erschlossen: Ab 1858 fährt zwischen Kufstein und Innsbruck die Bahn. 1867 wird die Brennerbahn eröffnet. Die Giselabahn bringt ab 1875 Reisende in die Kitzbüheler Alpen. Die Arlbergbahn wird 1884 eröffnet. Deutscher und Österreichischer Alpenverein erschließen die Bergwelt.
Im Frieden von St. Germain werden Südtirol und das Trentino an Italien abgetreten.
1938
Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Österreich; Tirol und Vorarlberg werden zu einem Reichsgau vereinigt, Osttirol wird zu Kärnten geschlagen.
1939 - 1945
Zweiter Weltkrieg. 1940 tritt Hitler Südtirol endgültig an Mussolini ab.
Nordtirol untersteht der französischen, Osttirol der englischen Besatzungsmacht.
1946
Die Pariser Friedenskonferenz verweigert Südtirol das Selbstbestimmungsrecht und bestätigt die Brennergrenze.
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