Was den Wanderern ein endloses Paradies, ist für hunderte Rinder die Sommerheimat.


Einen weiten Marsch von den hohen Lechtaler Almen müssen Senner und Tiere zurücklegen, bis sie endlich gegen Mittag im Dorf eintreffen.
"Der typische Bauer im Lechtal besitzt nur 7 bis 10 Kühe, vielleicht 5 große Betriebe haben 30 Stück Vieh im Stall stehen," erzählt Andrea Weger aus Elbigenalp. Deshalb blieb der Almabtrieb Jahrzehnte lang auch ein kleines Zusammentreffen der Senner. Noch heute ist dieses Fest gemütlich und strahlt daher ein besonderes Flair aus.
Lechtaler Bäuerinnen bieten Spezialitäten wie Hauswürste, Speck, Butter, Bergkäse, Honig und Marmelade an. Stickereien, biologische Öle und Cremes oder getrocknete Kräuter gibt es ebenfalls zu kaufen. Nachdem die Tiere im Dorf eingetroffen sind, wird`s im Festzelt gemütlich. Für das leibliche Wohl ist mit zahlreichen Ständen heimischer Betriebe gesorgt. Am Abend halten alle Älpler, Hirten und Treiber mit lautem Schellenklang im Festzelt Einzug. Anschließend wird die prächtigste Schelle versteigert und die „verwachsenen“ Älpler bekommen eine anständige Rasur.


Almabtrieb in den kleinen Gemeinden des Lechtales: ein stimmungsvolles Bauernfest.
Stanzach, 10. September 2011
Festprogramm:bca. 11.30 Eintreffen der geschmückten Kühe von der Alpe Fallerschein,
ab 12.00 geselliges Beisammensein am Dorfplatz bei Musik. Bauernmarkt der Lechtaler Spezialitäten
Steeg, 17. September 2011
Am 17.09. veranstaltet die Landjugend Steeg wieder ihren Almabtrieb. Über 200 Stück Vieh von vier Almen treiben die „Älpler“ und Hirten nach Steeg. Programm: ca. 10.30 Uhr Festbeginn im Festzelt beim Sportplatz und Eröffnung des Umzugs durch die Musikkapelle Hägerau.
Einzug des Krabacher Viehs (ca. 100 Stück), Einzug des Bockbachalm und Alpeles Viehs (ca. 70 Stück), Einzug des Stieralpviehs (ca. 80 Stück, Verzögerung bei der Zeiteinteilung vorbehalten)