Wildbeeren, © Tirol Werbung / Kathrin Koschitzki
Wildbeeren, © Tirol Werbung / Kathrin Koschitzki

Superfood am Wegesrand: Nüsse, Speiselaubbäume, Beeren, Wildkräuter

Immer mehr Menschen sehnen sich nach natürlichen Lebensmitteln, frei von Pestiziden und so naturnah wie möglich angebaut. In Tirol findet man in den naturbelassenen Wäldern und Wiesen eine Vielzahl davon.

Ein besonders köstliches Schmankerl gibt es an vielen Wegesrändern, die Haselnuss. Die Farbe der Nussschale verrät, ob die Nuss genussreif ist. Dazu eine Nuss aus dem Fruchtbecher nehmen. Ist die Nussschale an der Unterseite braun, so steht dem Nussgenuss nur noch die Schale im Weg und die lässt sich mit einem Stein knacken.

Hoch hinauf geht es, wenn man an die Blätter der Speiselaubbäume kommen möchte. Ahorn, Linde und Birke bieten im Frühjahr ganz besonders zarte Blätter, die sich perfekt zum Aufpeppen von einem Salat oder einem Butterbrot eignen. Solange die Blattadern noch weich sind und sich mit dem Finger zerreiben lassen, schmecken die Blätter köstlich.

In der Nähe von Waldwegen und im Gebirge verstecken sich je nach Jahreszeit unterschiedliche Beeren, zum Beispiel Brombeeren, Himbeeren, Walderdbeeren, Heidelbeeren oder Preiselbeeren. Am besten ist eine kleine Tüte oder eine Jausenbox zum Sammeln immer im Gepäck dabei.

Ein wahres Schlaraffenland öffnet sich bei einer Wildkräuter-Wanderung, bei der man entweder alleine oder in der Gruppe auf die Suche geht. Es warten Bärlauch, Wilder Schnittlauch, Wacholder, Frauenmantel, Sauerklee, Giersch, Knoblauchsrauke, Malve, Franzosenkraut, Taubnesseln, Dost, Quendel, Vogelmiere, Brennnessel, Ehrenpreis, Spitz- und Breitwegerich, Holunder, kriechender Günsel, Gänseblümchen, Rainkohl, Wiesenbärenklau, Löwenzahn, Rotklee, Weißklee, Mädesüß, Wilde Rosen und viele mehr.

Die perfekte Gesundheitskombi

Viele Wildkräuter wirken sehr anregend. Es ist daher für Wildkräuter-Anfänger empfehlenswert, Wildkräuter nur in kleinen Mengen den Gerichten beizumengen oder mit Küchenkräutern zu mischen.

Wildkräuter passen zu allen Gerichten, in die man Spinat oder Küchenkräuter mischen kann. Beim Kosten des rohen Wildkrauts, erkennt man sofort, ob es geschmacksintensiv ist oder nicht. Von geschmacksintensiven Kräutern  nur ganz wenige Blättchen verwenden, bei den milden Kräutern kann üppiger zugelangt werden, zum Beispiel bei Giersch oder Taubnesseln.

Der besondere Tipp

Wildpflanzen punkten durch einen besonders hohen Wirkstoffgehalt, zum Beispiel decken 33 g Brennnesselblätter den Vitamin C Tagesbedarf, bzw. 100 g davon ¾ des Kalzium-Tagesbedarfs.

Sammeltipps

Als Faustregel gilt, maximal ¼ der Pflanze nehmen und die Pflanze niemals ausreißen, sondern abschneiden. Der nachkommende Wanderer sollte nicht erkennen, dass bereits jemand vor ihm gesammelt hat, so wird den Pflanzen eine Überlebenschance geschenkt.

Wie alles, das man erntetet, empfiehlt es sich auch Wildpflanzen vor dem Verzehr zu waschen.

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