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Esther

Ausgezeichnet gebaut: 10 einzigartige Alltagsbauten in Tirol

Aktualisiert am 23.08.2021 in Architektur

Es muss nicht immer Giebeldach sein. Längst haben Architekturbüros in Tirol neue Wege gefunden, um regional verankert zu bauen. Wir haben ausgezeichnete Bauten aus allen Lebensbereichen ausgewählt - als Anregung, das facettenreiche Architekturland zu erkunden.

1. Kreativ in der Freizeit: Kunst- und Architekturschule bilding

bilding: In nur fünf Monaten Bauzeit ist im Innsbrucker Rapoldipark ein Ort kreativen Förderung für Kinder und Jugendliche entstanden.
, © Günter Richard Wettbilding: In nur fünf Monaten Bauzeit ist im Innsbrucker Rapoldipark ein Ort kreativen Förderung für Kinder und Jugendliche entstanden. © Günter Richard Wett

Die Kunst- und Architekturschule "bilding" gab es schon, bevor sie ein eigenes Haus hatte. In Workshops öffnet sie Kindern und Jugendlichen Wege zu Kunst und Architektur. Was läge da näher, als auch die Hülle dafür architektonisch zu gestalten? Studierende der Universität Innsbruck ließen sich für den Rapoldipark in Innsbruck ein Gebäude einfallen, das alle Stückeln spielt. Hier ist Platz zum Malen und Basteln, um Materialien aufzubewahren und Entwürfe herzuzeigen. Den Blick ins Grün des Parks gibt’s noch dazu.

2. Mobil in Innsbruck: Brücken von Hanspeter Gruber und Thomas Sigl

Vom motorisierten Verkehr entkoppelt, führt die Grenobler Brücke per Straßenbahn oder zu Fuß über den Inn.
, © Bilton - Johannes FelschVom motorisierten Verkehr entkoppelt, führt die Grenobler Brücke per Straßenbahn oder zu Fuß über den Inn. © Bilton - Johannes Felsch

Elegant und funktionell überspannen zwei Brücken Sill und Inn in Innsbruck, beide machen die Wege durch Innsbruck zu Fuß oder auf dem Rad kürzer. Die Tiflisbrücke an der Mündung der Sill gibt den Blick frei auf Stromschnellen und Inn. Nicht weit davon führt die Grenobler Brücke über den Inn. Auf ihrer oberen Ebene verkehrt die Straßenbahn, auf der unteren gelangt man per pedes und Fahrrad über den Fluss.

3. Draußen unterwegs: Naturparkhaus Längenfeld von Hanno Schlögl

Wie eine Skulptur am Fuß eines fast senkrecht aufragenden Felshangs steht das Naturparkhaus Längenfeld.
, © Richard WettWie eine Skulptur am Fuß eines fast senkrecht aufragenden Felshangs steht das Naturparkhaus Längenfeld. © Richard Wett

Gekonnt übersetzte Hanno Schlögl das Thema Naturpark in eine wirkungsvolle Bauskulptur. Wie ein Stück Fels steht das Naturparkhaus nun etwas zurückversetzt an der Straße ins Ötztal. Hier stimmt alles: vom künstlichen Wasserfall, der über über den rohen Beton plätschert bis zu den verschieden großen Sehschlitzen und Glasfenstern, die die Fassade strukturieren.

4. Bei der Arbeit: Swarovski Manufaktur von Snøhetta

5.000 m2 für kreatives Arbeiten: Das Kristallatelier der Swarovski Manufaktur. 
, © David Schreyer5.000 m2 für kreatives Arbeiten: Das Kristallatelier der Swarovski Manufaktur.  © David Schreyer

Stützenfrei überspannt die Werkhalle der Swarovski Manufaktur in Wattens 5.000 m². Das Licht fällt von oben in den Raum und schafft die richtige Atmosphäre für Kreativität und Kundengespräche. Von Snøhetta ist man allerdings nichts anderes gewohnt: Das norwegische Architekturbüro und sein Innsbrucker Ableger bauen ideale Räume für Rentierbeobachter („Tverrfjellhytta“), Osloer Opernbesucher und klimabewusste Hotelgäste („Svart“ am Polarkreis).

5. Schulbank drücken: Schulcampus Neustift von fasch&fuchs

Großes Raumangebot in der Landschaft: Schulcampus Neustift von fasch&fuchs.architekten
, © Hertha HurnausGroßes Raumangebot in der Landschaft: Schulcampus Neustift von fasch&fuchs.architekten © Hertha Hurnaus

Licht, Luft und Sicht nach draußen – so würde man gerne wohnen. Fasch&fuchs.architekten verleihen diese Qualitäten auch ihren Schulbauten. Im Stubaital hat das Büro fünf Institutionen zu einem Schulcampus zusammengefasst, der sich wie eine sanfte grüne Welle über den Hügel legt. Was von außen wie ein Teil der Landschaft wirkt, ist innen geräumig, hell und vielfältig von den Kindern nutzbar. Die Erwachsenen werden trotzdem nicht neidisch, schließlich steht ihnen der Bau außerhalb der Schulzeiten für Kultur und Sport ebenfalls offen.

6. Weiter lernen: Schule Kettenbrücke von Studio Lois

Schlau ausgedacht und viel genützt: Das Schulzentrum Kettenbrücke in Innsbruck.
, © David SchreyerSchlau ausgedacht und viel genützt: Das Schulzentrum Kettenbrücke in Innsbruck. © David Schreyer

Über Jahrzehnte wurde am Schulensemble Kettenbrücke angefügt, aufgestockt, angestückelt. Die kreativen Köpfe des Studio Lois machten aus dem Wildwuchs ein geschlossenes, funktionales Ganzes. Nun gibt es eine einheitlich gestaltete Fassade, große Fenster, helles Holz, Beton und Glas, einladende Räume – kurz eine stimmige Material- und Farbwelt. Höhepunkt der Architektur ist eine Treppenskulptur, die alles miteinander verbindet. Selbst mehr Aufenthalts- als Durchgangsort, bildet sie das Herzstück dieses vielgenützten und -geliebten Bauwerks.

7. Einkaufen: MPreis Supermärkte von diversen Architekturbüros

Dass Geschäfte großzügig und einladend sein dürfen, hat die Tiroler Bevölkerung bei MPreis gelernt.
, © Lukas SchallerDass Geschäfte großzügig und einladend sein dürfen, hat die Tiroler Bevölkerung bei MPreis gelernt. © Lukas Schaller

Wie schrieb das britische Designmagazin Wallpaper? „Es gibt Supermärkte, super Märkte und es gibt MPreis.“ Die Tiroler Handelskette beauftragte schon früh heimische Architekturbüros damit, ansprechende Räume für den täglichen Einkauf zu entwerfen. Mittlerweile haben Dutzende Orte ihren ganz spezifischen MPreis. Zu den außergewöhnlichsten Märkten zählen jene in Weer von LAAC, im Hauptbahnhof Innsbruck von Rainer Köberl und Michael Steinlechner und in Wenns von Rainer Köberl und Astrid Tschapeller.

8. Schöner wohnen: Wohnen im Heu von Martin Scharfetter

Altes und Neues perfekt kombiniert: "Wohnen im Heu" wurde mit dem Tiroler Architekturpreis ausgezeichnet.
, © Günter Richard WettAltes und Neues perfekt kombiniert: "Wohnen im Heu" wurde mit dem Tiroler Architekturpreis ausgezeichnet. © Günter Richard Wett

Aus Heustadel wird Wohnraum, hier ein besonders stimmiger Entwurf. In der Nähe des Lanser Sees verlieh Martin Scharfetter auf Wunsch des Bauherrn dem Tennen- und Stallgebäude eine klare, an Asien erinnernde Architektur. Licht, schlichte Formen, Neues und Altes in perfektem Zusammenspiel, all das verleiht dem Haus eine unvergleichliche Atmosphäre.

9. Schwitzen mit Stil: Sporthalle Wattens 

Sorgfältig konzipiert, transparent und "luftig" innerhalb des Bauwerks: Die Sporthalle in Wattens
, © Henning KoepkeSorgfältig konzipiert, transparent und "luftig" innerhalb des Bauwerks: Die Sporthalle in Wattens © Henning Koepke

Turnsaal, Kletterhalle und Vereinsheim für die Sportschützen, all das vereint die Sporthalle Wattens unter einem Dach. Der Zugang von der Schule nebenan erfolgt unterirdisch, auch deshalb mutet die Halle wie eine Skulptur auf freier Fläche an. Ein Glanzlicht von obermoser arch-omo und Thomas Schnizer in dem Ort, in dem sich altes Dorf, Industrieanlagen und Wohngebiete mischen.

10. Beim Wintersport: Falginjochbahn von Baumschlager Huter Partners

Ingenieurskunst trifft Architektur: die ausgezeichnete Falginjochbahn im Kaunertal.
, © Albrecht SchnabelIngenieurskunst trifft Architektur: die ausgezeichnete Falginjochbahn im Kaunertal. © Albrecht Schnabel

Fels, Schnee und Eis prägen die Gletscherlandschaft im Kaunertal. Beton, Stahl und Glas setzten Baumschlager Huter Partners ein, als sie die neue Seilbahn auf das Falginjoch planten. Die Gebäude der Tal- und Bergstation sind reduziert und klar strukturiert. Sie lassen die Technik wirken, die nötig ist, um Wintersportfans auf 3.110 Meter Höhe zu bringen.

 

Esther Pirchner beschäftigt sich beruflich  - aber vor allem begeistert - mit Musik und Kultur.

Esther
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