Oktoberfestival Tirol - Eventkalender - kultur.tirol
Oktoberfestival Bodhi Projekt, Foto: Chris Rogl
Oktober und November 2020

Oster…, nein, Oktoberfestival

Vom 20. Oktober bis zum 30. November 2020 kommen Künstler des Osterfestivals für Konzerte, Tanz und Vorträge nach Innsbruck und Hall in Tirol.

Kategorie

Konzerte & Festivals

Datum

20.10.2020 - 30.11.2020

Veranstaltungsort

Salzlager Hall und andere Veranstaltungsorte
Saline 18
6060 Hall in Tirol

Beschreibung

Die Galerie St. Barbara verlegte eine ganze Reihe des Osterfestivals 2020 in den Herbst, darunter den Tanzevent „Routes“ mit dem Bodhi Project, das Konzert „… im Rausch der Emotionen“ von Markus Hinterhäuser und „La fine è senza fine“ mit dem Ensemble Phace und Musik von Johannes Maria Staud.
Aufführungsorte sind das Salzlager Hall, Das Haus der Musik Innsbruck, die Orangerie im Congress Innsbruck und das Management Center Innsbruck.

Eintritt
21–54 €

Kartenvorverkauf nur über Tel. +43.5223.53808 oder per mail an office@musikplus.at.

Kontaktdaten

musik+ / Osterfestival Tirol / Orgelfest
Galerie St. Barbara
Schmiedgasse 5
6060 Hall in Tirol
T. +43.5223.53808

office@musikplus.at
www.musikplus.at

Markus Hinterhäuser, Foto: Franz Neumayr

20.10.2020, 20:00 Uhr
Salzlager Hall, Hall in Tirol

... im Rausch der Emotionen
Galina USTVOLSKAYA: Klaviersonaten 1-6

Markus Hinterhäuser, Klavier

Galina Ustvolskaya, eine der wichtigsten und herausragendsten Komponistinnen des 20. Jahrhunderts, verfasste ihre sechs Klaviersonaten in einem Zeitraum von über 40 Jahren. Über ihre tief-emotionale, sich in äußersten Extremen bewegende Musik sprach die zurückgezogene Russin kaum. Ich analysiere Musik nicht gern. Für mich ist etwas anderes wichtiger: die Natur, die Stille, die Ruhe. Nur keine Leute. Ich würde gern unter einer Birke sitzen – wie beim Komponieren der Zweiten Symphonie. Mehr brauche ich nicht. Einsamkeit ist das Beste. Weil ich in der Einsamkeit zu mir selbst finde, und das gibt mir eigentlich das Leben.

Markus Hinterhäuser lässt die Zerrissenheit zwischen wütender Anklage und klagender Verzweiflung, bestimmt von religiöser Hoffnung in Ustvoskayas Klaviersonaten intensiv erleben.

Routes, Foto: Bernd Müller

23. und 24.10.2020, jeweils 20:00 Uhr
Salzlager Hall, Hall in Tirol

Routes (2018)
Bodhi Project 

Guy Nader | Maria Campos

Routes: eine Reise für sechs Tänzerinnen und Tänzer. Als Einheit erforschen sie Raum und Zeit. In Harmonie werden stets neue Strategien des friedlichen Zusammenseins im gemeinsamen Spiel gegen die Schwerkraft gesucht. 
Guy Nader und Maria Campos (GN|MC) verbinden in ihren Choreographien Akrobatik, zeitgenössischen Tanz, Rhythmus und Musik auf atemberaubende Weise.
Das junge Ensemble des Bodhi Project (SEAD) lässt einen poetischen Abend von unglaublichem Tempo, voller Virtuosität und bestechender Variationen erstehen.

Hopkinson Smith, Foto: Gontier

28.20.2020, 20:00 Uhr
Salzlager Hall, Hall in Tirol

Du Leben, meine Hoffnung
Werke von Claudio MONTEVERDI u.a.

Tanja Vogrin – Mezzosopran
Hopkinson Smith – Laute

Die berühmtesten Passionsmusiken des deutschen und westlichen Kulturkreises sind u.a. von Bach, Händel, Telemann oder Charpentier, Delalande und Scarlatti. Über die Jahrhunderte sind aber auch wunderbare Meisterwerke entstanden, die uns heute kaum mehr bekannt sind.

Hopkinson Smith, Pionier der Laute sowie der Alten Musik und einer der längsten Weggefährten der Galerie St. Barbara, lässt gemeinsam mit der Mezzosopranistin Tanja Vogrin eine Auswahl jener seltenen Musiken zur Passionszeit erklingen: u.a. von Monteverdi, Frescobaldis Al pie de la gran croce und Ruimontes Lamentaciones.

Ensemble Phace, Foto: Laurent Ziegler

31.10.2020, 20:00 Uhr
Haus der Musik, Innsbruck

La fine è senza fine
Werke von Johannes Maria Staud u.a.

Ensemble Phace

Seit Jahren begleitet die Galerie St. Barbara eines der bemerkenswertesten Ensembles für Neue Musik: das österreichische Ensemble Phace mit Ur- und Erstaufführungen. In der 32. Edition freuen wir uns besonders über das gemeinsame Auftragswerk an Johannes Maria Staud. Tōru Takemitsus Komposition Between Tides ist ein Spiel von Erwachen und Vergehen. Kaija Saariaho verfällt in Lichtbogen der Faszination von Lichtbewegungen – die Musik mutet traumhaft an. Troianis Werk  zeichnet mit kleinen Gesten Figuren in die Luft. Ein Abend voller Klangerlebnisse.

Ensemble PHACE
Doris Nicoletti – Flöte
Reinhold Brunner – Klarinette
Michael Krenn – Saxophon
Spiros Laskaridis – Trompete
Berndt Thurner – Schlagwerk
Tina Zerdin – Harfe
Mathilde Hoursiangou – Klavier
Ivana Pristašová & Thomas Wally–Violine
Rafal Zalech – Viola
Roland Schueler– Violoncello
Maximilian Ölz– Kontrabass
Alfred Reiter – Klangregie

PROGRAMM:

Lorenzo Troiani (*1989)
La fine è senza fine

Núria Giménez Comas (*1980)
Modulations mécaniques
für Flöte, Saxophon, Percussion, Klavier und Elektronik

Johannes Maria Staud (*1974)
Am Horizont (…schon ganz woanders…)
Musik für zehn Instrumente und Zuspielung (2020) (UA)

Toru Takemitsu (1930-1996)
Between tides
für Klaviertrio

Kaija Saariaho (*1952)
Lichtbogen
für Ensemble

2020 10 Oktoberfestival Hamed Abboud © Nina Oberleitner

2.11.2020, 19:00
Orangerie, Congress Innsbruck

Peace Seekers Peace Keepers
Lesung mit Gespräch 
Hamed Abboud, Franz Hammerbacher

Syrien und der Libanon, zwei Länder und eine Region, die seit Jahrzehnten von Konflikten und Kriegen geschüttelt wird; zwei unterschiedliche Sichtweisen und Wege auf der Suche nach Frieden und Heimat.

Hamed Abboud und Franz Hammerbacher: Ihre literarischen Texte werden am Abend zum Echoraum von zwei Lebensläufen, die auf sehr verschiedene Weise von Krieg und Terror betroffen sind und sich ihnen literarisch stellen.

Sprache als Heimat im Gepäck: Hamed Abboud wurde 1987 in Deir ez-Zor in Syrien geboren und studierte in Aleppo Telekommunikationstechnologie. Ende 2012 floh er aufgrund des Krieges. Nach einer zweijährigen Odyssee landete er 2014 in Österreich, wo er zunächst im Burgenland lebte und seit 2016 in Wien. Satirisch konterkarierend, ironisch und humorvoll wendet und dreht Hamed Abboud in seinem Prosaband In meinem Bart versteckte Geschichten die eigenen Erfahrungen durch bildstarke Assoziationen und Gedankengänge immer weiter, bis dem Schicksal doch noch ein guter Moment abgewonnen ist. Die Texte vermitteln nicht nur, was es bedeutet, sich einen Platz in einer fremden Gesellschaft suchen zu müssen, sondern auch das Gefühl, dass die Suche selbst eine Art Frieden im Unfrieden sein kann, dass die Sprache zur unbefragten Heimat wird.

Ein Sprachpazifist an der Front*: Franz Hammerbacher hat seine Tätigkeit als Verleger in Wien unterbrochen, um sich als einfacher Soldat in der UN-Friedensmission im Libanon zu verdingen. Der Prosaband Naqoura ist der abschließende Teil einer Trilogie, in der sich Hammerbacher mit dem soldatischen Alltag als Peacekeeper auseinandersetzt. Distanz und Empathie – zwischen diesen beiden, auch sprachlichen, Polen bewegt sich die Auseinandersetzung mit einem Dienst, dessen Sinn sich aus der Innenperspektive nicht zu erschließen vermag. Naqoura versammelt lakonische Miniaturen, die einmal mehr auf durchaus vergnügliche Weise zeigen, dass Sprache auch in sozial extremen Lagen ein probates Mittel ist, der Welt zu begegnen.

*Wojciech Czaja über Franz Hammerbacher in DER STANDARD vom 12./13.2.2011

Literatur:
Hamed Abboud: In meinem Bart versteckte Geschichten. Aus dem Arabischen von Larissa Bender und Kerstin Wilsch. Edition Korrespondenzen, Wien, 2019.
Franz Hammerbacher: Naqoura. Miniaturen. Edition Korrespondenzen, Wien 2019.

Oktoberfestival Aleida Assmann, Foto: Veranstalter

30.11.2020, 19 Uhr
MCI, Innsbruck

... im Wandel?
Lesung mit Gespräch

Aleida Assmann und Max Czollek
Moderation: Brigitte Schwens-Harrant

Ist ein Wandel möglich?

Auch die Gesellschaft hat ihre Klimakrise: Alte Risse und neue Spaltungen durchziehen sie, Hass wird offen formuliert, Ressentiments, die man überwunden glaubte, zeigen sich frisch und unverblümt. Respekt und Anerkennung des anderen scheinen keine Selbstverständlichkeit.

Welche Herausforderungen stellen sich angesichts dieser Entwicklungen? “Wie kann man Gewalt und Bedrohung vermeiden und ein Klima schaffen, in dem man friedlich miteinander auskommt?” (A. Assmann) Wie sollen/können wir morgen miteinander umgehen? Wie kann “an der Umsetzung der Vision gesellschaftlicher Offenheit” (M. Czollek) gearbeitet werden, ohne die eine plurale Gesellschaft nicht funktionieren kann?

Gespräch mit Aleida Assmann und Max Czollek
Moderation: Brigitte Schwens-Harrant

Jordi Savall

1.12.2020, 20 Uhr
Salzlager, Hall

Zuflucht im Erinnern
Jordi Savall und Freunde – Musik des Mittelmeerraums

Wenn wir unserer orientierungslosen Menschheit wieder etwas Hoffnung geben wollen, müssen wir über den bloßen Dialog der Kulturen und Überzeugungen hinausgehen und zu einem Dialog der Seelen übergehen. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist das die unersetzliche Mission der Kunst.
Amin Maalouf

Seit den Anfängen von Hespèrion XX bzw. XXI ist es Jordi Savall ein Anliegen, die Verbindung der unterschiedlichen Kulturen und Religionen im Mittelmeerraum aufzuzeigen, vor allem die damit verbundenen Einflüsse auf Spanien. Viele Aufnahmen, Konzertprogramme und zuletzt musikalische Projekte mit Flüchtlingen zeugen davon. Zuflucht im Erinnern ist ein Abend, der die Vielfalt der mediterranen Musik erfahrbar macht. Zum einen durch mündliche Überlieferungen der Sephardim, Berber, Griechen, Araber, Hebräer, Andalusier und Katalanen, zum anderen durch mittelalterliche Handschriften des Trecento oder die Sammlung Osmanischer Musik von Dimitrie Cantemir. Eine wichtige Rolle als Vermittler im Musikalischen wie auch Humanistischen spielte Alfonso X. „el sabio“ (1221-1284), der u.a. in Toledo eine Übersetzerschule mit jüdischen, muslimischen und christlichen Gelehrten gründete und so zur Begegnung des arabischen Wissens im christlich dominierten Europa beitrug.

Besetzung:
Jordi Savall – Rebab, Lyra, Viola da Gamba
Dimitri Psonis – Santur, Oud, Saz, Maurische Gitarre
David Mayoral – Schlaginstrumente

KARTEN im Osterfestival Tirol Büro, Schmiedgasse 5, 6060 Hall i.T., +43 5223 53808

Einzelkarten:
(Bestellung per Telefon nur bei Bezahlung mit Kreditkarte möglich.)

Di, 20.10.2020
USTVOLSKAYA Klaviersonaten
Mi, 28.10.2020
Du Leben, meine Hoffnung | Hopkinson Smith

Kat. I € 43 / Kat. II € 32 / Kat. III € 21

Fr, 23.10., und Sa, 24.20.2020
ROUTES Bodhi Project
Sa, 31.10.2020
LA FINE E SENZA FINE Ensemble Phace
Kat. I € 32 / Kat. II € 21

Ermäßigungen:
Besucher unter 26 erhalten eine Ermäßigung von 50%.
Ö1-Clubmitglieder erhalten eine Ermäßigung von 10%.
Freunde des Osterfestival Tirol erhalten eine Ermäßigung von 10%.
(Rabatte nicht kombinierbar)

Wir bitten Sie Folgendes zu beachten:

  • Wenn Sie sich krank fühlen, müssen Sie vom Besuch der Veranstaltung absehen.
  • Es gelten die allgemeinen Hygienemaßnahmen.
  • Die generelle Abstandsregel von mind. 1 Meter ist überall einzuhalten.
  • Der Einlass sowie das Verlassen des Gebäudes und des Konzertsaals erfolgt über zwei Türen (und B). Den Hinweis, welche Türe Sie benutzen müssen, finden Sie auf Ihrer Karte (jeweils auch farblich gekennzeichnet).
  • Die Karten sind personalisiert. Bei einem Covid19-Verdachtsfall scheinen Sie als unsere Kontaktperson auf. Falls Sie Ihre Karte an eine andere Person weitergegeben haben, sind Sie dazu verpflichtet darüber Auskunft zu geben, an welche Person die Karte weitergegeben wurde und uns deren Kontaktdaten auszuhändigen.
  • Es gilt generelle Maskenpflicht, außer auf Ihrem Sitzplatz. (Wir bitten Sie Ihren eigenen Mund-Nasenschutz mitzubringen.)


Leider müssen wir derzeit auf folgendes verzichten:

  • Garderobe (außer bei Kälteeinbruch und starkem Regen)
  • Pause (Konzertdauer max. 90 Minuten)
  • Bewirtung vor und nach dem Konzert
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