Die ersten Top 5 der Liederschreiberei - Geschichten - kultur.tirol
Liederschreiberei Baeckerei, Foto: Gerhard Berger
Liederschreiberei

Die ersten Top 5 beim Bäckerei Song Contest

Happy-Pop mit dunklen Untertönen, tanzende Affen in der WG und Referenzen an die 80er: Der erste von zwei Durchgängen des Bäckerei Song Contests „LiederSchreiberei“ brachte viel Musik aus Tirol ins Netz und gute Aussichten auf großartigeLive-Erlebnisse im Herbst 2021. Titelfoto: Gerhard Berger

Fünf beste Songs schafften es beim Contest „LiederSCHREIberei“ der Innsbrucker Kulturbackstube Bäckerei ins erste Online-Finale Ende April 2021, dazu trat als Special Guest Moreland auf – eine der Musikgrößen im Bäckerei-Kosmos. Das Kulturzentrum, das Workspaces, Konzerträume, Werkstätten, Denkräume und vieles andere unter einem Dach vereint, machte aus der Lockdown-Not eine Tugend und riefen zum Musikwettbewerb. Von der Singer/Songwriterin bis zur Rapperin, von den Alternative Rockern bis zum Neue-Deutsche-Welle-Verehrer beteiligte sich die ganze vielfältige Szene Tirols daran. Fürs Finale produzierte die TonTrafik in der Bäckerei Live-Videos der fünf besten Songs. Das Ergebnis ist so bunt wie hochprofessionell. Was der Wettbewerb aber vor allem zeigt: Selbst aus der langwierigsten Krise lässt sich 1A Songmaterial generieren. Aber hört am besten selbst …

1. Low ups: Feel the Slide

Die meisten Stimmen in der ersten Finalrunde der Liederschreiberei bekamen die Low ups.

Die Sieger des ersten Finales punkten mit einem feinen Song. Den kann man als optimistischen happy Sound hören oder auch die dunkleren Töne im Untergrund wahrnehmen. Im Kopf-an-Kopf-Rennen hatte „Feel the Slide“ um eine Stimme die Nase vorn, und die kam direkt von der Konkurrenz.

2. Die Wohngemeinschaft: Darwin Award

Professioneller Song, professionelle Darbietung: Die Wohngemeinschaft ist auch für den (zukünftigen) Live-Auftritt wie gemacht.

Unübersehbare Reminiszenzen an „Seven Nations Army“, trotzdem eigenständig und perfekt produziert: Die Wohngemeinschaft erhielt mit „Darwin Award“ im Finale neben den Low Ups die meisten Stimmen. Keine Überraschung für Moderatorin Baiba: „Die Message des Songs sollte man auf T-Shirts drucken!“

3. Undine Schmidt: It’s Coming

Es wird wieder besser werden: Undine Schmidt versprüht letztlich Hoffnung

Simpel und schön, in der Folge der poetischen Liedermacher wie Joan Baez oder Cat Stevens, singt Undine über die Zeit, die kommen wird. „It’s Coming“ ist weniger großes Kino, als vielmehr Licht am Ende des Tunnels. „Besser als gedacht“ fühlte sich für die Sängerin dann der Live-Auftritt ohne Publikum an, den die Finalisten bei der Produktion der Songs absolvierten.

4. Spilif & Beatmund Noise: Blinded by the Light

Rappen über die Corona-Zeit: Splif

„Es geht um das Gefühl, die Bühne weggenommen zu bekommen – ewig und ohne wirkliches Ziel, wann man sie wiederkriegt. Was bedeutet es als Künstlerin, wenn dir die Menschen nicht mehr applaudieren?“ Rapperin Spilif, im ersten Lockdown noch positiv gestimmt, ließ sich im zweiten von der Liederschreiberei zu einem neuen Song inspirieren. Mehr von ihr gibt’s auf der neuen EP „Das Leben tarnt sich nur als Schnitzeljagd

5. Mr. Willi you might see him smile: Tribute to Eisbaer

Einen der berühmtesten Neue-Beutsche-Welle-Songs nahm sich Mr. Willi zum Vorbild: „Eisbär“ von Grauzone

Kann sich noch jemand an die 80er-Jahre und den NDW-Hit „Eisbär“ von Grauzone erinnern? „Ich möchte ein Eisbär sein“, hieß es da und „Eisbären müssen nie weinen“. Mr. Willi holte Song und Eisbär mit einem Tribute ins 21. Jahrhundert und deutete den Text um. Statt Maschinenmusik hört man im kalten Polar nun also Gitarrensounds und die Eisbären heulen eben doch – traurig, aber abgefahren!

LiederSCHREIberei

part II

Wie geht es mit der LiederSCHREIberei weiter? Im Sommer finden ein zweiter Open Call und ein zweites Finale statt und im Herbst treten die zehn Finalist*innen dann live in der Bäckerei auf – wenn möglich mit Publikum, Scheinwerferlicht, Jubel und allem, was zu einem Song Contest dazugehört.

www.diebaeckerei.at
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