7 Gründe, warum wir den Festivalsommer 2021 lieben - Gelebte Kultur - Geschichten - kultur.tirol
Tiroler Festspiele Erl 2021
Sommer 2021

7 Gründe, warum wir den Kultursommer 2021 lieben

Dass Kultur 2021 überhaupt wieder live stattfindet, ist allein schon ein Grund zum Feiern. Aber manche Veranstaltungen erwarten wir sehnlicher denn je.   von Esther Pirchner

1. Weil Kultur Prachtentfaltung braucht

2021 07 Innsbrucker Festwochen der alten Musik Lea Desandre, Foto: Julien Benhamou

Lea Desandre, Gast bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Foto: Julien Benhamou

Geht es euch auch so? Die schönsten Kleider hängen traurig auf ihren Bügeln, die schicksten Schuhe verblassen im Dunkel des Schrankes? Für einen großen Auftritt vor der Bühne braucht es auch die Prachtentfaltung auf der Bühne, und die erwartet euch bei den Tiroler Festspielen Erl und bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. In Erl stehen vom 19. Juni bis 1. August 2021 unter anderem Richard Wagners Opern „Das Rheingold“ und „Lohengrin“ auf dem Programm. Die Innsbrucker Festwochen bringen opulente Barockmusik in den Spanischen Saal von Schloss Ambras und ins Haus der Musik Innsbruck. Bei den Events am Berg auf der Seegrube oder der Arzler Alm packt ihr dann aber vielleicht doch besser die Wanderschuhe ein.

2. Weil Lachen die beste Medizin ist

2021 07 Gabriel Castaneda

Gabriel Catsañeda

Gabriel Castañeda hat uns mit „Die Huara Nudla“ den Song zum ersten Lockdown beschert und tourt zurzeit von Ried bis Oberlienz, von Zirl bis Götzens durch Tirol. Er hat zwar auch kein wirkungsvolles Rezept gegen Corona, aber wenigstens gegen die Langeweile.

3. Weil wir die coolsten Songs endlich live hören wollen

Mathea, Foto: Kidizin Sane

Mathea, Foto: Kidizin Sane

Die coolste Musik ist weiblich! Zwei Shooting Stars der letzten Jahre geben endlich Konzerte in Tirol: Mathea, die mit „2x“ den perfekten Soundtrack zum Trennungsschmerz geliefert hat, kommt am 9. Juli 2021 auf die Festung Kufstein. Little Element, Tirolerin mit Affinität zu Meer und ausgedehnten Reisen, bringt am 30. Juli 2021 die ganze musikalische Welt ins Komma in Wörgl.

4. Weil Architektur eine sinnliche Erfahrung ist

2021 05 krater fajan viel tamtam um nichts

Krater Fajan: Viel Tamtam um nichts, Foto: aut

Das Innsbrucker Architekturkollektiv Krater Fajan nützt die Gunst der Stunde und errichtet im aut eine Installation, die das social distancing thematisiert. Bis 18. September 2021 macht das Werk Architektur durch Berührung und Abstand, Raum- und Körpererfahrung sinnlich wahrnehmbar. Der Titel Viel TamTam um nichts lässt Spielraum für Fantasie.

5. Weil es im Sommer draußen am schönsten ist

Steudltenn Hakon Hirzenberger Bernadette Abendstein

Festivalleiter Hakon Kirzenberger ud Bernadette Abendstein
Foto: Axel Springer, Target Group

Auch wenn das Herzstück des Theaterfestivals Steudltenn eigentlich der besagte „Tenn“ ist – im Sommer 2021 verlagern die Veranstalter alle Theaterstücke, Konzerte, Kabarettabende, Kindertheater und ein Symposium auf die Freilichtbühne, sofern es das Wetter zulässt. Uderns im Zillertal bietet vom 26. Mai bis 28. August 2021 die ideale Kulisse für Stücke von Felix Mitterer und Raoul Biltgen, Kabarettszenen mit Stermann und Grissemann und Theaterabende mit Peter Simonischek, Brigitte Karner, Philipp Hochmair und vielen anderen.

6. Weil Ostern schon mal in den Juni fällt

Die Galerie St. Barbara hat das Osterfestival Tirol unter dem Motto „… schwebend“ auf die Tage zwischen 9. und 25. Juni 2021 verlegt und bringt internationale Stars wie den Dirigenten Philippe Herrewghe, das Quatuor Diotima und den Pianisten Igor Lewit nach Hall und Innsbruck. Ein Filmschwerpunkt von Andrej Tarkowski ergänzt das Programm. Auch in anderen Jahren ist das Festival eines der außergewöhnlichsten und schönsten in Österreich, in Zeiten kulturellen Mangels wird dies deutlicher denn je.

7. Weil Kunst die höchsten Hindernisse überwindet

Ain’t no mountain high enough William Mackrell

William Mackrell @ Tux

Mari Otberg bringt vom 11. Juli bis 15. Oktober 2021 zeitgenössische Kunst nach Tux – frei nach dem Motto „Ain’t no Mountain High Enough“. Das verbindende Element sind die Berge, die Liste der teilnehmenden Künstler liest sich wie ein Who’s who der aktuellen Kunstszene. Jonathan Meese, Karin Kneffel, Martin Parr, Christopher Lehmpfuhl, Erwin Wurm, der diesjährige „Jedermann“ Lars Eidinger und viele andere steuern gebirgige Arbeiten bei.

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