Räume zum Atemschöpfen - Geschichten - kultur.tirol
23.05.–22.06.2020: Innsbruck

Räume zum Atemschöpfen

Ein Spaziergang auf den Spuren der Stille: Der WEI SRAUM bringt „Atme!“ von Karen Gleissner und Gerhard Berger in den Innsbrucker Stadtraum. Fotos: Gerhard Berger

Lärm – Stille – Leben

Normalerweise herrscht hier reges Treiben: In der schmalen Innsbrucker Hofgasse mit ihren barocken und mittelalterlichen Fassaden und den Souvenirgeschäften, am Aussichtspunkt auf der Hungerburg, wo der Blick weit über das Inntal schweift, in der Maria-Theresien-Straße mit ihren Straßencafés und Shops. Ab Mitte März 2020, als ganz Österreich stillstand, als Daheim-Sein das Gebot der Stunde war, blieben die Innsbrucker Straßen und Plätze leer. Mit dem Projekt „Atme!“ haben die Grafikdesignerin Karen Gleissner und der Fotograf Gerhard Berger diese Stille dokumentiert: Den Schriftzug aus dem Innsbrucker Buchstabenarchiv setzten sie fotografisch in Szene und forderten online dazu auf, Texte zum Thema beizutragen. Nun, da der Lockdown vorbei ist, füllen sich die Straßen wieder mit Leben, und auch „ATME“ kehrt als „Ausstellung ohne Raum“ in die Stadt zurück. Das Innsbrucker WEI SRAUM Designforum Tirol gestaltete aus den Fotografien und Texten des Projekts die Schau im öffentlichen Raum, die zu einem Spaziergang durch Innsbruck einlädt.

Atme am Bahnsteig

Entleerte Verkehrsräume: Bahnhof …

Atme am Südring

… und Südring in Innsbruck.

Von der Bäckerei ins Zentrum …

An der Fassade der Bäckerei Kulturbackstube in der Dreiheiligenstraße ist eine Fensternische der Kunst vorbehalten, dort kann der Weg beginnen. Er führt zum Viaduktbogen 25 und von dort zur Wirtschaftskammer in der Wilhelm-Greil-Straße, zu den Buchhandlungen Haymon und Wagner’sche.

Atme Bäckerei

Ein Blick von der Bäckerei in die Hofgasse.

… und über den Inn

Nach einem Abstecher zum Treibhaus führt der Weg zum „Brahms“ im Haus der Musik und zum Glaswürfel vor dem Landestheater. Es ist eine besondere Qualität dieser Ausstellung, die Abbildungen mit dem momentanen Leben auf den Straßen zu vergleichen, beispielsweise vom „Brahms“ den Weg durch die dort abgebildete Hofgasse zu nehmen, um auf der anderen Innseite einen Blick auf das Foto im äußeren Eingangsbereich der Faktorei zu betrachten. Von dort kann ein weiterer Bogen über die Universitätsbrücke führen, wo an warmen Tagen Studenten die Uferpromenade bevölkern. Vorbei an der Klinik und durch die stillere Kaiser-Josef-Straße unter schattigen Bäumen geht es zur letzten Station, dem Designbüro wir sind plural in der Maximilianstraße. Wer weiterstöbern möchte, findet auf der Website atme.tirol Gelegenheit dazu. Dort sind weitere Fotos und die Texte in ganzer Länge abrufbar.

Atme Promenade
Innpromenade

Hinter der Universität tummeln sich normalerweise Studenten, während des Lockdowns war es an der Innpromenade ruhig.

Atme Seegrube
Seegrube

Wo sich normalerweise Touristen drängen, genossen nur die Dohlen die Aussicht über das Inntal.

ATME – eine Ausstellung ohne Raum

23.05.–22.06.2020, Innsbruck

Der WEI SRAUM machte aus dem Projekt von Karen Gleissner und Gerhard Berger eine Ausstellung im Stadtraum Innsbrucks.

Treibhaus (Schaukästen am Vorplatz)
Haus der Musik (Glasfassade Brahms)
Pavillon Landestheaterplatz/Reich für die Insel (Glasfassade)
Bäckerei Kulturbackstube (Kunstnische)
Buchhandlung Haymon (Schaufenster)
Buchhandlung Wagner‘sche (Schaufenster)
Wirtschaftskammergebäude (Schaufenster)
Designbüro wir sind plural (Gassenlokal), Maximilianstraße 6
Faktorei (Fassade), Mariahilfstraße 36
Viaduktbogen 25 (Portal) ÖBB Immobilienmanagment /gemeinsam mit Bilderische Erziehung Innsbruck

weissraum.at
Form und Funktion

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