Straßen, Bauten, Plätze - Geschichten - kultur.tirol
Klotz Kufstein
11.2019: Buch zum Städtebau Kufsteins

Straßen, Bauten, Plätze

Kufstein erforscht in einer wissenschaftlichen Edition und einem Stadtalbum die eigene Geschichte im 20. Jahrhundert. Band 1 erschien Ende 2019.

„Kufstein schreibt Stadtgeschichte“

„Kufstein schreibt Stadtgeschichte“: Seit rund zwei Jahren wird in der Tiroler Stadt am Inn fleißig geforscht, werden Archive durchforstet und Interviews geführt. Ein fliegendes Büro und zwölf Erzählcafés luden die Bevölkerung dazu ein, ihre Geschichte in Kufstein im 20. Jahrhundert zu erzählen, Fotos und Dokumente vorbeizubringen, sich mit anderen zu erinnern und auszutauschen. Das Projekt ist so umfangreich wie tiefgehend und soll möglichst umfassend und aus verschiedenen Perspektiven die Geschichte der Stadt erzählen: Zum einen entsteht eine wissenschaftliche Edition zu bestimmten Themen: Städtebau, historischen Überblickswerken von 1900 bis 1950 und von 1950 bis 2000, Wirtschaft, Migration, Musik und Sport ist jeweils ein Band gewidmet. Dazu kommt Ende 2020 noch ein sogenanntes Stadtalbum, in dem Geschichten und Gesammeltes ihren Raum finden.

Bebauungsplan Kufstein

Der Bebauungsplan von 1905 stammt von Otto Lasne.

Vom Bebauungplan zur heutigen Stadt

Der erste Band der Edition Kufstein erschien Ende 2019 unter dem Titel „Straßen, Bauten, Plätze. Städtebauliche Entwicklung der Stadt Kufstein im 20. Jahrhundert“. Autor Arnold Klotz, ehemaliger Stadtplaner von Innsbruck und Wien, widmete sich dem Thema bereits in den 1980er-Jahren, nun hat er auch die übrige Zeit seit damals in sein Werk miteinbezogen. Und es sind wahrhaft interessante Aspekte, die Kufstein als Stadt zu bieten hat: Bereits 1905 entwarf der Münchner Stadtplaner Otto Lasne einen Bebauungsplan, der in seinen Grundzügen bis heute das Bild der Stadt prägt. Auch als mehr als zwanzig Jahre später ein Genearlbaulinienplan erstellt wurde, der auch die Stadterweiterungsgebiete miteinbezog, war Otto Lasne beteiligt.

Kufstein Verkehr

Der Verkehr – ob per Bahn oder Auto – spielte in Kufstein schon früh eine bedeutende Rolle.

Allgemeines und Besonderes

An der städtebaulichen Entwicklung von Kufstein lassen sich einerseits zeittypische Entwicklungen in Mitteleuropa ablesen: Die Zunahme des Nah- und Fernverkehrs und schließlich das Bemühen um eine Verkehrsberuhigung, der erhöhte Bedarf an Wohnbauten und Schulen, die wachsende Industrialisierung und die Errichtung von Gewerbezonen sind nur einige Beispiele. Andererseits weist Kufstein auch einige Besonderheiten auf, etwa die Nähe zur Grenze, die Zuwanderung während der Optionszeit, die wechselnde Rolle der Festung oder dass nach dem Zweiten Weltkrieg Tausende Menschen in einem Flüchtlingslager der UNRRA lebten.

Josefsburg

Die Festung und ihre verschiedenen Funktionen als Gefängnis, Wohnort, Freizeitort und schließlich als Raum für Kulturveranstaltungen nimmt in Kufstein seit je eine besondere Rolle ein.

Inhalt und Form

Die unterschiedlichen Aspekte der Stadt und ihrer Planung in Vergangenheit und Gegenwart verarbeitete Arnold Klotz zu einem lesenswerten, kurzweiligen Buch, das mit vielen Bildern und reichhaltigen Informationen einen guten Einblick in die Stadtgeschichte gibt. Die schöne, klar strukturierte Gestaltung durch himmel. Studio für Design und Kommunikation tut das Ihrige dazu, dass man dieses Buch gerne zur Hand nimmt. Zugleich weckt es die Neugier auf die weiteren Bände und die vielen Dinge, die in den nächsten Jahren zu Kufstein zu erfahren sein werden.

Straßen, Bauten Plätze

von Arnold Klotz
Straßen, Bauten, Plätze

Städtebauliche Entwicklung der Stadt Kufstein im 20. Jahrhundert
Edition Kufstein, Band #1
Kufstein 2019
Tel. +43.5372.602100
stadtmarketing@stadt.kufstein.at

www.kufstein.at
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