„Dass wir mit der Kräuterküche so erfolgreich sein werden, hätten wir nie gedacht. Das war auch nicht die einzige Intention. Erfolgsvoraussetzung bleibt doch, das zu tun, wofür man brennt. Nur dann kann der Funke überspringen. Kräuter und sogenannte Unkräuter sind zudem fast das Einzige, das in unserer Seehöhe bestens wächst. Damals war es ein Weg, der unvergleichbar schien, wobei Kräuter für mich niemals „Masche“ waren, im Gegenteil, sie wurden zur Lebensphilosophie.

Mit dem Betrieb im Strumerhof sind wir nun bewusst zurückgefahren, aus Übergabegründen. Nur haben wir uns das Neinsagen nicht so hart vorgestellt: Man kennt und mag seine Gäste, ihre Herzlichkeit und dann ‚Nein’ zu sagen, ist schwierig. Aber die andere Seite ist, dass man hie und da frei hat. Wir haben 35 Jahre quasi durchgearbeitet, da war man stolz, wenn man sich an besonderen Tagen für die Kinder freigenommen hat. Das war ein Luxus, den wir uns gegönnt haben. Verglichen damit ist das jetzt natürlich super. Und wir brauchen den Freiraum, das Durchatmen, um Entscheidungen in Ruhe treffen zu können, das kleine Pflänzchen ‚Strumerhof neu‛ zu hegen und wachsen zu lassen.“


Anna Holzer, Kräuterköchin


Als Kräuterköchin vom Strumerhof wurde Anna Holzer bekannt. Nach 35 Jahren als Gastwirtin übergibt sie den Kochlöffel (und die Kräuterrezepte) nach und nach an ihre Kinder, die den Strumerhof weiterführen. Langweilig wird ihr trotzdem nicht: Sie plant unter anderem kreative Selbermach-Workshops als Fortsetzung ihrer Kräuterküche.

 
Anna Holzers Spezialgebiet: die Kräuterküche, © Tirol Werbung/Bert Heinzlmeier
Anna Holzer, bekannt als Kräuterköchin vom Strumerhof, © Tirol Werbung/Bert Heinzlmeier
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