„Spaßeshalber sage ich immer: Nur gegen die Liebe und die Dummheit ist nichts gewachsen. Ansonsten gibt es ein Kraut für alles und für jeden. Man muss nur ein bisschen schauen, was vor dem Haus wächst. Meistens hat man die Kräuter, die man braucht, nämlich vor der Nase. Und wenn ich das Kraut hundertmal ausreiße und es ist unerschöpflich und kommt immer wieder, bis ich begreife: Aha, das wäre ja für mich oder meinen Mann oder mein Kind. Es wächst da, wo es hin soll.

Ich bin jeden Tag draußen, soweit es die Zeit und das Wetter erlauben. Ich brauche das auch. In der Früh gehe ich immer zuerst zu meinem Kraftplatz, damit ich den Tag und den Morgen begrüßen kann. Und ich zelebriere das auch ein bisschen. Wir haben da so einen Kraftplatz am Bach gefunden, da gibt es eine wunderschöne Engelwurz.

Mein Lieblingskraut ist aber die Meisterwurz. Die ist sehr robust, ein bisschen so wie ich. Sie wächst oben am Berg und ist die Schwester von der Engelwurz: Die gibt mir Kraft und Zuversicht! Und die schützt mich vor Demenz, vor Herzproblemen, vor Kreislauf- und Magen-Darm-Problemen – und da hakt es ja heute oft, nicht?“

 

Elisabeth Maaß, Kräuterexpertin & Bäuerin

 

Schon mit ihrer Mutter war Elisabeth Maaß beim Kräutersammeln unterwegs. Mittlerweile ist die 62-Jährige aus Ried im Oberinntal eine gefragte Kräuterexpertin und gibt gerne Tipps. Ihre Gäste am Kräuterbauernhof Sagenschneider’s lädt sie zu selbstgemachten Tees, Kräuterwanderungen und zum Barfuß-Taulaufen morgens auf der Wiese ein.

 
Aus ihren Kräutern macht Elisabeth Maaß Öle, Salben, Tees, Schnaps und Pesto., © Tirol Werbung/Lisa Hörterer
Elisabeth Maaß vom Kräuterbauernhof Sagenschneider's, © Tirol Werbung/Lisa Hörterer
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