„Natürlich hat man nie alles gesehen – aber vieles:  Ich war elf Jahre im Ausland, mein Fernweh ist gestillt. In jungen Jahren muss man weit, weit weg und viel erleben. Und für den jetzigen Lebensabschnitt ist das Leben hier in St. Jakob eigentlich ein sehr, sehr großer Vorteil.

Ich werbe immer mit dem kristallklaren Wasser, das ich für meinen Senf brauche. Und wirklich, wenn ich jetzt aus dem Fenster schaue, hinten in der Küche, dann sehe ich auch direkt den großen Wasserfall. Es gibt hier Ruhe und das kann schon was. Ich könnte nicht mehr in der Stadt leben, das will ich auch nicht mehr. Hier habe ich meine kleine Werkstatt, in der ich meinen Senf mache und dann spielt sich alles in einem Mikrokosmos – so kann man das schon fast sagen – ab. Aber es ist alles da, was man braucht.

Für die meisten ist es im Leben doch so: Man hat eine gewisse Zeit, in der man arbeitet und eine gewisse Zeit, in der man schläft. Viel bleibt dann eh’ nicht mehr übrig. Wenn man bei uns lebt, dann kann man sagen: Ich hab zwei Stunden Zeit, jetzt gehe ich schnell auf den Berg, das geht sich aus.“

 

Bernd Troger, Unternehmer

 

Acht Monate lang hat Bernd Troger an seinem ersten, selbst hergestellten Senf getüftelt: Mittlerweile hat der gelernte Koch schon neun verschiedene Sorten entwickelt. Er geht dabei immer vom Hauptprodukt aus, etwa vom Käse, dem Speck oder dem Gamswürstel. Dazu entwickelt er den passenden Senf: „Essen darf nie langweilig sein“, sagt er.

 
St. Jakob in Defereggen
Bernd Trogers „Deferegger Senf“, © Tirol Werbung/Lisa Hörterer
Bernd Troger, © Tirol Werbung/Lisa Hörterer
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