„Früher wollte ich nie kochen, wegen dem Geschrei in der Küche und der oft sehr speziellen Leute dort. Am Anfang habe ich Weinservice gemacht, in einem Hotel in Lech am Arlberg. Als dort der Koch abhaute, sagte ich: Zeigt mir, wie ihr die Sachen macht und ich koche das. Kurz danach bin ich nach Erl übersiedelt und habe hier weitergemacht.

Das hier ist ein schönes, alteingesessenes Gasthaus. Meine Frau Gaby und ich haben es 1997 von ihrem Vater übernommen. Es ist in der dritten Generation im Familienbesitz. Aber der wirklich besondere Ort hier ist für mich die Blaue Quelle, die finde ich einzigartig. Ich bin kein Schwimmbad-Typ, da kann ich mich zu wenig erholen. Ich gehe lieber hierher, wenn ich Ruhe suche. Mit nur acht Grad Celsius – auch im Sommer – ist mir das Wasser hier zum Schwimmen aber zu kalt.

Wunderschön sind für mich diese Sommerabende, wenn die Künstler vom Festspielhaus Erl bei uns essen. Wir stellen dann überall Kerzen auf. Manchmal singen dann die Opernsänger spontan etwas oder musizieren gemeinsam. Da kann ich endlich ausspannen, ein Glas Wein trinken und sagen: Jetzt bin ich fertig.“

 

Alexander Struth, Gastwirt

 

Alexander Struth führt gemeinsam mit seiner Frau Gaby das Hotel & Gasthof Blaue Quelle in Erl bei Kufstein. Der Wirtshausführer Österreich zeichnete sie als „Wirt des Jahres 2017“ aus. Hinter dem Gasthof sprudelt die Blaue Quelle, das älteste Naturdenkmal Tirols. Passions- und Festspielhaus Erl liegen beide in unmittelbarer Nähe.

 
Erl
Gasthof „Blaue Quelle“, ausgezeichnet als „Wirtshaus des Jahres 2017“, © Tirol Werbung/Bert Heinzlmeier
Alexander Struth vom Gasthof „Blaue Quelle“, © Tirol Werbung/Bert Heinzlmeier
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