Es ist herrlich ruhig im Nationalpark. Unzählige Pflanzen und Alpentiere haben hier ihr zu Hause. Carola Trojer arbeitet seit 15 Jahren als Nationalpark-Rangerin und ist auf die Beobachtung von Wildtieren spezialisiert. „Ich freue mich jeden Tag auf die Arbeit“, sagt die 36-jährige. Beim Gespräch strahlt sie dieselbe Ruhe aus wie die grünen Berghänge des Defereggentals.

Eigentlich wollte sie Lehrerin werden, doch es kam anders. „Jetzt ist die Natur mein Klassenzimmer. Von Senioren bis zu kleinen Kindern habe ich ganz unterschiedliche Schüler.“ Die Ranger führen Besuchergruppen durch das Schutzgebiet und erklären ihnen die Natur. Ein besonderer Höhepunkt ist es, wenn die „Big 5“ der Alpen zu sehen sind: Bartgeier, Steinadler, Steinböcke, Murmeltiere und Gämsen.

„Es ist schön wenn die Leute sagen: Das hätte ich alleine nie entdeckt. Oder wenn die Kinder staunen, wie groß die Hörner des Steinbocks sind. Das sind Momente, da blüht einem das Herz auf“, sagt Carola Trojer. Besonders den Kleinsten möchte sie zeigen, wie wichtig eine intakte Natur ist. „Wir müssen dafür sorgen, dass auch unsere Enkelkinder noch ein schönes Plätzchen auf der Erde haben“.

Carola Trojer, Nationalpark-Rangerin

Der Nationalpark Hohe Tauern ist zwei Mal so groß wie Berlin und erstreckt sich über die Bundesländer Tirol, Kärnten und Salzburg. Einige der höchsten Gipfel Österreichs befinden sich in der Kernzone des Schutzgebietes. Zu den wichtigsten Aufgaben des Nationalparks gehören die Forschung und der Artenschutz. Das Gebiet ist für jedermann frei zugänglich, es werden aber auch Naturführungen (auf Deutsch und Englisch) und geführte Trekkingtouren angeboten.

 
Matrei in Osttirol
Nationalpark Hohe Tauern, © Tirol Werbung/Berd Heinzlmeier
Carola Trojer aus Osttirol, © Tirol Werbung/Berd Heinzlmeier
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