„Den ersten meiner fünf Karwendelmärsche habe ich gemeinsam mit meiner Zwillingsschwester gemacht. Da benötigten wir um die neun Stunden. Ein anderes Mal bin ich mit ihr gemeinsam durchs Ziel gelaufen, auf die Sekunde genau. Ein toller Moment!

Die Nervosität lässt mich in der Nacht vor dem Start schlecht schlafen. Um sechs Uhr morgens, wenn es noch dunkel ist, kommen von allen Seiten die Leute zum Start. Schon witzig: Manche Männer sprinten mit Gel-Gürteln bepackt los, später sitzen sie dann neben der Strecke und haben Krämpfe. Wenn man sich zu früh auspowert, kommt man nicht durch. Vor allem das Abwärtslaufen muss man üben.

Ich laufe jede Woche entlang der Karwendelklamm oder durch die Gleirschklamm. Da kann ich zwei bis drei Stunden schön abwechslungsreich laufen. Oft besuche ich auch die Alm meiner Freundin Christl, das gemeinsame Sporteln verbindet uns. Für den Karwendelmarsch trainiere ich bis zu vier, fünf Mal pro Woche. Wenn man merkt, es geht nicht schlecht, wird man ein bisschen ehrgeizig. 2015 habe ich 6 Stunden und 13 Minuten gebraucht. 2019 möchte ich diese Zeit nochmal verbessern.“

 

Barbara Graf, Hobbyläuferin

 

Von Scharnitz bis nach Pertisau überwinden Hobbysportler beim Karwendelmarsch rund 52 Kilometer und 2.300 Höhenmeter bergauf. Die seit 2009 stattfindende Veranstaltung für Hobby-Bergsportler erfreut sich wachsender Beliebtheit, die 2.500 Startplätze sind jedes Jahr bereits Monate im Voraus vergeben. Übrigens: Die Strecke des Karwendelmarsches läuft vorwiegend entlang der Route des bekanntesten Tiroler Weitwanderweges „Adlerweg“ (Etappen 8, 9 und 10).

 
Scharnitz
Barbara Graf auf ihrer gewohnten Laufstrecke, © Tirol Werbung/Bert Heinzlmeier
Wilde Naturlandschaft im Karwendel, © Tirol Werbung/Bert Heinzlmeier
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