„Wenn ich einen coolen Trail fahre, fühle ich mich frei. Egal wie lange, egal wie schnell ich fahre. Ich brauche nur mein Fahrrad und die Berge. Mit meinem späteren Fahrtechniktrainer Kurt Exenberger war ich das erste Mal Downhillen. Es war neu für mich, nur für die Abfahrt aufs Rad zu steigen. Vom ihm habe ich das Fahrradfahren erst richtig gelernt.

Als ich Profisportlerin geworden bin, hatte ich plötzlich den ganzen Tag Zeit, zu trainieren. Das wollte ich ausnutzen. Dann wurde ich auf einmal langsamer ohne zu wissen, warum. Man ärgert sich natürlich, fragt sich warum. Ich musste lernen, meinen Tunnelblick abzulegen, Ruhephasen einzuhalten und auch ein Leben abseits des Sports zu führen.

Ich komme viel herum, aber jedes Mal freue ich mich wieder, wenn ich die Koffer packe und es Richtung Heimat geht. In Kirchberg sind meine Wurzeln, meine Bekannten, meine Freunde, meine Familie und es ist ein super Mountainbike-Gebiet. Wenn ich daheim bin, genieße ich einfach mal die Ruhe und das Nichtstun. Bis 35 will ich Rennen fahren und noch einmal richtig Gas geben.“

 

Lisi Osl, Profi-Mountainbikerin

 

Die Fotos mit Lisi wurden in ihrer Heimat Kirchberg in Tirol am Fleckalm Trail gemacht. Dieser Singletrail überwindet gut 1.000 Tiefenmeter und ist mit über sieben Kilometern einer der längsten Tirols. 2015 war er Schauplatz der ersten Enduro-EM. Mit der Fleckalmbahn kommen auch weniger konditionsstarke Biker problemlos hinauf.

 
Kirchberg in Tirol
Lisi Osl, Profi-Mountainbikerin, © Hafzoo
Lisi Osls Heimat: die Kitzbüheler Alpen, © Hafzoo
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