„Manchmal ist es als Kapellmeister auch frustrierend, wenn man eine Probe ansetzt und dann kommen viele nicht. Oder deine Musikanten sind nicht so eifrig. Bei gewissen Stücken denkt man dann: Das können wir jetzt nie mehr einlernen. Aber irgendwie ist es noch immer gegangen. Und wenn es dann zur Aufführung kommt, sind alle konzentriert und fleißig dabei – und es passt.

Ich meine, natürlich passiert bei den Aufführungen manchmal etwas – live is live – aber das macht ja eh Spaß, solange es nichts Gröberes ist. Und wenn ich ehrlich bin:Ich bin eigentlich überhaupt nie mehr nervös. Manche sagen, ich bin erschreckend spontan und gelassen, weil ich manchmal Sachen mache, bei denen alle anderen nervös werden. Aber mir macht das nichts: Ich bilde mir immer ein, das muss jetzt gehen und das funktioniert schon.

Neben der Musikkapelle spiele ich noch in zwei Bands. Natürlich investiere ich viel Zeit in die Musik, aber das macht mir nichts aus. Für das lebe ich ja. Deswegen habe ich auch kein Problem damit, wenn ich mir freinehmen muss für eine Ausrückung. Außerdem, wenn du Musikant bist, ein Instrument spielst und irgendwo hinkommst, dann freuen sich die Leute, wenn du da bist. Du unterhälst sie ja ein bisschen.“

 

Johannes Gleissenberger, Kapellmeister

 

Zwanzig bis dreißig Aufführungen mit jeder Band, dazu kommen Proben und Konzerte mit der Bundesmusikkapelle Alpbach: Die Freizeit von Johannes Gleissenberger ist mit Musik gefüllt. Gut, dass seine Frau Åse die gleiche Leidenschaft teilt: Gemeinsam singen sie in der Band „I’mpressed“.

 
Alpbach
Johannes Gleissenbergers größtes Hobby: die Musik, © Tirol Werbung/Lisa Hörterer
Johannes Gleissenberger, Kapellmeister in Alpbach, © Tirol Werbung/Lisa Hörterer
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