„Es war bemerkenswert, dass die Idee, die alte Taja wiederzubeleben, so großen Anklang gefunden hat. Und als wir sie eröffnet haben, bin ich einfach glücklich gewesen: Wir konnten unsere Vorstellung verwirklichen und am Ende haben auch die anderen die Alm so gesehen, wie wir das taten. Natürlich haben wir viel Zeit investiert, aber das zählt man dann nicht, wenn etwas so gelingt.

Wenn man jetzt hier im Inneren der Alm steht und die Leute aus dem Ort beobachtet – vor allem diejenigen, die so alt sind wie ich oder älter – dann merkt man: Jeder verbindet ein Stück Geschichte oder ein Erlebnis mit der Nessler Taja. Sie suchen sich selbst unter den Kreideaufzeichnungen an der Wand oder den eingeschnitzten Namen.

Ich glaube, nur was die einheimische Bevölkerung wertschätzt, kann den Gästen auch authentisch vermittelt werden. Längerfristig klappt nur das. Hätten wir aus der alten Nessler Taja eine Heidi-Alm, eine richtige Disney-Landschaft gemacht, wäre das nicht nachhaltig. Das wäre vielleicht im Moment nett, aber nicht bleibend.“

 

Kurt Tschiderer, Ortschronist von Pettneu am Arlberg

 

Wenn Kurt Tschiderer Besucher durch die Nessler Taja führt, merkt man: Das ist sein Herzensprojekt. Drei Jahre lang wurde die alte Melkalm mit viel Unterstützung restauriert. Jetzt können Besucher das Almleben von früher kennenlernen. Kurzfilme zeigen außerdem, was es mit dem 2/3 Gericht auf sich hat – dem alten Verwaltungssystem der Almen.

 
St. Anton am Arlberg
Nessler Taja in St. Anton am Arlberg, © Tirol Werbung/Lisa Hörterer
Kurt Tschiderer, Ortschronist von Pettneu am Arlberg, © Tirol Werbung/Lisa Hörterer
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