„Ich glaube, jeder ist bestrebt, seine Wurzeln zu finden. Nicht nur zu finden, sondern  auch mehr darüber zu erfahren, wie die Vorfahren gelebt haben und was sie gemacht haben, um die eigene Existenz zu sichern. Und spannender als auf diesem Hof kann so eine Suche eigentlich nicht sein.
Ich habe schon von Anfang an eine ziemlich genaue Vorstellung davon gehabt, wie der Hof am Ende werden soll. Mir war klar: Ich muss alles so original wie möglich belassen. Natürlich haben mich sehr viele mehr oder weniger belächelt und gefragt: ‚Warum reißt du das Haus nicht ein und baust ein neues?’
Aber ich bin sehr auf das Alte fixiert. Jeden Balken, jedes Brett in diesem Haus haben meine Vorfahren von Hand geschlagen. Und ich finde das so achtlos, einfach einen Bagger kommen zu lassen, der alles niederreißt. Mittlerweile hat sich das Blatt komplett gewendet: Sehr viele Leute kommen mich besuchen und möchten sich den Hof anschauen. Das freut mich auch. ‚Wir haben es ja immer schon gewusst’, heißt es nun. Irgendwie typisch tirolerisch: jetzt sind sie schwer begeistert.“

 

Georg Praxmarer, Hofbesitzer

 

Insgesamt vier Höfe gehören zum denkmalgeschützen Ensemble der Ögghöfe im Kaunertal. Eines der Häuser ist seit 1754 im Besitz von Georg Praxmarers Familie. Er hat nach einem Burn-Out beschlossen, den Hof mit Hilfe des Bundesdenkmalamtes zu revitalisieren und vermietet sein Herzensprojekt jetzt für Seminare oder als Feriendomizil.

 
Feichten
Wunderschöner Ausblick von Georg Praxmarers Hof, © Tirol Werbung/Lisa Hörterer
Georg Praxmarer, © Tirol Werbung/Lisa Hörterer
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