„Untertags kommen tausende Leute zum Seebensee. Da ist es eigentlich gescheiter, wenn man woanders hingeht. Für mich ist es beim Seebensee abends am schönsten, wenn es ruhig wird. Da ist ein anderes Licht. Man riecht die Latschen. Die Zugspitze selbst siehst du hier nicht, dafür aber den Wetterstein. Und der leuchtet dann in allen Farben, wegen dem orangen Dolomitgestein. Man spürt eine gewisse Aura.

Immer nur Bergrettung, mit Leuten wandern und klettern gehen – da brauche ich schon auch mal Zeit für mich allein. Und wenn es nur eine Stunde ist. Dann komme ich einfach abends hierher, hocke mich hin und fühle mich weit weg von allem. Hier kann ich Energie tanken, ohne dass ich viel tue. Alles ist weit weg und du hast keine Sorgen mehr. So gesehen, müsste man noch mehr Leute zum Seebensee schicken.

Viele Einheimische schätzen das nicht, weil sie nur das kennen und mehr nicht. Ich bin jedes Jahr mal in Nepal, in Peru oder am Kilimandscharo in Afrika. Das ist alles wunderschön, aber nichts gegen das, was wir hier haben. Das Wasser passt. Die Luft passt. Und es gibt keine giftigen Tiere.“

 

Regina Poberschnigg, Bergretterin

 

Die Wanderung zum Seebensee kann mit den Ehrwalder Almbahnen verkürzt werden und führt ausgehend Ehrwalder Alm auf breiten Wegen bis zum See. Wer höher hinaus will, kann vom Seebensee weiter bis zur Coburger Hütte gehen. Ambitionierte Bergsportler versuchen sich an den Klettersteigen und Bergtouren rund um den Seebensee.

 
Ehrwald
Seebensee, © Tirol Werbung/Bert Heinzlmeier
Regina Poberschnigg, © Tirol Werbung/Bert Heinzlmeier
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