„Wenn ich jetzt verbannt wäre und wüsste, ich muss hundert Tage durchgehend da sein, dann kann die Einsamkeit, die man sonst genießt, umschlagen in Langeweile. Ich brauche den Ausgleich, die Ansprache mit anderen Menschen. So kann ich das Almleben genießen, weil ich weiß: Ich habe noch das Andere. Gleichzeitig merke ich schon auch, dass ich die Zeit hier total hinauszögere und dafür wieder Nachtschichten einlege für das, was ich erledigen muss, damit ich sagen kann: Ja, jetzt bleiben wir halt doch noch einen Tag.

Sicher, die Leute fragen mich oft: Sind das nicht sehr viele Sachen, die du in deinem Leben unterbringst mit der Familie, dem Beruf und der Alm? Ist dir die Packerei nicht zu viel? Mir kommt es gar nicht so vor, das realisiert man selber oft nicht. Wenn ich es mir aber selber durchdenke, die einzelnen Schauplätze: Es stimmt – eigentlich ist es viel. Es sind viele verschiedene Anknüpfungspunkte und Brücken, die ich habe. Aber das ist genau das, was mich ausmacht, glaube ich. Und warum das für mich zum allergrößten Teil immer super funktioniert. Wahrscheinlich ist es schon ein bisschen anstrengender als eine tägliche Routine. Aber ich erlebe halt auch mehr und das gefällt mir.“

 

Katrin Steindl, Communications Manager

 

Katrin Steindl hätte nie gedacht, dass sie einmal auf der Alm ihrer Eltern, der Vorderen Lochner Alpe, ihre Sommer verbringen würde: Als Senior Communications Manager hat sie schon für Swarovski gearbeitet und kuratierte mehrmals den Designsalon in Linz. Jetzt bewirtschaftet ihr Lebensgefährte Klaus das große Almgebiet – und Katrin pendelt gemeinsam mit Tochter Alma zwischen Berg und Tal.

 
Rettenschöss
Katrin Steindls Vordere Lochner Alpe, © Tirol Werbung/Lisa Hörterer
Katrin Steindl, © Tirol Werbung/Lisa Hörterer
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