Adventbläser am Christkindlmarkt Mayrhofen, © Tirol Werbung/Michael Grössinger
Adventbläser am Christkindlmarkt Mayrhofen, © Tirol Werbung/Michael Grössinger

200 Jahre „Stille Nacht! Heilige Nacht!“

In unzählige Sprachen übersetzt, spendet „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ Millionen von Menschen Hoffnung und Trost. Gedichtet und komponiert wurde das Lied 1818 von Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber in Salzburg, es waren jedoch Sänger aus Tirol, die es in die Welt hinausgetragen haben. Schon damals waren für einen „Welt-Hit“ nicht nur die richtige Melodie, sondern auch die idealen Interpreten notwendig. Wer wissen will, wie „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ weltberühmt wurde, entdeckt eine Geschichte voller Mut, Talent und glücklicher Fügungen.

Wie wurde das Lied zum Hit?

Im 19. Jahrhundert war es nicht ungewöhnlich, dass Tiroler Bauern im Winter als fahrende Händler unterwegs waren. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, setzte der Zillertaler Handschuhhändler Lorenz Strasser auf seine musikalischen Kinder. Mit ihren schönen Stimmen begeisterten sie im Jahr 1831 die Kundschaft am Leipziger Weihnachtsmarkt. Zum Repertoire gehörte auch ein bis dahin in Deutschland unbekanntes Weihnachtslied. Der Orgelbauer Carl Mauracher aus Fügen hatte „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ von einer Reise aus dem benachbarten Salzburg ins Zillertal mitgebracht. Von der Familie Strasser dargeboten, wurde das Lied zum Hit und es folgten Auftritte in halb Europa. Ein paar Jahre später machte sich der erst 18-jährige Ludwig Rainer auf, um mit seinem Gesangs-Quartett Amerika zu erobern. Er entstammte einer berühmten Sänger-Familie aus Fügen. Am Weihnachtsabend 1839 gab die Rainer-Gruppe schließlich ein Konzert in New York und „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ erklang zum ersten Mal in der Neuen Welt. Die Resonanz war überwältigend, da es damals viele deutschsprachige Einwanderer in den USA gab. So hat sich das österreichische Lied weiterverbreitet und wurde schließlich zum bekanntesten Weihnachtslied der Welt.

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Stille Nacht – Inszenierung auf allen Märkten

Passend zum Jubiläumsjahr hat „Advent in Tirol“ 2019 eine szenisch-musikalische Inszenierung rund um den Beitrag der Tiroler Sängergesellschaften zur Verbreitung des wohl berühmtesten Weihnachtsliedes in Auftrag gegeben. Und so trifft man auch heuer wieder auf allen Märkten an manchen Tagen auf Sänger, die so aussehen, wie Tiroler Sängergesellschaften vor 200 Jahren vielleicht ausgesehen haben und das machen, was sie schon vor 200 Jahren taten: singend Tiroler Kultur anbieten. Sie erzählen dabei die Erfolgsgeschichte der „Stillen Nacht“ und begeistern und berühren Besucher mit Tiroler Advent- und Weihnachtsweisen wie beispielsweise „Wo sein denn heit die Schafersbuam“ oder „Geh Hansl, pack dei Binggal zsam.“

„Stille Nacht“ auf den Tiroler Adventmärkten

Auf den „Advent in Tirol“-Märkten finden 2019 zu ausgewählten Terminen eigene Inszenierungen statt.

Highlights

 

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