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10 Dinge, die ihr im Tiroler Frühling unbedingt machen solltet …

Aktualisiert am 05.03.2024 in Unterhaltung

Frühling in Tirol

Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und jeder findet sein Glück auf ganz individuelle Art und Weise. Deshalb können Best-of-Listen auch immer nur als persönliche Anregung und nicht als universelle Anleitung verstanden werden. Ich verrate euch trotzdem meine Top-10 für mein Frühlingsglück in Tirol.

1. Figln auf der Seegrube

Zwoa Brettl, a gführiger Schnee, juchee! Wenn die Tage länger werden und der Frühling ins Land zieht, teilt sich die Tiroler Bevölkerung in zwei Lager – jene, die die Ski längst gegen den Drahtesel getauscht haben und schon die ersten Mountainbiketouren unternehmen. Und jene, die an ihren zwei Brettern festhalten und den letzten Schnee voll und ganz auskosten wollen. Der sogenannte Firn (Frühlingsschnee) lädt zum „Figln“ (= Firngleiten) ein, und die Seegrube hoch über Innsbruck ist wohl die kultigste Location, um dem Vergnügen auf den kurzen Brettln zu frönen.

Jedes Jahr zur Frühlingszeit geht es zum Figln auf die Nordkette. Foto: Thomas KrestanJedes Jahr zur Frühlingszeit geht es zum Figln auf die Nordkette. Foto: Thomas Krestan

2. Tirol-Fotos aus den digitalen Tiefen holen und ausdrucken

Wie viele Fotos liegen auf der Festplatte eures PCs oder am Smartphone? Oder schlummern eure Bilder gemütlich in der Cloud?! Ich habe kürzlich mit meinem Sohn ein „richtiges“ Fotoalbum (ja, so ein altmodisches Ding, wo die Fotos noch entwickelt und fein säuberlich eingeklebt wurden!) angeschaut: Es war herrlich! Deshalb meine zweite Empfehlung fürs Frühjahr: blättert in euren digitalen Ordnern, sucht die schönsten Bilder eures Tirol-Aufenthaltes heraus und macht Abzüge davon. Steigert garantiert die Vorfreude auf das, was dieser Frühling bringen mag. (Für die „Digital Natives“ geht alternativ auch ein Fotobuch.)

Ihr findet garantiert neue, alte Lieblingsaufnahmen.Ihr findet garantiert neue, alte Lieblingsaufnahmen.

3. Kneippen

Seid ihr schon mal im Storchengang durch eiskaltes Wasser gewatet? Nein? Dann wird es höchste Zeit! Denn das Wassertreten verschafft nicht nur einen ungeheuren Frischekick, es hat bei richtiger Durchführung auch positive Auswirkungen auf Gefäße und Immunsystem. Wem das zu viel des Guten ist – ein kaltes Armbad ist ein bewährtes „Hallo Wach“-Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit. Kneippanlangen findet ihr in vielen Orten Tirols, die meisten sind ab Anfang Mai geöffnet. Und außerdem sind nahezu alle Tiroler Bäche und Seen im Frühling dank des Schmelzwassers vom Schnee auch noch ziiiiemlich frisch, sodass sich auch diese hervorragend zum Kneippen eignen.

Lech

4. Am Innufer in der Sonne liegen

Paris hat die Seine. London die Themse. Und Innsbruck? No na – den Inn! Immer dann, wenn ich mich in die Studentenzeit zurückversetzen will, mach ich das: am Ufer des Inns sitzen, dem Wasser zusehen, wie es dahinfließt und sonst – nichts zu tun. Außer vielleicht ein Eis zu schlecken und mich zu freuen, dass ich in einem so schönen Land leben darf.

Innsbruck

5. Ein Winter-Closing-Konzert besuchen

Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist, sagt der Volksmund. Am schönsten mit dem Winter aufhören könnt ihr in Ischgl, Sölden, Obergurgl-Hochgurgl und in St. Anton am Arlberg. Dort geht die Saison mit dem Kult-Skirennen „Der weiße Rausch“ sportlich zu Ende, in Sölden wird beim Electric Mountain Festival „Schluss“ mit dem Winter gemacht. Obergurgl-Hochgurgl bietet mit Firn, Fun and Fire ein abwechslungsreiches Programm und in Ischgl gastieren jährlich internationale Stars beim legendären Top of the Mountain-Konzert.

Große Kulisse für große Töne. (Foto: TVB Paznaun)Große Kulisse für große Töne. (Foto: TVB Paznaun)

6. Aufs Gauderfest gehen

Eine „Gaudi“ heißt auf Tirolerisch ein Riesenspaß. Das Gauderfest ist zwar eine Gaudi, hat seinen Namen aber von „Gauderlehen“ – der Wiese, auf der das Fest stattfindet. Wie auch immer – am ersten Wochenende im Mai öffnet die Brauerei Zillertal Bier ihre Pforten in Zell am Ziller und dann ist Spaß garantiert: bei der traditionellen Gambrinus-Rede werden Persönlichkeiten und Geschehnisse des letzten Jahres humorig auf die Schippe genommen, Österreichs größter Trachtenumzug lässt einem die Augen vor lauter Anmut und Schönheit übergehen und im Vergnügungspark kommen auch die Kleinsten auf ihre Kosten. Apropos kosten: den Gauderbock (jenes Bier, das eigens zum Gauderfest gebraut wird), müsst ihr unbedingt verkosten – aber Achtung – er ist seeeeehr stark!

Foto: Zillertal BierFoto: Zillertal Bier

7. Handy daheim lassen und einen Spaziergang machen

Rund drei Stunden hängen junge Menschen laut Studien pro Tag am Smartphone – also ca. alle sieben bis acht Minuten streifen Blick und Finger übers Display …. Seid auch ihr nahezu „always on“? Wie wär’s dann mal mit einer Pause? Handy daheimlassen und raus in die Natur – einfach drauf los marschieren. Und sich nur auf das konzentrieren, was rund um einen geschieht. Da sieht man plötzlich die Blumen blühen, die Vögel zwitschern, spürt Sonne und Wind auf der Haut … Hört sich banal an, fühlt sich aber bei achtsamem Wahrnehmen echt gut an! Und ich verspreche euch – die Eindrücke sind auf eurer persönlichen Festplatte viel besser abgespeichert als ein Foto am Handy ;-)

Mooswald

8. A bissl Kultur, bitt’schön

Keine Berge. Trotzdem Tirol. Ja, auch wenn die sonnigen Höhen im Frühling mehr denn je locken, lohnt es sich, auch mal „unten“ zu bleiben und sich eine Portion Kultur zu genehmigen. Meine Favoriten: Das Haus der Musik Innsbruck lädt einmal monatlich zum After Work Jazzkonzert mit Apreitiv in abwechslungsreichen Besetzungen. Das Stoabeatz Festival am Walchsee im Kaiserwinkl, bei dem versucht wird eine Brücke zwischen traditionellen Werten und zeitgenössischer Kultur zu schlagen. Und für alle Philosophen: In Kufstein vereint das Festival glück.tage philosophische Gedanken zum Thema Glück, Lesungen, Natur-Erlebnisse, spannende Vorträge und musikalische Kunstwerke. Nicht verpassen!

Foto: SteudltennFoto: Steudltenn

9. Rechtzeitig Hüttenübernachtung buchen

Seid ihr schon mal oben am Berg aufgewacht? Und habt gesehen, wie die ersten Sonnenstrahlen über die Gipfel klettern? Weit und breit kein Lärm, keine Häuser, keine Autos? Stattdessen ganz viel Ruhe, frische Luft und die unendliche Energie, die von den Bergen ausgeht? Egal, ob ihr im Matratzenlager übernachten wollt oder im komfortablen Zweibettzimmer – sichert euch am besten heute schon euren persönlichen Logenplatz in der Natur, denn die Betten auf den Bergen sind begrenzt und begehrt.

Padasterjochhaus

10. Einen Frühlingsstrauß pflücken

Kennt ihr den Brauch des Grasausläutens? Ende April ziehen Kinder über die Tiroler Felder und Wiesen – in Lederhosen und Dirndl gekleidet und mit schweren Kuhglocken um die Hüften geschnallt. Das ist ein Lärm, sag ich euch! Jedenfalls soll mit diesem alten Brauch der Winter ausgetrieben werden und außerdem herrscht nach dem kollektiven Gebimmel „Betreten verboten“ auf den bäuerlichen Wiesen, damit das Gras ungestört wachsen kann … Ihr dürft im Mai also nicht mehr quer durch die blühenden Wiesen marschieren, aber auch am Rand lassen sich zarte Frühlingsgeschöpfe wie Margeriten, Glockenblumen oder Färberkamille pflücken, um sie dann zu Hause in einer Vase schön zu arrangieren.

Ort: Gschnitz
Ort: Gschnitz

Fabienne ist Tirol Werberin aus Leidenschaft. War früher ständig in der Welt unterwegs und hat sich gewundert, warum so viele Leute Urlaub in Tirol machen. Jetzt wundert sie nichts mehr, denn mit vielen bereisten Ländern im Gepäck bestätigt sie: es gibt wohl keinen schöneren Platz auf Erden als Tirol.

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