Handwerkskunst vom Innsbrucker Christkindlmarkt, © Tirol Werbung/Lisa Hörterer
Handwerkskunst vom Innsbrucker Christkindlmarkt, © Tirol Werbung/Lisa Hörterer

Es weihnachtet sehr... Traditionelle Tiroler Weihnachtsbräuche

Für viele ist Weihnachten die wohl schönste Zeit des Jahres. Eine besondere Atmosphäre liegt in der Luft, die Familie steht im Mittelpunkt. Charakteristisch für diese Zeit sind aber auch zahlreiche Bräuche und Traditionen, die jedes Jahr das Fest der Feste zu etwas ganz Besonderem werden lassen.

Barbarazweige, © Tirol Werbung

3
Barbarazweige holen

Glücksbringer

Am 4. Dezember, dem Namenstag der Heiligen Barbara, holt man traditionell Zweige von Apfel- oder Kirschbäumen, gibt diese in warmes Wasser und stellt sie neben den Ofen. Tragen die Barbarazweige bis zum Heiligen Abend Blüten, dann, so glaubt man, steht dem Glück im kommenden Jahr nichts mehr im Wege.

Heilige Nikolaus, © Tirol Werbung/Michael Grössinger

4
Auf den Nikolaus warten

Für „brave“ und…

Ganz am Anfang des Advents stehen in Tirol viele Bräuche rund um den Namenstag des Heiligen Nikolaus am 6. Dezember. In der Figur des Heiligen Nikolaus, der die braven Kinder mit kleinen Geschenken belohnt, lebt der mildtätige Bischof Nikolaus weiter. Einen besonderen Nikolausbrauch gibt es in Ischgl. Gemeint ist der so genannte „Soniklasstab“ („son-“ = Abkürzung für „sanctus“ und niklas für „Nikolaus“), der im ganzen Paznauntal einen typischen Kinderbrauch um den Nikolaustag darstellt.

Traditionelles Räuchern in Tirol, © Gerhard Berger

8
Rauhnächte

Unheil abwenden

Die drei Rauhnächte – am 25. Dezember, zu Silvester und am 5. Januar – genießen bei vielen Tiroler Familien noch einen hohen Stellenwert. Dabei geht die ganze Familie traditionell mit einer Pfanne voller Weihrauch durch Haus und Stall und räuchert (daher der Name) das Haus ein. Dieser uralte heidnische Brauch soll das Heim vor Unheil und Krankheit schützen.

Sternsinger in St. Sigmund, © Tirol Werbung/Bernhard Aichner

9
Caspar, Melchior und Balthasar hereinbitten

Die Heiligen Drei Könige

Ein sehr schöner Brauch, der rund um das Fest der Heiligen Drei Könige am 6. Jänner in Tirol begangen wird, sind die „Sternsinger“. Kinder und Jugendliche ziehen verkleidet als die „drei Weisen aus dem Morgenland“ in den Dörfern und Städten von Haus zu Haus. Die Kinder singen Lieder und erbitten dabei eine Spende für Menschen in Not. Neben dem herrlichen Weihrauchgeruch hinterlassen sie als Zeichen für die Segnung die Jahreszahl und die Buchstaben C+M+B oben auf jeder Haustüre. Dies bedeutet „Christus Mansionem Benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“. Aus diesen drei Buchstaben C, M und B haben sich auch die Namen der drei Könige entwickelt – nämlich: Caspar, Melchior und Balthasar.

Christkindlmärkte: die Termine 2021

mehr anzeigen +

 

nach oben
Wenn Sie uns Ihre Email-Adresse verraten...

...verraten wir Ihnen im wöchentlichen Newsletter die besten Urlaubstipps aus Tirol!