Skitourengeher im Villgratental, © TVB Osttirol/W9 Studios
Skitourengeher im Villgratental, © TVB Osttirol/W9 Studios

Skitouren

Die tief verschneiten Berge Tirols locken jedes Jahr zahlreiche Skitourengeher in die Natur. Kaum ein Land bietet so viele Möglichkeiten für Skitouren in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden wie das Land im Gebirg'.

Beim Skitourengehen erleben Sie die Berge von einer außergewöhnlichen Seite. Eine unberührte, tief verschneite Winterlandschaft beeindruckt mit absoluter Ruhe und eindrucksvollen Ausblicken. Das vielseitige Angebot an Ein- und Mehrtagesskitouren wird dabei zusätzlich durch verschiedenste Nachtskitouren entlang der Pisten erweitert. Ein umfangreiches Hüttenangebot sichert gemütliche Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten

In vielen Regionen genießen Einsteiger geführte Skitouren mit ortskundigen Bergführern. Wer sich hingegen alleine auf den Weg macht, stimmt seine Tour auf die aktuelle Schnee-, Wetter- und Lawinensituation ab. Sicherheit hat stets oberste Priorität. In den Bergen ist jeder Tourengeher für sich und die ganze Gruppe verantwortlich. Verantwortungsbewusste tragen eine komplette Lawinenausrüstung (Verschüttetensuchgerät, Sonde und Schaufel) und ein Handy bei sich. Im Idealfall wird ein Airbag-Rucksack, der den Tourengeher bei einem Lawinenabgang an der Oberfläche hält, mitgeführt. In kostenlosen SAAC-Kursen (Snow and Avalanche Awareness Camps) – das sind mehrtägige Lawinencamps mit Hintergrundinformationen und Praxistipps für alle, die sich abseits gesicherter Pisten bewegen – erlernen Sie die Handhabung Ihrer Ausrüstung unter professioneller Anleitung und erhalten Informationen zur Beurteilung von Schneedeckenaufbau, Routenwahl und Lawinenkunde.

Skitouren-Tipps für Anfänger


Skitourengehen, © Tirol Werbung/Hans Herbig

Tipp 1: Geführte Skitouren, wie die Schmugglertour ausgehend vom Skigebiet Fiss-Ladis in Richtung Samnaun, oder die Tour in die Urgtaler Berge bieten sich besonders für Einteiger an, die den Skitouren-Sport kennenlernen möchten. Weitere Informationen

Tipp 2: Die Skitour auf den Gerlosstein (2.166 Meter) zur Arbiskogelhütte im Zillertal eignet sich dank des abwechslungsreichen Geländes auch für Anfänger. Hier wechseln sich steilere Passagen und leichte Abschnitte angenehm ab. Weitere Informationen

Tipp 3: Ein viel begangener Grenzberg in Osttirol ist das Gaishörndl (2.615 Meter) im Tourengebiet von Kalkstein. Die Tour kann im Winter fast jeden Tag  gemacht werden, durch die optimale Abfahrtneigung und auf Grund der südostseitige Lage ist sie auch eine schöne Firntour. Eine Besonderheit dieser Skitour ist der schöne Blick zu den Dolomiten und ins Pustertal nach Toblach. Weitere Informationen

Tipp 4: Die Einsteigertour auf den Grubenkopf mit 887 Höhenmetern ist eine landschaftlich schöne, leichte und vielbegangene Skitour im Obernbergtal, die bis an die Staatsgrenze nach Italien führt. Nach dem Verlassen der Rodelbahn passiert man zunächst den wunderschönen Obernberger See und steigt dann weiter durch ein Almengelände auf. Die meist vorhandene Aufstiegsspur erleichtert die Wegfindung, bis man den Gipfel des Grubenkopfs (2.337 Metern) am Grenzkamm erreicht hat. Weitere Informationen

Tipp 5: Skitourengehen im Alpbachtal ist ein wahrer Genuss – und der Schatzberg ist ein vielbesuchter Skigipfel, der aufgrund seiner freien Hänge auch für Anfänger eine wunderbare, technisch unschwierige Abfahrt bietet. Die gemütliche Skitour mit 870 Höhenmetern führt von Inneralpach über den Hahnkopf (1.902 Meter) auf den Schatzberg (1.898 Meter) in den Kitzbüheler Alpen. Sie ist auch bei geringer Schneelage gut machbar, da der Anstieg größtenteils über Wiesen führt. Die Tour ist auch für Splitboard-Geher geeignet. Weitere Informationen

Tipp 6: Die Skitour auf das Böse Weibele (2.521 Meter) in den im Zwickel zwischen Drau – und Iseltal ist eine wunderschöne Tour mit Panoramagarantie. Mit Aufstiegshilfe durch die Hochsteinbahn bietet sich die Tour mit 500 Höhenmetern auch für Einsteiger an.

Konditionsstarke Tourengeher starten bereits von der Bergstation der Kombibahn. Die Spur führt über den sogenannten „Russenweg“, einem schmalen Steig, der immer im Wald verläuft, zur Hochsteinhütte (2.023 Meter). Bis hierher führen auch die 3 Sektionen der Hochsteinbahn. Von der Hochsteinhütte geht es immer mit herrlicher Aussicht ins Iseltal und zu den Dolomiten in westlicher Richtung auf das Böse Weibele. Weitere Informationen

Tipp 7: Die Skitour auf das kleine Pfuitjöchle ist eine sehr beliebte, sonnenseitige Genuss-Skitour in den Lechtaler Alpen. Aufgrund der südlichen Exposition braucht es schneesichere Verhältnisse, aber dann ist die Tour mit rund 990 Höhenmetern ein echtes Schmankerl. Der Aufstieg führt zunächst durch den Wald, danach erreicht man freies Gelände mit schönen Hängen, die herrlichen Abfahrtsgenuss versprechen. Weitere Informationen

Skitouren-Tipps für Fortgeschrittene


Skitourengehen, © Tirol Werbung/Martina Wiedenhofer

Tipp 1: Die Lampsenspitze (2.875 Meter) zählt zu den beliebtesten Skitouren in Innsbruck und Umgebung. Freie Hänge und eine relative Schneesicherheit zeichnen diese Tour mit rund 1.200 Höhenmetern in den Stubaier Alpen aus. 2008 wurde entlang der Aufstiegsstrecke der erste Tourenlehrpfad eingerichtet: Die Tourengeher werden von Tafeln mit wertvollen Infos, einer „sicheren“ Spur und technischen Checkpoints auf der Tour begleitet. Gleich beim Start gibt es einen LVS-Checkpunkt. Bleibt man im Aufstieg als auch in der Abfahrt am ausgewiesenen Weg, handelt es sich um eine relativ sichere Skitour, die auch für Splitboard-Geher geeignet ist. Weitere Informationen

Tipp 2: Das Wattental, ein Seitental des Inntals, eröffnet ausgehend von der Lizumer Hütte eine Vielzahl an erlebnisreichen Tourenmöglichkeiten.

Tipp 3: Von der Rofanspitze (2.259 Meter) in der Achensee-Region erwartet Sie eine traumhafte Abfahrt, bei welcher Sie mehr als 1.600 Höhenmeter hinab ins Tal wedeln. Der Aufstieg lässt sich hingegen mit der Gondelbahn auf 400 Höhenmeter verkürzen. Weitere Informationen

Tipp 4: Der herrliche Ausblick vom Gipfel und die ausgezeichnete Lage inmitten der Villgrater Bergwelt machen die 2.951 Meter hohe Hochgrabe im Gebiet Einettal Innervillgraten zu einem beliebten Tourenziel in Osttirol. Eine gute Kondition und Ausdauer gehört bei dieser Tour jedoch zur Voraussetzung. Weitere Informationen

Tipp 5: Im entlegensten Winkel der Wildschönau steht das Große Beil (2.309m). Die Tour ist nicht umsonst bei Kennern sehr beliebt – herrliche Almböden und die urige Gressensteinalm machen diese Tour zu einem Genuss. Weitere Informationen

Tipp 6: Die Glocknergruppe lockt mit einigen Traumtouren. Ein Klassiker ist das Figerhorn (2.743m), eine markante Südflanke, die schon bei der Anfahrt weithin sichtbar ist. Sollte die steile Gipfelflanke nur von guten Skifahrern bei sicheren Verhältnisse gewagt werden, so sind die darunter liegenden Greiwiesen ein für alle Skitourenfreunde ein geeigneter Abfahrtsgenuss. Weitere Informationen

Tipps für mehrtägige Skitouren


Skitourengehen, © Tirol Werbung/Robert Pupeter

Tipp 1: Ein besonderes Schmankerl für erfahrene Skitourengeher ist eine 4-Tages-Tour in den Kitzbüheler Alpen. Von der Kelchsau über die Neue Bamberger Hütte und dem Gasthaus Steinberg geht es nach Aschau zur Oberlandhütte.

Tipp 2: Eine grenzeberschreitende Rundtour über einsame Jöcher und Scharten in naturbelassene Hochtäler ist die dreitägige 3-Täler-Rundtour Villgratental – Defereggental – Gsiesertal in Osttirol. Abwechslungsreiche Anstiege wechseln sich bei dieser Route mit genussvollen Abfahrten in sonnenbeschienenen Hängen ab. Ausdauernde Tourengeher können mit Varianten ohne große Umwege auch einige lohnende Gipfel besteigen. Die Tour führt auf Osttiroler Seite vom Villgratental über die Ochsenlenke ins Defreggental, von dort über die Halsscharte ins Gsiesertal im benachbarten Südtirol. Über das Kalksteinjöchl gelangt man schließlich wieder zurück ins Villgratental.

Tipp 3: Konditionsstarke Skitourengeher können in Osttirol ausgehend von Lienz die viertägige Skitour „Hoch Tirol“ unternehmen. Diese Tour führt unter anderem auch auf Österreichs höchsten Berg, den Großglockner mit 3.798 Metern.

Tipp 4: Ein Klassiker ist die Silvrettarunde, die je nach verfügbarer Zeit und Bedingungen flexibel gestaltet werden kann. Ab Ischgl oder Galtür wird gestartet und hier endet man meist auch wieder – eine richtige Rundtour eben. Stützpunkte sind die Heidelbergerhütte, die Jamtalhütte und die Wiesbadenerhütte. Weitere Informationen

Tipp 5: Die Durchquerung der Tuxer Alpen vom Brenner bis ins Zillertal wird in der Regel in vier Tagen gemacht. Ausgangspunkt ist Navis, die weiteren Etappen führen über die Lizumer Hütte, die Weidener Hütte und die Rastkogelhütte bis nach Hochfügen.

Tipp 6: In der Hochtourensaison können in Osttirol ambitionierte Skitourengeher mehrtägige Durchquerungen planen, wie etwa die Umfahrung rund um den Grossglockner (3.798m). Man startet dazu in Kals und umrundet den höchsten Berg Österreichs in zwei bis drei Tagen.

Skitouren-Camps in der Silberregion Karwendel und im Rofangebirge


Skitouren-Camp mit Stephan Keck, © TVB Silberregion Karwendel

Wer bereits genügend Erfahrung auf der Skipiste gesammelt hat und nun die Welt des Freeridens im unberührten Backcountry kennenlernen will, sollte eines der Skitouren-Camps in den Tiroler Bergen besuchen. Dort weisen Skitourenexperten sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene theoretisch und praktisch in die notwendige Sicherheitsausrüstung ein, klären über Lawinengefahren auf und nehmen die Teilnehmer zu geführten Touren mit. 

  • Skitouren Basic Camps, Schwaz: Zusammen mit Himalaya-Expeditionsleiter Stephan Keck geht es für drei Tage hinauf zum Kellerjoch oberhalb von Schwaz in der Silberregion Karwendel. Der Experte führt die Teilnehmer in die Theorie des Schneedeckenaufbaus, der Geländeformen und Lawinen-Alarmzeichen ein. Das Wissen kann beim Planen der gemeinsamen Touren und der Wahl der Steigspuren praktisch angewendet werden. Im Paket enthalten sind neben den Schulungen zwei Übernachtungen im Hecherhaus und Materialtests. Voraussetzung ist u.a. die Fähigkeit, rote Pisten sturzfrei zu befahren. Zwischen Ende Jänner und Anfang März 2019 werden drei Termine angeboten. Weitere Infos  
  • Achensee Skitourencamps: Im Rofangebirge hoch über dem Achensee können sich jeweils bis zu 40 Wintersportler zwei Tage lang von Experten in die Welt des Skitourengehens einführen lassen. Bei den Sicherheitsschulungen geht es vor allem um den Umgang mit Lawinenairbag, Sonde, Schaufel und LVS-Gerät. Im Anschluss nehmen die Kursleiter ihre Schüler mit zu geführten Skitouren, wo auch Materialtests möglich sind. Die Teilnehmer übernachten auf der Erfurter Hütte. Die Camps eignen sich sowohl für Fortgeschrittene als auch für Anfänger, die aber sichere Skifahrkenntnisse mitbringen müssen. Zwischen Ende Jänner und Anfang Februar 2019 werden drei Termine angeboten. Weitere Infos

Skitourenpark Pitztal


Im Skitourenpark am Pitztaler Gletscher, © Pitztaler Gletscher

Eine interessante Alternative zum völlig ungesicherten Gelände bietet seit der Saison 2018/19 der Skitourenpark am Pitztaler Gletscher. Das Besondere: Er befindet sich innerhalb des gesicherten Skiraums.

Bis weit ins Frühjahr hinein können Skitourengeher dort abseits der Pisten in die Gletscherwelt eintauchen. Sie haben die Wahl zwischen drei gespurten Aufstiegsrouten in den Schwierigkeitsstufen leicht, mittelschwierig und schwierig. Dementsprechend unterschiedlich fallen Streckenlängen und Höhenprofile aus. Höchster Punkt ist bei der schwarzen Route der Hintere Brunnenkogel (3.440 Meter), den man über einen teils sehr steilen Anstieg erreicht. Alle Aufstiegsspuren sind so angelegt, dass es keine Berührungspunkte mit den Skifahrern auf den Pisten gibt. Die Skischule Pitztal und die Bergführervereinigung Pitztal bieten zudem Einsteigerkurse an. Weitere Infos

 

Plattform „Miteinander erleben“

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