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Berghütten in Tirol, die im Winter geöffnet haben

Aktualisiert am 07.03.2022 in Sport, Fotos: Frank Stolle

Die Amberger Hütte in den Stubaier Alpen.
, © Tirol Werbung / Frank StolleDie Amberger Hütte in den Stubaier Alpen.

Diese Berghütten in Tirol haben auch im Winter geöffnet – einige eignen sich für eine Winterwanderung oder einen Tagesausflug mit der Rodel. Am besten erreicht man die Hütten mit Tourenskiern – und wer sicher damit unterwegs ist, nimmt die unverspurten Abfahrten natürlich gerne mit.

Der folgende Beitrag gibt euch einen Überblick über Berghütten in Tirol, die ihr im Winter als Tagestourenziel oder als Übernachtungsmöglichkeit auf einer mehrtägigen Skitour von Hütte zu Hütte ansteuern könnt. Während einige Hütten schon im Hochwinter geöffnet haben, machen die meisten Hütten erst ab Februar auf, manche der besonders hoch gelegenen Hütten auch noch später in der Saison. Bevor ihr eine der aufgeführten Hütten als Tourenziel auswählt, erkundigt euch bitte auf der Hüttenwebsite, ob die hier angegebenen Öffnungszeiten aktuell gelten.

Bitte seid euch bewusst, dass die Berge im Winter neben den üblichen Herausforderungen wie Wetter und Wegfindung weitere Gefahren bergen, allen voran die Gefahr durch Lawinen. Bevor Ihr also im Winter zu einer Hütte aufbrecht, macht euch unbedingt mit dem aktuellen Lawinenlagebericht vertraut und kontaktiert im Zweifelsfall die Hütte, ob der Zustieg gerade sicher ist. Wer im Winter im freien Gelände unterwegs ist, sollte mindestens die übliche Lawinenausrüstung (Suchgerät, Schaufel und Sonde) mit sich führen – und auch wissen, wie man damit umgeht. Entsprechende Kurse können unter anderem über die Alpenvereine gebucht werden.

Kitzbüheler Alpen und Kaisergebirge

            Die Neue Bamberger Hütte in den Kitzbüheler Alpen.

          Die Neue Bamberger Hütte in den Kitzbüheler Alpen.

Während vor allem westlich von Kitzbühel selbst und weiter östlich um Fieberbrunn der Skizirkus seine Festspiele gibt, finden sich auf der Ostseite des Jochbergtals zahlreiche Skitourenmöglichkeiten – und mit der Bochumer Hütte und der Hochwildalmhütte zwei der wenigen bewirteten Hütten der Region. Einen zweiten Skitouren-Schwerpunkt gibt es rund um die Kelchsau mit der Neuen Bamberger Hütte, die auch als Tourenstützpunkt fungiert. Insgesamt sind die Kitzbüheler Alpen mit ihren überwiegend zahmen Skibergen, deren Gipfel nur selten weit über die 2.000-Meter-Grenze hinausragen, mit den sanften Wiesenhängen und Waldschneisen ein Tourengebiet, das sehr gut für Einsteiger und Genusstourengänger geeignet ist. Die meisten Touren sind gut an einem Tag machbar. Anders ist es bei manchen anspruchsvollen Winterdurchquerungen des Kaisergebirges, das aber auch im Sommer eher die verschärften Alpinisten anspricht.

Karwendel und Rofan

Die zwei Massive liegen nah beeinander und sind doch im Winter sehr unterschiedlich. Der kleine Rofan-Stock ist mit einer Seilbahn recht gut erschlossen und bietet mit der Erfurter Hütte in der Nähe der Bergstation Rofanseilbahn eine leicht erreichbare Unterkunft, die auch für den Schneeschuhtourengänger einige Möglichkeiten bietet. Das wilde Karwendel wiederum ist mit der Pleisenhütte als einziger bewirtschafteter Hütte – die als Tourenstützpunkt der gleichnamigen Pleisenspitze eher ein Kann als ein Muss ist – vergleichsweise unterversorgt und bleibt in weiten Teilen ein Ziel für den eher ambitionierten Tourengänger.

Tuxer und Zillertaler Alpen

Die Lizumer Hütte in den Tuxer Alpen.
, © Tirol Werbung / Frank StolleDie Lizumer Hütte in den Tuxer Alpen.

Die Tuxer Alpen sind durch Nebentäler vom Inntal gut zu erreichen und bieten einige Hütten, die auch im Winter geöffnet haben, größtenteils auch schon früh in der Saison. Viele der Touren hier sind auch für Einsteiger geeignet – und entsprechend beliebt. Die sympathischen Unterkünfte wie etwa die Lizumer Hütte sind ideale Stützpunkte für ein (verlängertes!) Tourenwochenende in abwechslungsreichem Gelände. Geradezu abweisend präsentieren sich im Winter die Täler, die zum Zillertaler Hauptkamm führen: lange „Talhatscher“ ohne bewirtete Hütten am Ende und alpinistisch anspruchsvoller Gipfel lassen hier ein überraschend abgelegenes Tourengebiet für den Connaisseur entstehen.

Stubaier Alpen

            Picture perfect: Umgeben von den Schneemassen im Sulztal bietet die Amberger Hütte Schutz und Verpflegung.

          Picture perfect: Umgeben von den Schneemassen im Sulztal bietet die Amberger Hütte Schutz und Verpflegung.

Über 2.000 Meter hoch gelegene und damit schneesichere Hütten, die man meist ohne Gletscherausrüstung erreicht – und das in einer hohen Dichte! Die Stubaier Alpen, die südlich des Inns vom Brenner bis ins Ötztal reichen, sind in perfektes Skitourengebiet mit Zielen in allen Schwierigkeitsgraden und Touren vom Frühwinter bis in den Frühling. Die Hütten sind teilweise – wie etwa die urige Amberger Hütte – auch für Rodler zu erreichen. Aufgrund des dichten Netzes von im Winter geöffneten Hütten sind für Skitourengänger auch viele spannende Durchquerungen der Stubaier Alpen möglich – einige Strecken, wie etwa eine Durchquerung der Sellrainer Berge unter dem Namen „Orient Express“, werden seit Jahrzehnten von Einheimischen auch als Skitourenrennen durchgeführt.

Ötztaler Alpen

Was die Walliser Alpen für die Westalpen sind, sind die Ötztaler Alpen für die Ostalpen – hier erheben sich am meisten hohe Gipfel auf engem Raum; große Gebiete sind sogar vergletschert. Auch, wenn vor allem an den Rändern auch viele Touren aus den Tälern schon früher im Winter möglich sind, gelten die Ötztaler vor allem als Hochtourenziel für den Spätwinter. Die hoch gelegenen Hütten ermöglichen bis in den Mai hinein Skihochtouren – Erlebnisse in weißer Landschaft, wenn in den Tälern schon die Blumen blühen. Mit der Venter Runde bieten die Ötztaler auch die bekannteste Skitourendurchquerung Tirols. Tief in die Ötztaler schneiden das Pitztal und das Kaunertal, die zwar keine klassischen Skitourenhütten aufweisen, aber dennoch abwechslungsreichen Touren- und Skiplus-Möglichkeiten bieten.

Silvretta

                        Die Jamtalhütte: Trutzburg inmitten der Silvretta.

          
          Die Jamtalhütte: Trutzburg inmitten der Silvretta.

Viele Berge, wenige Skigebiete – so einfach ist die Formel für ein beliebtes Skitourengebiet. Die Silvretta, die sich über einen Tiroler Teil, aber nach Vorarlberg und in den Schweizer Kanton Graubünden hinein erstreckt, hat dieser Formel über Jahrzehnte zu einer der begehrtesten Bergregionen für Skitourengänger in den Alpen gemacht. Zum Ruhm der Silvretta gehören nartürlich Signature-Gipfel wie der Piz Buin. Aber auch die Möglichkeit, spät im Winter hohe Durchquerungen von Hütte zu Hütte zu machen. Das westliche Tiroler Grenzgebirge weist auf Tiroler Seite mit der Jamtalhütte eine der bekanntesten davon auf.  

  • Jamtalhütte, 2.165 m (geöffnet von Mitte Februar bis Mitte Mai)

Osttirol

            Ausgesetzt und geschützt – auf der Dolomitenhütte erlebt man Beides zugleich.

          Ausgesetzt und geschützt – auf der Dolomitenhütte erlebt man Beides zugleich.

Mit dem Großglockner liegt der höchste Berg Tirols in den Hohen Tauern. Wer sich dem Gipfel von Tiroler Seite nähert, kommt von Süden, also aus Osttirol. Klingt verwirrend? Dass sie sich im Winter leichter von Süden als von Norden, also eben auch Osttirol, besser erreichen lassen, gilt allerdings auch für andere Tauern-Massive, etwa die Glocknergruppe. Die ist in der kalten Jahreszeit vom Virgental aus gut zu erreichen – vor allem, wenn dort die hohen Hütten öffnen. Einen ganz anderen Charakter als das Hochgebirge der Hohen Tauern haben die Lienzer Dolomiten im Süden Osttirols, die ein paar ganz einfache und einige sehr rasante Skitouren aufweisen, die schon früher in der Saison möglich sind – und mit der Dolomitenhütte eine der spektakulärsten Unterkünfte der Region.

Zimmer mit Aussicht auf Schnee

Geschichten über Leidenschaft, Abgeschiedenheit und die Kräfte der Natur im winterlichen Hochgebirge: In einer Porträt-Serie haben wir die außergewöhnlichsten Winterhütten in den Tiroler Bergen besucht.

Tirol wird für Oliver Stolle ein Land der ersten Erinnerungen bleiben. Erstes Mal Buckelpiste: am Pass Thurn. Erstes Mal Höhenangst: als Bub auf der Hohen Munde. Erstes Mal Graukas: auf einer Alm in den Zillertalern. Erstes Mal kein Wort Deutsch verstanden: beim Dorffasching in Feichten im Kaunertal. Er freut sich auf weitere erste Male.

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