Wenn diese Weitwanderwege zu lang sind...
...haben wir auch noch kürzere Touren von Hütte zu Hütte für Familien.
Das war noch nicht alles! Finde deine passende Weitwanderung sortierbar nach Schwierigkeit, Strecke und Dauer.
Ja.
(Wenn die Weitwanderung so geplant wird, dass auf die Bedürfnisse der Kinder ausreichend eingegangen wird.)
Weitwandern mit Kindern ist ein besonderes Erlebnis und schweißt die ganze Familie zusammen. Natürlich hat auch ein Urlaub mit Kinderbetreuung seine Reize, aber so viel Qualitätszeit wie auf einer Weitwanderung verbringt man selten miteinander. Durch die ständig wechselnde Landschaft und die vielen neuen Reize wird den Kindern auch kaum langweilig (schließlich folgt ein Abenteuer dem nächsten), was die gemeinsame Zeit sehr entspannt machen kann.
Erwachsene finden beim Weitwandern außerdem zahlreiche Möglichkeiten, den Kindern die Welt zu zeigen und zu erklären - abseits vom Alltag, also auch mit ganz viel Zeit. Die Kleinen wiederum lernen sehr viel auf so einer Weitwanderung - über die Natur und über sich selbst. Auch erlebt die ganze Familie auf einer Weitwanderung auch einen starken Zusammenhalt und von den Erinnerungen, die man von einem solchen Abenteuer nach Hause bringt, wird man auch im Alltag noch lange zehren können.
Damit der Urlaub gelingt, ist es allerdings wirklich wichtig, dass man sich ganz auf die Bedürfnisse und das Tempo der Kinder einstellt. Zu lange oder anstrengende Etappen, Stress beim Gehen oder zu wenige Gelegenheiten, um zu spielen, zu staunen und zu rasten können das Erlebnis für die gesamte Familie trüben.
Viele Weitwanderwege Tirols sind auch für Familien mit Kindern geeignet. Sie zeichnen sich durch kürzere Etappen aus und verlaufen hauptsächlich auf leichten bis mittelschweren (Berg-)Wegen. Dass es unterwegs zahlreiche Attraktionen für Kinder (und ihre Eltern) gibt, versteht sich von selbst: Spielplätze, Naturschauspiele, Sommerrodelbahnen, MountainCart-Strecken, Hängebrücken, Freibäder und Hallenbäder sind ein motivierendes Zwischenziel beim Weitwandern und garantieren, dass den Kids unterwegs nicht langweilig wird.
Insgesamt sieben Weitwanderwege in Tirol sind auch für Kinder geeignet. Alle folgen einem jeweils eigenen Thema. So gibt es Weitwanderwege, die
Wer nur ein verlängertes Wochenende Zeit hat oder sich langsam an das Weitwandern mit Kindern herantasten möchte, kann es auch mit einer kürzerem Mehrtageswanderung oder einer Wanderung mit Hüttenübernachtung probieren.
Alle Familienweitwanderwege in Tirol verlaufen in alpiner Landschaft und bieten schöne Naturerlebnisse. Der Iseltrail etwa führt entlang der Isel bis zu ihrer Quelle und durch beeindruckende Auenlandschaften, an Schluchten und Wasserfällen vorbei und bis an die Gletscherzunge des Umbalkees heran. Der Lechweg ist ebenfalls eine hervorragende Wahl für Familien. Er folgt dem Lech von seiner Quelle bis zum Lechfall in Füssen und führt durch wilde Naturlandschaften im Naturpark Lech. Entlang des Weges gibt es viele Rastplätze, Abenteuer (wie etwa die Hängebrücken in Holzgau am Lechweg und der über die Iselschlucht beim Iseltrail) und interessante Stationen, die Kindern spannende Einblicke in die Tiroler Naturwelt bieten. Der Starkenberger Panoramaweg führt an insgesamt sieben Seen und zahlreichen Bachläufen vorbei.
Sobald man sich für einen Weitwanderung entschieden hat, kann man mit der Etappenplanung beginnen. Dabei sollten körperliche Fitness des jüngsten Kindes genauso berücksichtigt werden, wie eventuelle Ausflugsziele und Attraktionen entlang des Weges. Es empfiehlt sich daher, die einzelnen Etappenbeschreibungen gut zu „studieren“, um die ideale Etappenlänge zu bestimmen. Gerade bei Weitwanderungen, die in Talnähe verlaufen (Lechweg etc.), lassen sich die einzelnen Etappen individuell einteilen. Wichtig dabei ist auch, bei der Etappenplanung zu berücksichtigen, ob ein Wegabschnitt kinderwagentauglich bzw. für die eigenen Kinder begehbar ist und welche Umgehung möglich ist (andere Strecke, öffentliche Verkehrsmittel etc.)
Hat man die jeweiligen Startorte und Etappenziele definiert, können die Unterkünfte gebucht werden. Je nach persönlicher Vorliebe kann das eine Unterkunft für die gesamte Reise sein oder jeweils ein Hotel im Zielort. Prinzipiell ist es auch möglich, die jeweiligen Unterkünfte vor Ort zu buchen, was zwar die Flexibilität erhöht, aber natürlich auch ein bisschen unentspannt werden kann, da gerade in der Hochsaison viele Orte eventuell schon ausgebucht sind. (In diesem Fall müsste man dann halt auf einen Nachbarort ausweichen, könnte dazu aber auch auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen.)
Auf manchen Weitwanderwegen wie etwa dem KAT Walk Family ist es außerdem möglich, ein Rundum-Service inkl. Gepäcktransport zu buchen.
In der Regel übernachtet man entlang der Tiroler Familienweitwanderwege in Unterkünften, die den eigenen Vorlieben entsprechen: Pensionen, Hotels, private Gastgeber. Auf dem meisten Weitwanderwegen gibt es übrigens Partnerunterkünfte, die besondere Buchungsoptionen zulassen.
Auf dem Iseltrail übernachtet man außerdem auf der Clarahütte, Startpunkt der letzten Etappe.
Selbstverständlich müssen alle Familienmitglieder optimal ausgerüstet sein: je nach Weitwanderung Berg- oder Trekkingschuhe, Regenschutz, etc. Außer den üblichen Utensilien für Weitwanderungen brauchen Kinder allerdings nicht viele weitere Dinge – von den altersgemäßen Utensilien abgesehen (Windeln z.B.). Die meisten Weitwanderungen in Tirol verlaufen im Tal oder in Talnähe, sodass Dinge, die man eventuell doch gebraucht werden, vor Ort besorgt werden können. Es empfiehlt sich aber, das Erste-Hilfe-Set durch ausreichend Pflaster und Desinfektionsspray zu ergänzen und aus Erfahrung wissen wir, dass sich (je nach Alter des Kindes) auch ein Kinderschnitzmesser und ein Stück Garn als praktisch erweisen können.
Wie viele Kilometer Kinder auf einer Weitwanderung gehen können, lässt sich nicht pauschal sagen, da dies von mehreren Faktoren abhängt. Als Richtwert kann man sich an etwa 5 bis 12 Kilometern pro Tag orientieren. Wird das Kind noch streckenweise getragen, können die Etappen natürlich etwas länger sein, wobei bedacht werden sollte, dass es für Kinder auch anstrengend sein kann, den ganzen Tag in der Kraxe zu verbringen. Befinden sich unterwegs Ausflugsziele, die man unbedingt besuchen möchte, sollte die Etappe natürlich kürzer sein. In jedem Fall aber sollte man sich genügend Zeit nehmen – Kinder entdecken unterwegs allerhand und mit ihnen gemeinsam zu staunen macht nicht nur Spaß, sondern stärkt auch die Bindung.
Beim Weitwandern mit Kindern sind einige Punkte zu beachten:
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