Mystisch und archaisch – Fasnachtsbräuche in Tirol


Es ist ein Brauch, der ganze Dörfer in seinen Bann zieht. Allen gemeinsam ist das Leitthema: der Kampf des Frühlings gegen den Winter.

Nirgendwo sonst finden sich so viele und unterschiedliche Fasnachtsbräuche und nirgendwo werden sie so ausgiebig gepflegt wie in Tirol. Die Figuren und Masken dieses bunten Brauchtums reichen mit ihren Wurzeln in graue Vorzeiten zurück. Sie haben mit Sonnenkult und Fruchtbarkeitszauber, mit dem Vertreiben böser Kräfte und der Beschwörung der Lebensgeister zu tun.

Erleben Sie die bunten und ausgelassenen Aufführungen mit prachtvollen, handgeschnitzten Masken und aufwendigen Kleidern. Fantasievoll geschmückte, mit Aufbauten versehene Wagen ergänzen den Zug der altehrwürdigen Gruppen und Figuren und sorgen für Heiterkeit, Bewirtung und viel Schabernack.


2 · Nassereither Schellerlaufen


Nassereither Schellerlaufen, © Fasnachtskomitee Nassereith

Alle drei Jahre gehen die Nassereither „in die Fasnacht“: Das Nassereither Schellerlaufen ist einer der imposantesten Fasnachtsbräuche in Tirol und ebenfalls immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Die anmutig wirkenden Figuren des „Schönen Zuges“ – Kehrer, Roller und Scheller sowie Spritzer – begeistern mit einzigartigen Seidengewändern im Barock- und Rokokostil.

Nächstes Schellerlaufen: 17. Februar 2019

3 · Telfer Schleicherlaufen


Laternenträger beim Telfer Schleicherlaufen, © Tirol Werbung/Bernhard Aichner

Alle fünf Jahre greift in Telfs das sogenannte „Fasnachtsfieber“ um sich und die Bären, Wilden und Schleicher ziehen durch Telfs. Die rund 40 prächtig gekleideten Schleicher tragen einen monumentalen Hut: bis zu acht Kilogramm schwer, oft höher als einen Meter und jeder für sich ein Kunstwerk. Seit 2010 gehört das traditionsreiche Telfer Schleicherlaufen zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Nächstes Schleicherlaufen: 2. Februar 2020

4 · Muller und Matschgererwesen rund um Innsbruck und Hall


Spiegeltuxer beim Muller- und Matschgererwesen in den Dörfern rund um Innsbruck, © Tirol Werbung/Bernhard Aichner

Beim Muller- und Matschgererwesen in den MARTHA-Dörfern (Mühlau, Arzl, Rum, Thaur, Absam) rund um Innsbruck und Hall spielen unter anderem Spiegeltuxer, Melcher und Weißer als Symbole für den Frühling und Sommer und Zottler, Zaggler, Klötzler und Hexen als Vertreter des Herbstes und Winters die Hauptrollen. Wild und ungestüm ziehen sie durch die Straßen und Lokale, alle mit streng vorgeschriebenen Schritten, Tänzen und Figuren. Ein Schlag von den Mullern und Matschgern auf die Schulter bedeutet Glück und Fruchtbarkeit. Die traditionsbewussten Gemeinden veranstalten im Wechsel jedes Jahr einen großen Umzug.

Nächstes Thaurer Mullerlaufen: 4. Februar 2018 in Thaur; Nächstes Rumer Mullerlaufen: 2019; Nächster Milser Matschgerer-Umzug: 16. Februar 2020 in Mils

 

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