Kals-Matreier-Törl-Haus im Virgental, © Martin Schönegger
Kals-Matreier-Törl-Haus im Virgental, © Martin Schönegger

Pilgerweg
Hoch & Heilig

„Nach innen wandern über Berge und Grenzen“ lautet das Motto des Pilgerwegs „Hoch & Heilig“ in Osttirol. In neun Etappen führt er auf insgesamt 191 Kilometern von Lavant südöstlich von Lienz in einem großen Bogen über das Hochpustertal in Südtirol, das Villgratental, Defereggental, Virgental, Matrei sowie Kals am Großglockner nach Heiligenblut im Kärntner Mölltal. Die Wanderer folgen der Route oftmals auf stillen Wegen und an Kraft spendenden Orten vorbei, über idyllische Almen und hochalpine Übergänge. Die meisten Etappen sind zwischen 20 und 25 Kilometer lang und mit teilweise mehr als 1.700 Höhenmetern im Aufstieg konditionell sehr anspruchsvoll. Wem alle neun Etappen zu viel sind, der kann sich seine Route auch individuell zusammenstellen, denn jede Etappe ist schon für sich allein ein Erlebnis.

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Ausgangspunkt  

Lavant (Osttirol)

Endpunkt

Heiligenblut (Kärnten)

Gebirgszug

Gailtaler Alpen

Venedigergruppe

Glocknergruppe

Granatspitzgruppe

Villgratner Berge

Karnischer Hauptkamm

Schobergruppe

Länge

191,3 km

Dauer

9 Tag(e)

Merkmale

  • Rolli- Wandertour
  • Rundwanderung

Schwierigkeit

mittelschwierig (rote Bergwege)

Höhenlage

2.654 m 680 m

Höhenmeter bergauf 12.900 m
Höhenmeter bergab 12.395 m

Kondition*

Technik*

Beste Jahreszeit*

Jan
Feb
Mrz
Apr
Mai
Jun

Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

* Es handelt sich hier um Richtwerte und Empfehlungen. Bitte beachten Sie Ihre persönlichen Fähigkeiten und die aktuelle Wetterlage. Für die Richtigkeit der Angaben kann keine Haftung übernommen werden.

Parken

Am besten in Lienz parken und vom Bahnhof mit dem Bus (Linien 940/941) nach Lavant fahren. Dauer: 18 bis 25 Min

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Streckenbeschreibung

Etappe 1: Lavant – Tristacher See – Leisach – St. Korbinian
Höhenmeter bergauf/bergab: 1.090/873 Meter, Dauer: 7 Std., 45 Min., Länge: 20 Kilometer, höchster Punkt: 1.054 Meter, Schwierigkeitsgrad: mittelschwierig (rot)

Die erste Etappe des Pilgerwegs führt von der Lavanter Wallfahrtskirche im Osttiroler Drautal über den schön gelegenen Tristacher See, auf dem Römerweg nach Burgfrieden und an der Lienzer Klause vorbei bis nach St. Korbinian/Thal im Pustertal. Die Ansprüche an Kondition und Technik sind hier noch gering.

Einkehrmöglichkeiten entlang Etappe 1: Landgasthaus Kreit-Hof, Parkhotel Tristacher See, Ferienhotel Laserz, Gasthaus Leisacherhof, Gasthof Aue (Thal)

 

Etappe 2: St. Korbinian – Dapra-Kreuz – Kofelpass -  Maria Luggau
Höhenmeter bergauf/bergab: 1.713/1.449 Meter, Dauer: 10 Std., 30 Min., Länge: 19,2 Kilometer, höchster Punkt: 1.880 Meter, Schwierigkeitsgrad: mittelschwierig (rot)

Vom Pustertal geht es durch die Schlucht des Leisacher Almbachs in den Gailtaler Alpen, über die schöne Hochebene der Leisacher Alm sowie den Kofelpass bis hinunter nach Maria Luggau im Kärntner Lesachtal mit seiner Basilika. Auf dieser Etappe ist bereits deutlich mehr Kondition gefragt.

Einkehrmöglichkeiten entlang Etappe 2: Gasthof Bäckwirt, Maria Luggau, Gasthof Luggau

 

Etappe 3: Maria Luggau – Obertilliach – St. Oswald
Höhenmeter bergauf/bergab: 1.486/1.280 Meter, Dauer: 10 Std., 15 Min., Länge: 25,3 Kilometer, höchster Punkt: 2.218 Meter, Schwierigkeitsgrad: mittelschwierig (rot)

Auf der dritten Etappe führt der Weg in westlicher Richtung durch das Lesachtal und die Dörfer Unter- und Obertilliach. Bei Obertilliach mit seinem denkmalgeschützten Ortskern geht es auf teils steilem Steig hinauf zum Gailtaler Höhenweg, der bis nach St. Oswald oberhalb von Kartitsch wieder stetig abwärts führt.

Einkehrmöglichkeiten entlang Etappe 3: Gasthof Hochspitz (Abstecher), diverse Gasthöfe in Untertilliach, Gasthof Oswalderhof, St. Oswald, mehrere Gästehäuser in St. Ulrich (nur Übernachtung) sowie weiter unten in Kartitsch

 

Etappe 4: St. Oswald – Kartitsch – Sillian – Winnebach – Innichen
Höhenmeter bergauf/bergab: 824/858 Meter, Dauer: 8 Stunden, Länge: 24,2 Kilometer, höchster Punkt: 1.397 Meter, Schwierigkeitsgrad: leicht (blau)

Mit gut 24 Kilometern ist die vierte Etappe nach Innichen in Südtirol zwar recht lang, aber weniger anspruchsvoll. Über Kartitsch und die barocke Wallfahrtskirche von Hollbruck führt der Weg bei Heinfels ins Pustertal zurück, weiter über Sillian. In wechselnden Höhenlagen folgt man der Drau nach Innichen mit seiner bedeutenden romanischen Stiftskirche.

Einkehrmöglichkeiten entlang Etappe 4: Hotel Schöne Aussicht, Bar-Restaurant Heimspiel, Heinfels, diverse Gasthöfe in Sillian, Imbiss Platz-Hirsch, Arnbach, Puschtra-Alm, Pizzeria Tempele, Hotel-Restaurant Waldrast, Winnebach, Hotel-Restaurant Tolderhof, Winnebach, diverse Gasthöfe in Obervierschach, diverse Gasthöfe in Innichen

 

Etappe 5: Innichen – Silvesterkapelle – Marchkinkele – Kalkstein
Höhenmeter bergauf/bergab: 1.548/1.074 Meter, Dauer: 9 Stunden, Länge: 14,5 Kilometer, höchster Punkt: 2.526 Meter, Schwierigkeitsgrad: mittelschwierig (rot)

Vom betriebsamen Hochpustertal in Südtirol geht es auf diesem Abschnitt nach Norden in ein abgelegenes Seitental des ohnehin ruhigen Villgratentals auf Osttiroler Seite. Höchster Punkt ist der Gipfel des Marchkinkele (2.545 Meter), der einen weiten Blick unter anderem über Dolomiten und Zillertaler Alpen ermöglicht. Übernachtung in Kalkstein oder – ein Stück weiter talauswärts – in Innervillgraten.

Einkehrmöglichkeiten entlang Etappe 5: Silvesteralm (Anfang Juni bis Ende September; Abstecher), Badl-Alm (Kalkstein), Gasthof-Pension Bad Kalkstein, diverse Gasthöfe in Innervillgraten (Abstecher)

 

Etappe 6: Kalkstein – Unterstalleralm – Villgrater Törl – St. Jakob in Defereggen
Höhenmeter bergauf/bergab: 1.468/1.774 Meter, Dauer: 10 Std., 30 Min., Länge: 20,4 Kilometer, höchster Punkt: 2.502 Meter, Schwierigkeitsgrad: mittelschwierig (rot)

Die sechste Etappe führt nordwärts durch das urige Villgratental, vorbei am Naturdenkmal Sinkersee und der Unterstalleralm, wo sich eine Rast anbietet. Denn im Anschluss geht es steil hinauf zum Villgrater Törl und von dort über Almen und an einem großen Wasserfall vorbei hinunter nach St. Jakob im Defereggental. Ab dieser Etappe ist bis zum Ende des Pilgerwegs viel Kondition gefragt.

Einkehrmöglichkeiten entlang Etappe 6: Unterstalleralm (Pfingsten bis Mitte Okt.), Jesachalm (Abstecher), Jausenstation Alpe-Stalle (ab Mitte Mai), diverse Gasthöfe in Rinderschinken und St. Jakob in Defereggen

 

Etappe 7: St. Jakob in D. – Virger Törl – Lasörlinghütte – Gries – Obermauern
Höhenmeter bergauf/bergab: 1.742/1.833 Meter, Dauer: 11 Std., 30 Min., Länge: 20,2 Kilometer, höchster Punkt: 2.620 Meter, Schwierigkeitsgrad: mittelschwierig (rot)

Die siebte Etappe vom Defereggental ins nördlich gelegene Virgental am Fuße des Großvenediger ist durch ihre Höhenmeter geprägt, weshalb sie gut vorbereitet sein sollte. Man wandert wieder hinauf in die hochalpine Zone, an den idyllischen Gritzer Seen vorbei, über das Mullitztörl (2.620 Meter) und zur heiß ersehnten Einkehr in der Lasörlinghütte. Von dort führt der Weg nach Gries im Virgental und zur Wallfahrtskirche Maria Schnee in Obermauern.

Einkehrmöglichkeiten entlang Etappe 7: Läsörlinghütte (zweite Junihälfte bis Ende September), Rainer-Alm (Anfang Juli bis Ende Sept.), Stadleralm (Anfang Juni bis Ende Sept.), Schwaigerhof, diverse Gasthöfe in Virgen und Obermauern

 

Etappe 8: Obermauern – Matrei – St. Veiter Stöckl – Kals-Matreier Törl – Kals am Großglockner
Höhenmeter bergauf/bergab: 1.562/1.525 Meter, Dauer: 10 Std., 45 Min., Länge: 24,9 Kilometer, höchster Punkt: 2.206 Meter, Schwierigkeitsgrad: mittelschwierig (rot)

Auf dem Kreuzweg, einem der bedeutendsten Wallfahrerwege Tirols, geht es von der Wallfahrtskirche Maria Schnee hinab nach Virgen. Es folgen der „Weg der Sinne“ und der Iselweg und – in der Mitte der Etappe – Matrei mit seinem „Landdom“ St. Alban. Dort sollte man seinen Proviant überprüfen und alle Kräfte sammeln – denn jetzt folgt der anstrengende Teil mit dem Anstieg zum Kals-Matreier Törl. Nach einer Pause mit herrlicher Aussicht geht es hinunter nach Kals.

Einkehrmöglichkeiten entlang Etappe 8: diverse Gasthöfe in Matrei i. Osttirol

 

Etappe 9: Kals – Glorerhütte – Bricciuskapelle – Heiligenblut
Höhenmeter bergauf/bergab: 1.694/1.717 Meter, Dauer: 11 Std., 15 Min., Länge: 22,5 Kilometer, höchster Punkt: 2.654 Meter, Schwierigkeitsgrad: mittelschwierig (rot)

Zum Schluss des Pilgerwegs wird es konditionell noch einmal sehr anspruchsvoll. Von Kals führt die Route über das Lucknerhaus zunächst zum Berger Törl und der Glorer Hütte (2.643 Meter), dem höchsten Punkt des gesamten Pilgerwegs. Ab jetzt geht es abwärts durch das Leitertal, vorbei am Leiterfall und der Bricciuskapelle, und auf dem „Heilwasserweg“ weiter Richtung Ziel, der Wallfahrtskirche von Heiligenblut im Kärntner Mölltal.

Einkehrmöglichkeiten entlang Etappe 9: Temblerhof (Großdorf), Gamsalm, Gasthof Ködnitzhof (Kals), Lucknerhaus (Ende Mai bis Mitte Okt.), Glorer-Hütte (zweite Junihälfte bis Ende Sept.), diverse Gasthöfe in Heiligenblut

 

Tipp: Wer zurück nach Lienz fahren möchte, nimmt in Heiligenblut Bus 5108 nach Winklern im Mölltal. Dort umsteigen in Bus 942, der zum Bahnhof Lienz weiterfährt. Gesamtfahrzeit: eine Stunde.

Infos zum Ort

Anreise

Wie kommen Sie zu Ihrer Zieladresse? Per Flugzeug, Bahn, Bus oder Auto.

Ihre Zieladresse: Lavant 840, Lavant

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