Herbsturlaub in Tirol: Großer Ahornboden, © Tirol Werbung/Mario Webhofer
© Herbsturlaub in Tirol: Großer Ahornboden, © Tirol Werbung/Mario Webhofer

Herbsturlaub in Tirol: Die 10 schönsten Herbstlandschaften


Der Herbst ist eine schöne Zeit, Tirol zu durchstreifen: Die Tage sind nicht mehr drückend heiß, die Abende noch nicht wirklich ungemütlich kalt. Ein letztes Mal werden die Wiesen gemäht, die letzten Früchte wollen geerntet werden. Und diese Farben! 10 Tipps für einen Herbsturlaub in Tirol.

Man muss nicht über die Wortmächtigkeit eines Dichters verfügen, aber es schadet auch nicht, sich ausdrücken zu können wie Rainer Maria Rilke in seinem berühmten Gedicht „Herbsttag“ (1902): „Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. / Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, / und auf den Fluren lass die Winde los.“ Der Vergleich zwischen dem Zyklus der Jahreszeiten und dem Werden und Vergehen eines Menschenlebens drängt sich auf. Der Herbst, diese verbindende Periode zwischen den Extremen des Sommers und des Winters, ist eben eine besondere Zeit. Und eine besonders schöne Zeit – 10 Tipps für einen Herbsturlaub in Tirol.


1 · Pfundser Tschey


Herbsturlaub in Tirol: Pfundser Tschey, © Tirol Werbung/Mario Webhofer

Das bezaubernde Hochtal oberhalb von Pfunds mit dem schönen alten Namen Pfundser Tschey liegt auf 1.650 Meter Seehöhe. Deshalb besticht es im Herbst nicht nur mit der gerade richtigen Mischung aus Sonnenwärme und einer angenehm kühlen Brise, sondern auch mit einer Optik, die ganz unmittelbar beruhigend auf die Seele wirkt: das lichte Braun der Wiesen, die sich nach der letzten Mahd auf die Winterruhe einstellen; ein paar locker verstreute watteweiße Schleierwölkchen, die das tiefe Blau des Himmels nur noch stärker hervortreten lassen. Und dazu die unzähligen winzigen Stadel aus dunkel verwittertem Holz, sogenannte Kochhütten, die wie zufällig in der Landschaft verteilt sind.

Essen. Herbstzeit ist Wildzeit, und im Berghof in Pfunds gibt es neben anderen traditionellen Tiroler und österreichischen Speisen Wildgerichte aus der eigenen Jagd.

Schlafen. Im Hotel Berghof, der als Mitglied der „Tiroler Wanderhotels“ auch mehrmals wöchentlich geführte Wanderungen anbietet, kann man preisgünstig und in familiärer Atmosphäre nächtigen. Teile des Vier-Sterne-Hotels Traube in Pfunds gehen auf das 16. Jahrhundert zurück, das Vitalhotel Lafairser Hof verbindet zeitgemäßes Design mit traditionellen Architekturelementen.

Erleben. Das Hochtal Pfundser Tschey liegt etwa 400 Meter oberhalb der Ortschaft Pfunds und beginnt bei der renovierten Greiter Mühle am Radurschlbach. Eine leichte, rund 2,5-stündige Familienwanderung führt durch die Tschey und das Platzertal auf die Platzalm.

2 · Piburger See


Herbsturlaub in Tirol: Piburger See im Ötztal, © Tirol Werbung/Mario Webhofer

Über den Piburger See stolpert man nicht zufällig. Ein bewaldeter Höhenrücken trennt Piburg von Oetz im vorderen Ötztal. Ein gewaltiger Felssturz, ausgelöst durch die letzte Eiszeit, versperrte damals der Ötztaler Ache den Weg und staute einst den See auf. Beim Spaziergang um den Piburger, wie ihn Einheimische kurz nennen, beeindrucken die letzten Seerosenblüten, anmutig weiß in ihrem grünen Blätterbett, die nach den Strahlen der späten Sonne gieren. Und am Ufer setzen sich ein paar kugelige Sumpfdotterblumen, die sich zu einer späten zweiten Blüte aufgerafft haben, gegen die üppig wuchernden, immergrünen Seggen und das Schilf durch.

Essen. Auf der Terrasse der Badeanstalt lassen sich genüsslich eine fangfrische Seeforelle oder ein Stück Kuchen zur Nachmittagsjause verspeisen.

Schlafen. Wer länger bleibt (und das will man im Ötztal immer gern), findet im Gästehaus Braunegger direkt in Piburg gemütlich Unterkunft. Designliebhaber sollten etwas weiter ins Ötztal fahren und im Wellnesshotel Waldklause in Längenfeld nächtigen. Dort ist auch Tirols einzige Therme, der Aqua Dome, ganz nah.

Erleben. Die Straße nach Piburg zweigt kurz vor dem Ortszentrum von Oetz nach rechts ab. Vom kostenpflichtigen Parkplatz in Piburg schlendert man bei der leichten Wanderung in rund einer Stunde um den See herum. Sportlich Ambitionierte starten eine 4,5-stündige, aber leichte Wanderung schon in Oetz: Vom Postparkplatz aus geht man entlang der Ötztaler Ache bis zur Wellerbrücke und steigt dann zum Seehäusl und weiter zum Seejöchl auf. Von dort hat man speziell in der klaren Herbstluft einen prächtigen Blick auf den See und die umliegenden Dreitausender. Tipp für Fotografen: In der Morgensonne lässt sich die Herbststimmung am Piburger See besonders schön mit der Kamera einfangen.

3 · Telfer Wiesen


Herbsturlaub in Tirol: Telfer Wiesen, © Tirol Werbung/Mario Webhofer

Viele Einheimische, die liebend gern Ausflüge in diese Region unternehmen, nennen die Telfer Wiesen fälschlich Telfeser Wiesen. Ob Telfer oder Telfeser ist allerdings gar nicht so übermäßig wichtig. Alles, was man wissen muss, ist: Die Telfer Wiesen sind ein Teil der Stubaier Ortschaft Telfes und eine der schönsten Gegenden Tirols für gemütliche Herbstspaziergänge oder Mountainbiketouren mit der ganzen Familie. Ausgedehnte, sehr lichte Lärchenwälder in sanfter Mittelgebirgslage auf der Sonnenseite des vorderen Stubaitales erfreuen das Auge und die Seele mit raffinierten Nuancen von Gelb, Orange und Gold. Und immer wieder schweift der Blick kilometerweit ins Stubai und ins Wipptal weit unterhalb der kleinen Streusiedlung oder nach oben zum Patscherkofel, dem südseitigen Hausberg der Innsbrucker, zur Serles, zum Habicht…

Essen. Der Thalerhof am Ausgangspunkt der Wanderung begeistert mit einer guten Küche mit heimischen Bioprodukten. Fans von Knödeln aller Art, aber auch sonstigen traditionellen Speisen wie einem sauer angemachten Tiroler Graukäse kommen im Alpengasthaus Stockerhof oberhalb von Mutters/Kreith auf ihre Rechnung.

Schlafen. In erhabener Lage mit Blick über das gesamte Stubaital nächtigt es sich im Landgut Thalerhof oder im Vier-Sterne-Hotel Oberhofer. Für Selbstversorger ist die Pension Pircher-Maes mit ihren im Tiroler Stil gehaltenen, gemütlichen Appartements ein guter Tipp.

Erleben. Vom Parkplatz im Ortsteil Kapfers aus führt ein Rundweg fast eben durch die Telfer Wiesen. Umweltfreundlich und romantisch ist die Anreise mit der Stubaitalbahn, die von Innsbruck aus durch die Telfer Wiesen fährt (Haltestellen Luimes, Telfes und Telfer Wiesen).

4 · Eulenwiesen und Maria Waldrast


Herbsturlaub in Tirol: Eulenwiesen, © Tirol Werbung/Mario Webhofer

Näher, mein Gott, zu dir – wer eine Wallfahrt unternimmt, um seinem Schöpfer für etwas Gutes zu danken, um Verzeihung für eine böse Tat zu bitten oder um Beistand in einer schwierigen Lebenssituation zu erflehen, muss ein wenig Mühe auf sich nehmen. Sonst hilft das Pilgern nichts. Wer also das Bedürfnis verspürt, den alten Wallfahrtsort Maria Waldrast aufzusuchen, der lege seine Pilgerwanderung möglichst in den frühen Herbst. Gut möglich, dass sich Stress und Unruhe auf fast wundersame Weise schon auflösen, wenn man durch die lodernden Lärchenhaine wandert und auf den gut versteckten Eulenwiesen Rast macht, um einfach einmal ganz tief durchzuatmen.

Essen. Das Kloster Maria Waldrast, eines der höchstgelegenen Klöster Europas auf mehr als 1.600 Meter Seehöhe, punktet mit regionaler Küche und einer Sonnenterrasse mit grandiosem Ausblick. Küche und Keller sind auch in der Lage, private Feiern für bis zu 60 Menschen auszurichten. Im Alpengasthaus Gleinser Hof oberhalb von Schönberg serviert die Wirtsfamilie Hammer Stubaier Spezialitäten aus der eigenen Landwirtschaft.

Schlafen. Nicht nur Wanderer, Bergsteiger und Seminargruppen nützen die herrliche Lage des Servitenklosters Maria Waldrast gern auch zum Übernachten. Die ehemaligen Mönchszellen sind heute einfache, aber schöne Gästezimmer.

Erleben. Maria Waldrast liegt am Fuße der Serles in der Gemeinde Mühlbachl und ist auf zahlreichen Wanderwegen zu erreichen, unter anderem in etwa 1,5 Stunden Gehzeit via Gleins im Stubaital (öffentlicher Parkplatz) über die Gleinser Mähder und die Eulenwiesen. Von Matrei am Brenner aus führt auch eine gut ausgebaute Straße zum Wallfahrtsort. Wer lieber am Mountainbike unterwegs ist, kann die Herbstlandschaft rund um Maria Waldrast auf der 7. Etappe der Bikeschaukel Tirol erkunden.

5 · Obernberger See


Herbsturlaub in Tirol: Obernberger See, © Tirol Werbung/Mario Webhofer

An einem sonnigen Herbsttag am Obernberger See nimmt die Natur noch einmal alle ihre Kräfte zusammen, bevor sie sich zur winterlichen Ruhe begibt. Die Wasserfläche, makellos glatt wie ein kostbarer Spiegel, schimmert in den verheißungsvollsten Farben: Da ist das märchenhafte Blau von Lapislazuli, da sind zarte Schattierungen von Türkis mit einer hellen Ahnung von Grün, da schimmern dunkelgrüne Malachite und Smaragde. Bewacht wird dieses Schatzkästlein auf fast 1.600 Meter Seehöhe von riesigen, hellgelben Lärchenwäldern und den mächtigen Tribulaun-Gipfeln, die sich scharf gegen den unwirklich blauen Himmel abheben. Es ist ruhig, so ruhig und friedlich, dass man, hingefläzt auf einen sonnenwarmen flachen Stein am Ufer des Sees, unwillkürlich selbst die Stimme senkt und nie wieder hier weggehen möchte.

Essen. In Vinaders, am Eingang des Obernbergtales (und somit ideal für den herzhaft-gemütlichen Ausklang eines Tages in den Bergen), liegt direkt neben der Kirche das Gasthaus Vinaders. Tipp: die hausgemachten Kuchen und Torten von der Chefin!

Schlafen. Almis Berghotel in Obernberg setzt ganz auf stressfreie, naturnahe und aktive Erholung und ist unter anderem. Ausgangspunkt einer Nature-Watch-Führung. Die Kräuter, die Küchenchef Seppi liebevoll verarbeitet, sammelt er am liebsten selbst.

Erleben. Im Wipptal verlässt man bei der Ausfahrt Nösslach die Brennerautobahn und zweigt bei Gries am Brenner Richtung Vinaders ins Obernbergtal ab. Am Talende beim Gasthof Waldesruh lässt man das Auto auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz stehen und startet die Nature-Watch-Wanderung (ca. 45 Minuten) über einen Forstweg oder einen etwas längeren Wiesenpfad zum See. Anspruchsvolle Bergsteiger erklimmen zum Beispiel den Obernberger Tribulaun und genießen den Blick auf den See von oben.

6 · Schloss Tratzberg


Herbsturlaub in Tirol: Schloss Tratzberg, © Tirol Werbung/Mario Webhofer

Seien wir ehrlich: Selbst erhalten müssen möchte man so ein Renaissance-Schloss ja nicht. Aber leben, so steht bei einem Streifzug durch die öffentlich zugänglichen Teile von Schloss Tratzberg zu vermuten, lässt es sich nicht übel in einem derartigen Gemäuer. Das stattliche Schloss, in Privatbesitz und ständig bewohnt von der Familie Goess-Enzenberg, steht hochherrschaftlich auf einer Anhöhe im Inntal zwischen Jenbach und Schwaz und ist weithin zu sehen. Bei einem Besuch auf Tratzberg lässt sich ein kurzer, aber knackig steiler Spaziergang durch den herbstbunten Wald mit einem absolut lohnenden Ausflug in die Kulturgeschichte verbinden. Zu sehen sind der Habsburgersaal mit dem wunderschönen Wandgemälde, zahlreiche unschätzbar wertvolle Originalmöbel aus der Zeit ab dem frühen 16. Jahrhundert, liebevoll eingerichtete Räume wie das „Frauenstüberl“ und der Innenhof mit seinen aufwändigen Fassadenmalereien.

Essen. Wer nicht mit den Hausherren auf du und du ist, kann sich beim Schlosswirt am Fuß des Schlossbergs auf eigene Kosten verpflegen lassen. Passend zum Wein vom ebenfalls der gräflichen Familie gehörenden Südtiroler Weingut bietet der Schlosswirt im Herbst ein traditionelles Törggele-Menü an.

Schlafen. Auch wenn man nicht Mitglied der Nobilität ist, heißt das nicht, dass man nicht nobel nächtigen kann, zum Beispiel in den Vier-Sterne-Superior-Hotels Schwarzbrunn (inkl. Pool am Dach) und Brandstetterhof in Stans.

Hinkommen. Von der Inntalautobahn erreicht man über die Ausfahrt Schwaz den Ort Stans, wo sich, etwas versteckt im Wald, am Fuß des Schlossbergs der Parkplatz befindet. Schloss Tratzberg erreicht man entweder zu Fuß oder mit dem „Tratzberg-Express“ genannten Bummelzug, der zwischen Schlosswirt und Schloss pendelt. Im Herbst besonders schön ist auch eine Wanderung durch die Wolfsklamm.

7 · Großer Ahornboden


Herbsturlaub in Tirol: Ahornboden in der Eng, © Tirol Werbung/Mario Webhofer

Wie einzigartig und wertvoll der Große Ahornboden im hintersten Rissbachtal ist, erkannten die Tiroler schon früh: Bereits seit 1927 stehen der Große (und auch der Kleine) Ahornboden in der sogenannten Eng als Naturdenkmäler unter Schutz. Tatsächlich verströmen die mit gut 2.500 Bergahornen bewachsenen Almböden im Karwendelgebirge nördlich des Inntals einen geradezu märchenhaften Zauber, der sich im Herbst, wenn sich die Blätter gelb und leuchtend rostrot einfärben, voll entfaltet. Wer mehr wissen will, informiert sich im Naturparkhaus Hinterriss über Fauna, Flora und Geologie des Ahornbodens.

Essen. Belohnung für die bergsportliche Mühe bietet sich in Fülle an: Auf der Terrasse der Rasthütte Eng genießt man nicht nur die letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres, sondern auch die sehr gute Küche. Im Gasthof Post in der Hinterriss wird der Ausflügler mit Wild und Fisch aus der eigenen Zucht verwöhnt.

Schlafen. Ein Spezialtipp für eine exklusive Auszeit: Der Bauernladen auf der Eng-Alm vermietet preisgünstig Zimmer mit Dusche und WC.

Erleben. Der Große Ahornboden, auf der 9. Etappe des Adlerweges von der Lampsenjochhütte zur Falkenhütte gelegen, ist über die Mautstraße ins Rissbachtal zu erreichen und ein beliebtes Ziel für Wanderer und Mountainbiker, aber auch Ausgangspunkt für zahlreiche anspruchsvollere Bergtouren. Vom Parkplatz Eng über die Enger Almen spazieren auch Eltern mit Kinderwägen und kleinen Kindern gemütlich in den Enger Grund.

8 · Tiefenbachklamm


Tiefenbachklamm, © Tirol Werbung

Draußen behauptet sich die Vormittagssonne noch tapfer gegen die Vorahnung der kalten Jahreszeit. In der Tiefenbachklamm jedoch spürt man schon die herbstliche Kühle, die der eiskalten Gischt entströmt. Festes Schuhwerk und eine Windjacke sind kein Fehler, wenn man den abenteuerlichen Spaziergang entlang der alten Holztrift zwischen Kramsach und Brandenberg im Alpbachtal ohne zu frösteln genießen will. Wo einst unter härtesten, tatsächlich lebensgefährlichen Bedingungen das kostbare Holz durch die enge Schlucht der Brandenberger Ache geführt wurde, kann man heute wagemutigen Kajakfahrern zuschauen, die sich tief unterhalb des Steigs durch Wirbel und an bizarren Felsvorsprüngen vorbei kämpfen. Es kommt schließlich nicht von ungefähr, dass die Tiefenbachklamm so heißt. Doch nach etwa einer Stunde weitet sich die Schlucht plötzlich zu einer idyllischen Wiese – Zeit, die Jacke auszuziehen, auf der Terrasse des Restaurants eine zünftige Jause zu genießen und das Gesicht noch ein wenig in die Herbstsonne zu halten!

Essen. In der urigen Jausenstation Tiefenbachklamm gibt es regionale Speisen aus eigener Produktion bzw. aus der näheren Umgebung – und einen Spielplatz für Kinder, die nach der kurzen Klammwanderung natürlich noch nicht müde sind.

Schlafen. Der Zeitmesser, der dem Sporthotel Sonnenuhr seinen Namen gab, malte der Gründer vor fast 50 Jahren eigenhändig auf die Fassade der damaligen Pension. Heute ist das Hotel immer noch ein feiner Familienbetrieb, aber mit Vier-Sterne-Komfort. Wer das Außergewöhnliche sucht und es gern fürstlich hat, bucht sich im Schlosshotel Matzen in Brixlegg ein. Das hochmittelalterliche Schloss ist ein wunderschön renoviertes Architekturjuwel und liegt inmitten eines 200.000 Quadratmeter großen Parks.

Erleben. In die Tiefenbachklamm kann man entweder von Kramsach oder an der Aschauer Straße in Brandenberg einsteigen. Bei starkem Regen ist der Klammsteig aus Sicherheitsgründen geschlossen. Der Steig ist gut gesichert, kleine Kinder anzugurten, ist dennoch ratsam. Wenn die Kleinen nach der Klammwanderung noch nicht müde sind, empfiehlt sich ein Ausflug ins Lauserland im Alpbachtal oder Hexenwasser Söll am Wilden Kaiser.

9 · Berglsteiner See


Herbsturlaub in Tirol: Berglsteiner See, © Tirol Werbung/Mario Webhofer

Zugegeben: Es ist letztlich wohl Geschmackssache und auch eine Frage eines gewissen Lokalstolzes – der Tirolern bekanntlich nicht fremd ist –, welchen der vielen kleinen Bergseen im Land man zu seinem persönlichen Lieblingssee erklärt. Aber der Berglsteiner See zwischen Kramsach und Breitenbach hat jedenfalls das Zeug dazu, auf einer strikt objektiv erstellten Tiroler Seen-Hitliste einen der vordersten Plätze zu belegen – zumal im Herbst, wenn sich die in den herrlichsten Farben lodernden Mischwälder rund um die versteckt gelegene, tiefgrüne Lacke im Wasser spiegeln, fast wie um sich selbst ihrer überwältigenden Schönheit zu versichern.

Essen. Wer wissen will, wie ein perfekter Tag beginnen sollte, der spaziert in der frischen Morgenluft um den Berglsteiner See und kehrt dann im gleichnamigen Restaurant ein, um auf der Terrasse direkt über dem Wasser eine der zahlreichen Frühstücksvarianten zu genießen. Was nicht heißt, dass ein Fisch aus dem See oder eine asiatisch angehauchte Linsensuppe einem nicht auch noch später am Tag ein Gefühl großer Zufriedenheit vermitteln können.

Schlafen. Entspannt wie zu Hause, aber luxuriöser nächtigt man in einer Ferienwohnung im Freundsheimhof in Kramsach. Jedes Appartement in dem ehemaligen Bauernhaus verfügt über eine eigene Sauna und einen Holzofen. Ein ganz besonderer Ort ist auch der Pirchner Hof in Reith im Alpbachtal. Ob in der Küche, im Wellness- und Spa-Bereich oder bei den Tagesprogrammen: Im ganzen Hotel wird die Philosophie der Heiligen Hildegard von Bingen gelebt.

Erleben. Vom Parkplatz am östlichen Ende des Reintaler Sees aus erreicht man den Berglsteiner See über eine Forststraße. Die einfache Wanderung ist mit auch mit geländegängigen Kinderwägen gut zu bewältigen. Über den Breitenbacher Ortsteil Haus kann man auch direkt zum Parkplatz Berglsteiner See im Ortsteil Oberberg fahren. Nach der Wanderung sollte man sich keinesfalls einen Besuch im Museum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach entgehen lassen.

10 · Villgraten- und Winkeltal


Herbsturlaub im Villgratental, © Tirol Werbung/Mario Webhofer

Sanfter als hier geht Urlaub in den Bergen nicht: Im Villgraten- und im Winkeltal gilt infrastrukturelle Bescheidenheit als Tugend, die auch von Wanderern und Bergsteigern, die hektische Menschenmassen scheuen, auf das Höchste geschätzt wird. Hier teilt man sich das pure Wanderglück über weiche Almböden nur mit ein paar verstreuten Gleichgesinnten – sowie mit völlig entspannt wirkenden Kühen und den berühmten Villgrater Schafen, die noch nicht ahnen können, dass ihre herrliche Sommerfrische in Kürze für dieses Jahr vorbei sein wird. Und die Nase, keck in den frischen Wind gehalten, wird vom Duft des letzten, gerade noch blühenden Alpenklees umschmeichelt.

Essen. Wer sich viel in freier Natur bewegt, lässt sich dann auch gern einmal kulinarisch so richtig verwöhnen, zum Beispiel im Haubenlokal Gannerhof der Familie Mühlmann in Innervillgraten.

Schlafen. Die Zimmer und Ferienwohnungen der Natur Residenz Villgraten sind komplett in Zirbenholz und mit „Villgrater Natur“-Betten ausgestattet. Da der Ausblick auf die Bergwelt ohnedies unbezahlbar ist, gibt’s den gratis zu jedem Zimmer dazu.

Hinkommen. Das Villgratental zweigt bei Sillian im Hochpustertal ab. Von Innervillgraten führt eine rund 4-stündige Wanderung über den Ahornberg und den Versellerberg in das Winkeltal und weiter nach Außervillgraten. Die Strecke kann auch in umgekehrter Richtung begangen werden. In Innervillgraten ist ein Besuch im Villgrater Natur Haus der Familie Schett sehr empfehlenswert.

nach oben
Live Chat
Live Chat