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DJs, VJs und die Avantgarde: Heart of Noise

Aktualisiert am 25.08.2021 in Kulturleben

Ingenieur und Komponist Robert Henke hat die Musik-Software "Ableton Live" miterfunden und beschäftigt sich mit Rhythmen, Licht und bewegten Installationen.
, © Heart of NoiseIngenieur und Komponist Robert Henke hat die Musik-Software "Ableton Live" miterfunden und beschäftigt sich mit Rhythmen, Licht und bewegten Installationen. © Heart of Noise

Seit mehr als zehn Jahren sind sie sie Grenzgänger in Innsbruck. Die Köpfe hinter Heart of Noise verknüpfen Film, Performance oder Architektur mit Musik, fordern zum Wagnis Hören auf und laden dazu ein, kulturelle Nischen zu erkunden.

Von Krach bis Poesie

Das Innsbrucker Festival Heart of Noise öffnet die Türen zu einer lauten, vielfältigen Klangwelt. Drei Tage lang trifft Geräuschmusik auf pure Schönheit. Klang, Schauspiel und Visuals verweben sich, Kunst ist Ruhezone für die Sinne.

Was das Publikum erwartet, fasst Chris Koubek, einer der Festivalleiter, zusammen: „Intensive, sinnliche Erfahrungen und zu späterer Stunde ein gepflegter Exzess, der durch die Intensität der Musik noch verstärkt wird. Man muss sich auf etwas einlassen können, die Ohren ganz weit aufzumachen und das zuzulassen, was auf der Bühne passiert.“

Zeichnen, Tanz und Performance verbinden sich in „Onírica“ von Marta Navaridas.
, © Heart of NoiseZeichnen, Tanz und Performance verbinden sich in „Onírica“ von Marta Navaridas. © Heart of Noise

Musik als intensive, sinnliche Erfahrung

Vor mehr als zehn Jahren hat Chris Koubek Heart of Noise gemeinsam mit Stefan Meister als Zwei-Tages-Festival gegründet, damit Musikstile wie Noise oder Drone intensiv erlebt werden konnten. Damals ein Nischen-Event in Cinematograph und p.m.k, hat sich das Festival über die Stationen Stadtsäle, Treibhaus und Haus der Musik zur festen Größe im Zentrum von Innsbruck gemausert.

Derzeit ist die Dogana im Congress Innsbruck der Haupt-Venue, ein Ort der mit seiner technoiden Architektur und technischen Ausstattung den Anforderungen des Festivals perfekt entspricht. Im öffentlichen Stadtraum fällt Heart of Noise alleine schon durch temporäre Venues auf, etwa im Hofgarten oder vor dem Landestheater.

Prägnanter Name, schräge Performance: Fuckhead aus Linz sind ebenso schon beim Heart of Noise aufgetreten.
, © Ruth PearcePrägnanter Name, schräge Performance: Fuckhead aus Linz sind ebenso schon beim Heart of Noise aufgetreten. © Ruth Pearce

Mehr als das, was es gibt

Passend zu dieser „temporären autonomen Zone“ der Kunst entstehen auch immer wieder Bühnenarchitekturen, die nur für die Dauer des Festivas auf öffentlichen Plätzen aufgestellt werden. Damit will Stefan Meister sicht- und hörbar machen, „dass es mehr gibt als das, was es gibt – und dass dieses Mehr so lustvoll konsumiert werden kann wie das hinlänglich bekannte“.

Punk bis Noise, Trap bis Techno: Die US-Produzentin Felicia Chen, alias Dis Fig war 2020 bei Heart of Noise zu Gast.
, © Vladka FeugoPunk bis Noise, Trap bis Techno: Die US-Produzentin Felicia Chen, alias Dis Fig war 2020 bei Heart of Noise zu Gast. © Vladka Feugo

Dementsprechend stehen junge Musikkultur, Medienkunst, Visuals und DJ-Culture im Mittelpunkt, sprich der Kosmos, der sich rund um die allerneuesten kulturellen Strömungen entfaltet. Das ist revolutionär in dem Sinn, dass Hörgewohnheiten hinterfragt und Grenzen ausgeweitet werden.

Ähnliche Konzepte kennt man vom Donaufestival in Krems oder dem Elevate Festival in Graz – sie sind Türen zu neuen Denk-, Klang- und Kunsträumen, und wer sich darauf einlässt, wird ganz viel Neues entdecken.

Esther Pirchner beschäftigt sich beruflich  - aber vor allem begeistert - mit Musik und Kultur.

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