Gut zu wissen

Verhalten bei der Begegnung mit Weidetieren

Tirols Bäuerinnen und Bauern leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Almlandschaft. Wir bitten dich als Besucher, dich respektvoll an diese wunderschöne Landschaft anzupassen. Dazu gehört ein richtiger Umgang mit Weidetieren, wenn du zum Beispiel bei einer Wanderung oder einer Mountainbike-Tour auf eine Kuhherde triffst.

Wie sollte man sich auf einer Alm verhalten, wenn ich auf eine Kuhherde treffe?

  • Kontakt zum Weidevieh vermeiden

    Tiere nicht füttern, sicheren Abstand halten und auf den Wegen bleiben.

  • Mutterkühe meiden

    Mutterkühe beschützen ihre Kälber. Begegnung von Mutterkühen und Hunden vermeiden!

  • Ruhe bewahren

    Ruhig vorbeigehen und das Weidevieh nicht erschrecken. Wenn Tiere den Weg versperren, mit möglichst großem Abstand umgehen.

  • Hunde an die kurze Leine

    Hunde an der kurzen Leine führen. Bei einem Angriff durch ein Weidetier: Sofort ableinen!

  • Weideflächen beachten

    Falls es ein Tor gibt, dieses wieder gut schließen und die Weidefläche zügig und auf markiertem Weg durchqueren.

  • Tieren ausweichen

    Bei herannahendem Weidevieh ausweichen und nicht den Rücken zukehren. Bei Unruhe der Tiere Weidefläche zügig verlassen.

Begegnungen zwischen Mensch und Tier auf der Alm

Mit über 2.000 Almen verfügt Tirol über die meisten Almen in ganz Österreich. Almen sind dabei nicht nur beliebte Ausflugsziele und Erholungsräume, sondern in erster Linie landwirtschaftlich genutzte Flächen. Sie bilden die Futtergrundlage für Kühe, Schafe, Ziegen und Pferde, die den Sommer auf den weitläufigen Weideflächen verbringen, und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Lebensmittelversorgung. Gleichzeitig zählen Almwiesen zu den artenreichsten Offenlandlebensräumen und tragen wesentlich zum Erhalt der einzigartigen Tiroler Kulturlandschaft bei. Begegnungen mit Weidevieh gehören daher für viele Wanderer und Mountainbiker zum Alm-Erlebnis dazu.

Das Weidevieh auf unseren Almen ist in der Regel ruhig und friedlich. Treffen die Tiere jedoch auf Hunde, kann dies Unruhe auslösen und natürliche Schutzinstinkte aktivieren. Die Angst vor dem Wolf als natürlichem Feind ist dem Weidevieh bis heute erhalten geblieben. Da Hunde dem Wolf – unabhängig von Rasse und Größe – ähneln, können sie insbesondere bei Muttertieren starke Schutzreaktionen auslösen. Besonders aufmerksam sollte man bei Herden sein, in denen Muttertiere gemeinsam mit ihren Kälbern auf der Alm weiden. In der sogenannten Mutterkuhhaltung bleiben Kühe und Kälber als Herde zusammen. Dabei sind die Schutzinstinkte der Muttertiere besonders stark ausgeprägt, weshalb sie potenzielle Gefahren für ihren Nachwuchs rasch wahrnehmen und entsprechend reagieren können. Dadurch können in sehr seltenen Fällen gefährliche Situationen für Wanderer oder Radfahrer entstehen. Besonders aufmerksam sollte man also bei Kühen sein, die gemeinsam mit ihren Kälbern auf der Alm weiden.

Vorfälle zwischen Weidevieh und Wandernden treten statistisch gesehen nur selten auf. Durch das Beachten der entsprechenden Hinweistafeln lässt sich das Risiko zusätzlich deutlich verringern. Dennoch ist bei Begegnungen mit Almvieh eine angemessene Vorsicht ratsam. Um gefährliche Situationen zu vermeiden, ist es hilfreich, die Verhaltensweisen der verschiedenen Tiere zu kennen und richtig einschätzen zu können.

Die landwirtschaftliche Infrastruktur auf den Almen ermöglicht vielen Menschen die Freizeitnutzung dieser einzigartigen Landschaft. Mit gegenseitiger Rücksichtnahme sind Tirols Almen ein sicherer und erholsamer Ort für alle – für Menschen ebenso wie für Tiere.

Warnschild "Mutterkühe"

Auf Almen mit Mutterkuhhaltung ist insbesondere für Hundehalter erhöhte Vorsicht geboten. Führe deinen Hund an der kurzen Leine und nutze die ausgeschilderten Umgehungswege.

Warnschild "Weidevieh"

Ganz nach dem Motto „Eine Alm ist kein Streichelzoo“ weist dieses Schild auf die wichtigste Verhaltensregel auf Almen hin – unabhängig von der Tierart: Halte stets Abstand. Bei Kühen wird ein Abstand von 20 bis 50 Metern empfohlen.

Richtungsschild "Umgehungsmöglichkeit"

An geeigneten Stellen zeigen Richtungsschilder mit Pfeilen einen sicheren Weg.

Hinweistafel Weidevieh

Dieses Schild macht Bergsportlerinnen und Bergsportler bereits seit Längerem auf die wichtigsten Verhaltensregeln auf Almen aufmerksam.

Die wichtigsten Fragen zum Verhalten auf der Alm

Das könnte dich auch interessieren:

Tirol Newsletter

Der Berg ruft? Unser Newsletter auch!

Im wöchentlichen Newsletter verraten wir dir die besten Urlaubstipps für Tirol.