Beschreibung
Von der Nocker Alm marschiert man zunächst quer durch Erlenwälder ins Alterertal zur gleichnamigen Alm. Das Gelände beginnt hier erstmals etwas steiler zu werden und entlang von tief verschneiten Gräben gelangt man schließlich zu einer ersten Kuppe. Umgeben von der großartigen Kulisse von Fußstein, Schrammacher und Sagwand, gehts zwischen Moränen und Karen weiter bis zum ehemaligen Molybdänbergwerk am Fuße der Scharte. Die letzten Höhenmeter hinauf zur Einsattelung sind wieder etwas steiler, bei harschigen Verhältnissen ist es oft angenehmer die Schi auszuziehen und zu Fuß hinaufzusteigen. Auf der Scharte wartet schon eine grandiose Aussicht auf die Höchsten Spitzen der Zillertaler Alpen mit Hochfeiler und Großer Möseler, auch die Hohen Tauern lachen von der Ferne herüber. Der schönste Teil der Tour, die Abfahrt über endlose weite Hänge bei meist tollem Schnee, steht einem aber erst bevor.
WEGBESCHREIBUNG
Vom Parkplatz bei den Nocker Almen folgt man kurz der Straße talauswärts über die Brücke und quert dann ein Feld zur anderen Talseite und der Jausenstation Hagers Kaser (im Winter geschlossen). Von dort folgt man in östlicher Richtung dem Verlauf des Forstweges bis zur Altereralm. Alternativ kann man auch direkt vom Parkplatz aus in nordöstlicher Richtung den Erlenwald zum Forstweg queren, dafür ist allerdings etwas Ortskenntnis notwendig. Im Bereich der letzten Almhütte der Altereralm wechselt man vom Forstweg leicht nach rechts in die Talmitte und folgt dort am besten einem der zahlreichen Gräben zurück bis zu einer ersten Steilstufe. Hier zieht sich wiederum, in der Talmitte begrenzt von Gräben ein breiter Rücken nach oben, den man am besten in weiten Spitzkehren hochzieht. Hat man die Kuppe erreicht, wird das Gelände wieder deutlich flacher. Folgt man zunächst noch in gleichbleibender südöstlicher Richtung einer weiten Einsenkung, biegt man nach dem Passieren einer kleinen Felsformation um 90° nach links ab - in nunmehr nordöstlicher Richtung, steigt man von Boden zu Boden unterhalb der langen Randmoräne des ehemaligen Alpeingletschers auf bis zum Gerüst des ehemaligen Molybdänbergwerkes auf 2750m. Von hier hat man einen guten Blick auf den letzten Kessel unterhalb der östlich gelegenen Alpeiner Scharte. Der letzte Hang ist dann auch noch etwas heikel, sowohl im Hochwinter aus lawinentechnischer Situation als auch bei harten, harschigen Verhältnissen. Am besten hält man sich hier eher auf der linken Seite und überwindet die letzten Höhenmeter in engen Spitzkehren. Bei hartem Untergrund kann es auch manchmal notwendig sein die Schi ganz auszuziehen und zu Fuß hochzustapfen - ausrutschen sollte man hier auf keinen Fall.
SICHERHEITSHINWEIS
Die Tour zur Alpeiner Scharte kann nur bei sehr guter Lawinensituation begangen werden - sowohl die steilen angrenzenden Südflanken auf dem Weg zur Altereralm als auch steile Hänge im Aufstieg stellen ein Risiko dar und sind nicht zu unterschätzen. Im Spätwinter ist vor allem auf Nassschneelawinen auf und aus dem Weg aus dem Alterertal Acht zu geben, wie auch jährlich zahlreiche Lawinenkegel bezeugen (Abfahrt früh genug!). Der letzte Hang unterhalb des Scharte erfordert perfekte Spitzkehrentechnik und sicheres Steigen, ein Absturz kann hier schlimme Folgen haben.
TIPP DES AUTORS
Das hintere Valsertal ist von unberührte Schönheit und immer einen Besuch wert. Als Alternative zu Schitouren kann hier auch wunderbar Langlauf- und Rodelsport betrieben werden.