Kluppen (2.940 m)

Streckenlänge: 9,3 km
Dauer: 4:00 h

Anspruchsvolle, alpine Skitour inmitten der unberührten Schönheit des Zeischkessels vor den beeindruckenden Wänden des Valser Talabschlusses. Besonders schön ist die lange gleichmäßige Abfahrt über 1000hm vom Gipfel bis zur Zeischalm über schön gelegene, recht steile Hänge.

Toureninformation

  • Länge: 9,3 km
  • Dauer: 4:00 h
  • Höhenmeter Bergauf:1.593 hm
  • Höhenmeter Bergab:0 hm
Höchster Punkt2.940 m

Ausgangspunkt

Parkplatz Geraer Hütte / Unternock Almen

Endpunkt

summit Kluppen

Ausrüstung

Standard - Schitourenausrüstung mit Schaufel, Sonde, LVS Gerät, Tee, Jause, event. Steigeisen (für Gräben)
Quelle: TVB Wipptal

Beschreibung

Von den Untern-Nock-Almen gehts zunächst übers Zeischtal recht steil und anspruchsvoll hoch zur Zeischalm. Dabei sind drei Gräben zu queren, die mitunter vereist oder im Frühjahr auch harschig-hart sein können. Hat man diese erste Herausforderung hinter sich gelassen öffnet sich das Tal zu einem weiten Kessel, dreiseitig begrenzt von hohen, steilen Wänden. Dem Talverlauf folgend gehts nun im Bogen über zwei Gräben auf die rechte Seite zu den Ausläufern eines breiten Hanges, der sich bis zu den Überresten einer mächtigen Moräne hochzieht. Diesem tollen Hang gehts nun in weiten Kehren hoch bis vor das Wandmassiv von Kraxentrager und dem Grenzkamm. Hat man die Mörane überschritten öffnet sich plötzlich ein weiteres angedeutetes Tal, das sich bis zu einem meist von einer mächtigen Wächte begrenzten Kar knapp unterhalb des Gipfels zieht. Der letzte steile Hang bis zum Grat erfordert bei engen Spitzkehren nochmals vollste Konzentration bevor man das letzte Stück zum Gipfel ohne Schi übers Grat zurücklegt.

SICHERHEITSHINWEIS
Das Gelände ist sowohl im unteren als auch oberen Bereich sehr steil, perfekt beherrschte Spitzkehrtechnik und sicheres Gehen auf hartem, eisigem Untergrund sind hier Grundvoraussetzung. Außerdem grenzen gewaltige Hänge an die Aufstiegsspur. Die Tour sollte daher nur mit ausreichend Erfahrung und bei ausgezeichneten Verhältnissen eher gegen Ende des Winters in Angriff genommen werden.


WEGBESCHREIBUNG
Vom Parkplatz "Unterm Nock" folgt man zunächst den Verlauf des Forstweges ins Zeischtal (wird im Winter als Rodelbahn genutzt). Dort angekommen bleibt man auf dem Forstweg - dieser macht hier eine Kehre und schlängelt sich im Wald wieder talauswärts. Wenig später erreicht man eine Abzweigung, hier biegt man rechts um 180° ab und folgt wiederum dem Forstweg bis kurz nach einem Graben. Hier beginnt der Sommersteig, an dessen Wegführung man sich im kommenden Abschnitt bis zur Zeischalm am besten hält. Mitunter verlangt die Schneesituation im oberen Bereich vor den drei zu querenden Gräben auch eine alternative Spurwahl, Orientierung bietet der Steig aber allemal. Die Gräben sind sicherlich die Schlüsselstelle der Tour - oft hart, vereist, sehr steil und mit weitem Absturzpotential. Bei besonders heiklen Verhältnissen empfiehlt es sich hier sicherlich auf Steigeisen zurückzugreifen. Sind sie allerdings geschafft, geht`s relativ flach und entspannt weiter bis zu den Gräben und nach 3-4 Spitzkehren auf der linken Talseite auch über diese hinweg nach rechts. Hier erwartet den Bergsteiger ein sehr breiter, gleichmäßiger Hang, links und rechts begrenzt von felsdurchsetztem Gelände. Dort geht`s nun in weiten Kehren hoch bis zu den Ausläufern einer mächtigen Randmoräne. Da das Gelände mit zunehmender Höhe immer steiler wird quert man ca. 200 hm unter der Moräne oberhalb eines Rückens nach rechts und steigt von dort mithilfe von ein paar Spitzkehren hinauf ins ehemalige Gletscherfeld. Die Randmörane und die rechts liegenden steilen Wände deuten ein Tal an, dem man zunächst recht flach, später immer steiler werdend bis zu einem kleinen Kar unterhalb des Gipfels folgen kann. Rund um das Kar formt der Südwind jedes Jahr eine mächtige Wächte, die sich formschön bis zum Gipfelgrat nach oben zieht. Diese Wächte ist noch zu überqueren, anschließend geht`s in engen Spitzkehren den letzten steilen Hang hoch bis zum Grat und von dort in leichter Blockkletterei (1-2) hoch bis zum Kreuz.

Abfahrt
Im oberen Bereich folgt man im wesentlichen der Aufstiegsspur, die besonders steilen Hänge unterhalb des Gipfels und rund um die Randmoräne sind möglichst zu meiden. Im unteren Bereich ab der Zeischalm weicht die Abfahrt deutlich von der Aufstiegsspur ab - man überquert nicht mehr die drei Gräben sondern fährt direkt über den innersten nach unten ab ins Zeischtal bis vor dem mächtigen Zeischfall. Neben dem verschneiten Bach gehts dann nach draussen zurück bis zum Forstweg und über diesen zum Parkplatz.

TIPP DES AUTORS

Anreise

  • Anreise mit den Öffis

    Mit der S-Bahn (S3,S4) bis Steinach am Brenner, von dort mit der Buslinie 4144 nach Vals bis zur Haltestelle Vals Touristenrast. Genaue Fahrpläne finden Sie auf www.vvt.at. Kostenlose Benützung des Busses mit der Wipptal-Gästekarte!

  • Parken

    Parkplatz Geraer Hütte bei den Nocker Almen

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