Olperer (3.476 m)

Streckenlänge: 9,1 km
Dauer: 6:00 h

Atemberaubende, hochalpine Skitour durch das Wildlahnertal über die Wildlahnerscharte auf die formschöne Gipfelpyramide des Olperers, dem König und höchsten Gipfel der Tuxer Alpen. Dort erwartet dem Bergsteiger eine atemberaubende Aussicht, vom Glocknermassiv über die Dolomiten bis hin zum fernen Bernina-Massiv, sowie die Vorfreude auf eine lange Abfahrt über nahezu 2000 hm. Nur für Experten!

Toureninformation

  • Länge: 9,1 km
  • Dauer: 6:00 h
  • Höhenmeter Bergauf:1.950 hm
  • Höhenmeter Bergab:0 hm
Höchster Punkt3.476 m

Ausgangspunkt

Parkplatz Wildlahnertal

Endpunkt

Olperer

Ausrüstung

Standard - Schitourenausrüstung mit Schaufel, Sonde, LVS Gerät, Steigeisen, Eispickel, Klettergurt, Seil und Sicherungsmaterial (Karabiner und Schlingen), Hochtourausrüstung, Tee, Getränke, Jause, Sonnenschutz
Quelle: TVB Wipptal

Beschreibung

Vom Ausgangspunkt am Anfang des Wildlahnertales geht`s zunächst recht flach diesem entlang bis zur Issealm. Im Angesicht der prächtigen Kulisse von Fussstein und Olperer folgt man dann entlang von alten Möranen weiterhin dem Verlauf des Tales bis zu einem schroffen Felskamm am Beginn des Gletschers, ein idealer Ort für eine erste größere Versorgungspause. Nun folgt der wohl anstrengendste, kälteste aber auch schönste Teil der Tour, der Weg hoch zur Wildlahnerscharte. Direkt unterhalb der prächtigen Nordwände des Massivs, zerklüffteter Gletscherbrüche sowie einer mächtigen Eiswand gehts hoch auf über 3200m. Die Ankunft auf der Wildlahnerscharte hingegen ist trotz der wärmenden Sonnenstrahlen, die einen hier erwarten, ein kleiner Schock. Massen von Menschen, die sich in den Weiten des Hintertuxer Gletscherschigebietes tümmeln, unterbrechen die bis dato so stille Einsamkeit des Aufstiegs - nichtsdestotrotz ist die Aussicht atemberaubend. Hat man sich in der Sonne von den Mühen des bisherigen Aufstiegs etwas erholt wartet noch der krönende Abschluss der Tour, der Gipfelgrat des Olperers. Steil, gefährlich und abweisend wirkt er von herunten und er ist tatsächlich auch eine gewisse Herausforderung. Mit den Schiern oder auch ohne steigt man je nach Schneeverhältnissen zunächst die steile Gipfelflanke hoch. So hoch oben wie möglich quert man schließlich nach links auf das Grat. Hier gehts dann in schöner, durchaus anspruchsvoller Kletterei mit Steigeisen, Pickel und Seilsicherung die letzten 200 m hoch bis zum Gipfel.

SICHERHEITSHINWEIS
Die Tour auf den Olperer ist eine hochalpine Herausforderung und sollte daher nur mit entsprechender Erfahrung oder professioneller Führung durchgeführt werden. Durch das Wildlahnertal aber auch im oberen Bereich unterhalb des Gipfels sind einige steile Hänge zu queren und zu besteigen, entsprechend sicher müssen dafür die Schneeverhältnisse sein. Das Gipfelgrat ist sehr ausgesetzt und als Mixed-Kletterei im Winter mit wenigen Sicherungsmöglichkeiten eine besondere Herausforderung.

WEGBESCHREIBUNG

Vom Parkplatz aus folgt man zunächst den Verlauf des Forstweges zur Issealm in südöstlicher Richtung. Nach einer knappen Stunde flachen Aufstiegs erreicht man diese mit Verlassen der Waldgrenze auf einem kleinen Boden. Weiter geht`s im langen Bogen auf der rechten Talseite bis zu einer kleinen Kuppe. Hinter der Kuppe wird das Gelände wieder flacher, je nach Spurwahl muss man mitunter um nicht den angrenzenden steilen Nordhang zu queren ein paar Meter absteigen. Anschließend folgt ein schmaler Graben, der zu einer weiteren Kuppe hochführt. Das Wetterkreuz ist nun auch nicht mehr weit und kurz davor trennen sich die Spuren - die linke führt hoch zur Höllscharte, geradeaus bzw. rechts geht`s zur Wildlahnerscharte. Im weiteren Verlauf des Aufstiegs führt die Spur durch weitlaufende ehemalige Gletschergräben und Möranen dem Talverlauf folgend nach oben bis man schließlich zu einem breiten Felskamm gelangt. Diesen umgeht man an seinem südlichen Auslauf und erreicht damit den Beginn des tief verschneiten Olpererferners. Nach einer kurzen Versorgungspause geht`s parallel zum links liegenden Felskamm in östlicher Richtung dem Gletscher entlang aufwärts bis unterhalb des sogenannten Eisbuckels, einer massiven Eiswand. Je höher man dabei kommt, umso steiler wird das Gelände, unter Umständen ist hier die Verwendung von Harscheisen sinnvoll. Kurz unterhalb der Eiswand quert man schließlich nach links und schreitet unterhalb dieser in nunmehr wieder flächerem Gelände zurück bis zur Wildlahnerscharte. Nun ist noch der letzte Abschnitt der Tour zu bewältigen, der Gang zum Gipfel. Dazu ist zuerst der steile Olperer-Nordhang zu bewältigen. Bei entsprechenden günstigen Schneeverhältnissen ist dies auch durchaus mithilfe von Spitzkehren mit den Schiern zu schaffen, ansonsten stapft man eben nahe dem Felskamm im Schnee nach oben. Möglichst hoch oben quert man dann nach links aufs Gipfelgrat. Dieses ist meist eine Mischung aus Schnee, Eis und Fels, eine dementsprechende Ausrüstung aus Steigeisen, Eispickel und Seilsicherung ist daher Voraussetzung. Als Sicherungsstellen können immer wieder vorhandene Eisenbügel verwendet werden, auch das ein oder andere Felsköpfchen bietet sich als Sicherungspunkt an. Die Kletterei am Grat ist an und für sich nicht sonderlich schwierig (2-3), aufgrund der gemischten Verhältnisse von Schnee und Fels und der Ausgesetzheit aber auf keinen Fall zu unterschätzen. Nach gut 30 min und 200 m am Grat ist aber auch diese letzte Herausforderung geschafft und man steht am Ziel der Tour, dem Gipfel des Olperers.

TIPP DES AUTORS
Eine Einkehr nach den Anstrengungen der Tour im Alpengasthof Olpererblick ist ein besonderer Genuss.
Für all jene, denen das Gipfelgrat zu anspruchsvoll ist, lohnt es sich, die Tour mit der Wildlahnerscharte zu beschließen.

Anreise

  • Anreise mit den Öffis

    Mit der Bahn bis Steinach am Brenner, von dort mit der Buslinie 4144 nach Schmirn bis zur Haltstelle Schmirn Toldern. Ca. 15 min Wanderung in Richtung Wildlahnertal und Olperer bis zum Ausgangspunkt. Genaue Fahrpläne finden Sie auf www.vvt.at. Kostenlose Benützung des Busses mit der Wipptal-Gästekarte!

  • Parken

    Parkplatz Wildlahnertal

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